Wer mehr einkauft oder kocht, als der Haushalt verbraucht, verschwendet Lebensmittel und Geld. Prüfen Sie vor dem Einkauf Ihre Vorräte, planen Sie die Mahlzeiten für die nächsten Tage und notieren Sie, was noch fehlt. So kaufen Sie gezielt ein und behalten frische Lebensmittel und Reste im Blick.

Wie viel Sie einkaufen sollten, hängt davon ab, wie viele Personen mitessen, was Sie kochen und wie gut Sie Lebensmittel lagern können. Eine große Packung lohnt sich nur, wenn Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen oder passend aufbewahren.

Einkauf nach Mahlzeiten planen

Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank, Gefrierfach und Vorratsschrank. Legen Sie anschließend fest, welche Gerichte Sie in den nächsten Tagen zubereiten und für wie viele Personen. Ziehen Sie Zutaten ab, die Sie bereits zu Hause haben, und schreiben Sie die fehlenden Lebensmittel samt benötigter Menge auf.

Planen Sie Reste gleich mit ein: Kochen Sie zum Beispiel bewusst mehr, wenn Sie daraus eine zweite Mahlzeit machen wollen. Dann gehört diese Portion in Ihre Planung. Ohne einen konkreten Verwendungszweck führt „lieber etwas mehr“ dagegen leicht zu vergessenen Lebensmitteln.

Mit einer Einkaufsliste halten Sie sich eher an die geplanten Mengen. Gehen Sie möglichst nicht hungrig einkaufen: Mit Hunger landen eher zusätzliche Lebensmittel im Wagen, die zu Hause nicht eingeplant waren.

Vorräte übersichtlich halten

Haltbare Lebensmittel wie Reis, Nudeln oder Mehl eignen sich eher für den Vorrat als empfindliche Frischware. Kaufen Sie davon aber nur so viel, wie Sie tatsächlich verbrauchen und trocken lagern können. Ein Vorrat hilft nur dann, Einkäufe zu sparen, wenn Sie wissen, was darin liegt.

Stellen Sie ältere Packungen nach vorne und neue nach hinten. So greifen Sie zuerst zu den Lebensmitteln, die schon länger im Schrank stehen. Angebrochene trockene Produkte lassen sich in dicht schließende Behälter umfüllen. Eine kurze Vorratsliste kann helfen, doppelte Käufe zu vermeiden.

Auch der Kühlschrank braucht Platz, damit Lebensmittel passend gekühlt werden. Ein zu voller Kühlschrank kann die Temperatur erhöhen. Prüfen Sie deshalb vor dem Einkauf, was noch hineinpasst, und beachten Sie bei leicht verderblicher Ware die Kühlhinweise auf der Verpackung.

Frische Lebensmittel passend einkaufen

Kaufen Sie empfindliche Lebensmittel in der Menge, die Sie bald verbrauchen können. Wie viel das ist, hängt auch davon ab, wie oft Sie einkaufen und welche Lagerungsmöglichkeiten Sie haben. Wenn Sie Gemüse für mehrere geplante Gerichte verwenden oder etwas einfrieren, kann eine größere Menge sinnvoll sein.

Wie Sie Lebensmittel lagern, beeinflusst ihre Frische: Salat welkt bei Zimmertemperatur schneller, während Brot im Kühlschrank austrocknet. Obst und Gemüse brauchen je nach Sorte unterschiedliche Bedingungen. Prüfen Sie deshalb die passenden Lagerhinweise, statt alles nach derselben Regel aufzubewahren. Bei warmem Wetter sollten Sie besonders leicht verderbliche Frischware nur in der Menge kaufen, die Sie zeitnah verbrauchen.

Bringen Sie gekühlte Lebensmittel nach dem Einkauf zügig nach Hause und unterbrechen Sie die Kühlung möglichst kurz. Wenn Sie nur selten einkaufen können, planen Sie zuerst die empfindlichen Lebensmittel für die ersten Tage und wählen Sie für später haltbarere Zutaten.

Portionen realistisch bemessen

Kochen Sie so viel, wie zur Personenzahl und zum geplanten Essen passt. Bei einem Menü mit mehreren Beilagen, Kuchen oder Knabbereien brauchen Sie von jeder einzelnen Speise weniger als bei einem einfachen Hauptgericht. Auch persönliche Essgewohnheiten spielen eine Rolle. Für Feiern bietet der Portionsplaner der Verbraucherzentrale Durchschnittswerte, die Sie an das Menü anpassen können.

Berücksichtigen Sie beim Einkauf, dass Gemüse durch Schälen und Putzen an Gewicht verlieren kann. Für Zutaten, die Sie noch vorbereiten müssen, darf die Einkaufsmenge daher etwas über der später benötigten Menge liegen. Das ist etwas anderes als ein pauschaler Puffer für alle Lebensmittel.

Reste für später einplanen

Reste sparen Geld, wenn Sie sie tatsächlich weiteressen. Bewahren Sie sie passend gekühlt und gut sichtbar auf und berücksichtigen Sie sie bei der nächsten Essensplanung. Wie lange Reste sicher aufbewahrt werden können, hängt vom Lebensmittel und der Zubereitung ab. Eine feste Frist für alle Reste gibt es deshalb nicht.

Viele Gerichte lassen sich einfrieren. Dazu gehören Suppen und Nudelgerichte ebenso wie Gemüse- oder Fleischgerichte. Einzelne Zutaten können Sie ebenfalls für eine weitere Mahlzeit verwenden. Weicher gewordenes Gemüse passt in Suppe oder Eintopf. Trockenes Brot lässt sich für einen Auflauf verwenden, reifes Obst für Mus oder Joghurt. Beschriften Sie eingefrorene Portionen, damit Sie ihren Inhalt später wiedererkennen.

Angebote kritisch vergleichen

Vergleichen Sie bei Packungen den Grundpreis, also den Preis pro Kilogramm oder Liter. Eine größere Packung ist nur dann günstiger, wenn der niedrigere Grundpreis zu Ihrem Bedarf passt und Sie den Inhalt rechtzeitig verbrauchen können. Was verdirbt oder ungeöffnet im Schrank bleibt, bringt keine Ersparnis.

Dasselbe gilt für Sonderangebote. Nehmen Sie ein Angebot nur mit, wenn das Lebensmittel in Ihre Essensplanung passt oder sich gut lagern lässt. Prüfen Sie vor dem Einkauf außerdem, ob die Zutat schon vorhanden ist. So vermeiden Sie spontane Käufe und kaufen weder bereits vorhandene Zutaten noch zu große Mengen.