Muffige Handtücher entstehen fast immer, weil sie zu langsam trocknen. In feuchten Fasern vermehren sich Bakterien und Schimmelpilze. Ihre Stoffwechselprodukte erzeugen den typischen Geruch. Wer die Wäsche in der Wohnung trocknet, muss deshalb gut lüften, damit die Feuchtigkeit abzieht.

Handtücher brauchen trockene Luft, Abstand und Zeit. Wer diese drei Bedingungen schafft, bekommt frische Handtücher und schützt die Wände vor Schimmel.

Warum Handtücher muffig werden

Mikroorganismen erzeugen den Geruch. Handtücher nehmen beim Abtrocknen viel Wasser auf und sind dicker als andere Kleidung. Sie brauchen deshalb länger, um zu trocknen. Bleibt die Feuchtigkeit über Stunden in den Fasern, vermehren sich Bakterien und Pilze. Ihre Stoffwechselprodukte riechen muffig und süßlich.

Dazu kommt die Waschmaschine. Bei niedrigen Temperaturen überleben viele Bakterien. Wenn Sie Handtücher nur kalt waschen, sammeln sich mit der Zeit Keime in den Fasern an. Der muffige Geruch entsteht dann beim anschließenden Trocknen.

Warum hohe Luftfeuchtigkeit das Trocknen verlangsamt

Beim Trocknen in der Wohnung gibt die Wäsche die Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Ein Wäscheständer mit mehreren Handtüchern gibt dabei viel Feuchtigkeit an die Luft ab. Steigt die Luftfeuchtigkeit stark an, nimmt die Luft kaum noch Wasser auf. Die Handtücher trocknen dann langsamer und bleiben feucht.

Feuchte Luft schlägt sich an kalten Wänden und Fenstern nieder. Wer in der Wohnung trocknet, muss die feuchte Luft also regelmäßig abführen, sonst steigt zusätzlich die Schimmelgefahr.

Stoßlüften gegen die feuchte Luft

Die wirksamste Methode ist das Stoßlüften. Öffnen Sie mehrmals täglich für fünf bis zehn Minuten die Fenster weit, am besten gegenüberliegende, damit ein Durchzug entsteht. Der Luftwechsel transportiert die feuchte Luft nach draußen und ersetzt sie durch trockenere Luft.

Lüften Sie gerade dann, wenn die Wäsche auf dem Ständer hängt. Stellen Sie den Ständer in die Nähe des Fensters und öffnen Sie es in dieser Zeit. Wenn die Wäsche über Nacht trocknet, reicht ein einmaliges Lüften am Abend nicht, weil die Luftfeuchtigkeit über Stunden ansteigt. Daher hilft ein zusätzliches Lüften am Morgen.

Ein Hygrometer zeigt Ihnen die Luftfeuchtigkeit im Raum. Liegt der Wert dauerhaft zu hoch, ist die Luft zu feucht. Dann lüften Sie öfter oder nutzen Sie einen elektrischen Luftentfeuchter, der die Feuchtigkeit aus dem Raum zieht.

Wo der Wäscheständer stehen sollte

Nicht jeder Raum eignet sich zum Trocknen. Schlafzimmer und Bad sind oft zu kühl oder zu feucht. Besser ist ein beheizter Raum, in dem Sie die Fenster öffnen können. Warme Luft nimmt mehr Wasser auf als kalte Luft, deshalb trocknet die Wäsche dort schneller.

Stellen Sie den Ständer nicht in die Ecke und nicht direkt vor die Heizung. In der Ecke bewegt sich die Luft kaum, und die Handtücher trocknen ungleichmäßig. Vor der Heizung trocknen sie zwar schnell, aber die Feuchtigkeit bleibt im Raum und schlägt sich an den Wänden nieder. Besser ist der Platz in der Raummitte, wo die Luft um den Ständer zirkulieren kann.

Hängen Sie die Handtücher einzeln und mit Abstand auf. Wenn sie sich berühren, bleiben die Kontaktstellen feucht. Ein Ständer mit mehreren Ebenen trennt die Handtücher und beschleunigt das Trocknen.

Die Waschmaschine richtig einstellen

Das Trocknen beginnt in der Waschmaschine. Schleudern Sie die Handtücher mit hoher Drehzahl, damit sie wenig Wasser in den Fasern behalten. Ein Handtuch, das beim Aufhängen fast trocken ist, trocknet deutlich schneller.

Waschen Sie Handtücher regelmäßig bei hoher Temperatur. Diese Temperatur tötet Bakterien ab, die bei niedrigeren Temperaturen überleben. Wenn die Handtücher bereits muffig riechen, geben Sie einen Schuss Essig oder Zitronensäure in das Weichspülerfach. Die Säure löst Kalkablagerungen und entfernt Gerüche. Danach folgt ein normaler Waschgang.

So werden muffige Handtücher wieder frisch

Muffige Handtücher waschen Sie sofort bei hoher Temperatur und hängen Sie direkt danach auf. In der feuchten Trommel entsteht der Geruch sonst wieder. Lassen Sie die Wäsche nicht über Stunden in der Maschine liegen, sonst beginnt sie erneut zu muffen.

Bei hartnäckigen Fällen hilft ein zweiter Waschgang mit Zitronensäure. Wenn der Geruch auch danach bleibt, ist das Handtuch nicht mehr zu retten. Dann ersetzen Sie es durch ein neues.