Das Flusensieb der Waschmaschine fängt Münzen, Knöpfe, Haare und Flusen ab, bevor sie in die Laugenpumpe geraten. Ist das Sieb verstopft, pumpt die Maschine schlechter ab, meldet Fehler oder riecht muffig. Die Reinigung dauert nur wenige Minuten, wenn Sie die Klappe richtig öffnen und das Restwasser gezielt auffangen.
Jeder Waschgang gibt Feuchtigkeit an die Raumluft ab. Ohne regelmäßiges Lüften entstehen an kalten Wänden schnell Schimmelflecken. Ein sauberes Sieb und ein Raum, in dem die Luftfeuchtigkeit nach dem Waschen wieder sinkt, gehören deshalb zusammen.
Was das Flusensieb auffängt
Bei Frontladern sitzt das Sieb hinter einer kleinen Klappe unten an der Vorderseite. Es ist der letzte Filter vor der Laugenpumpe. Kleinteile, die in der Trommel vergessen wurden, bleiben dort hängen, ebenso Fusseln, Tierhaare und Kalkreste. Wenn sich das Sieb zusetzt, pumpt die Maschine langsamer ab. Der Waschgang dauert länger. Die Maschine meldet Störungen wie „Wasserablauf prüfen“ oder „Flusensieb reinigen“. Das Wasser bleibt in der Trommel stehen. Ein muffiger Geruch entsteht außerdem, wenn sich feuchter Flusenschmutz über Wochen im Sieb zersetzt.
Toplader haben oft kein zugängliches Pumpensieb. Bei ihnen sitzt der Fusselfang an der Trommel oder im Inneren der Maschine. Waschmaschinen mit Trocknerfunktion besitzen meist ein zusätzliches Sieb für den Trocknungsgang. In beiden Fällen nennt die Bedienungsanleitung die genaue Stelle.
Wann Sie das Flusensieb reinigen
Reinigen Sie das Sieb etwa alle ein bis zwei Monate, je nachdem, wie oft Sie waschen. Reinigen Sie es deutlich häufiger, wenn Sie regelmäßig stark fusselnde Textilien waschen: Frottierhandtücher, Fleecedecken, Kuscheltiere oder Kleidung, die Tierhaare anzieht. Auch nach einem einzelnen Waschgang mit sehr fusseliger Wäsche lohnt sich der Blick ins Sieb.
Wenn die Maschine Probleme beim Abpumpen meldet, reinigen Sie zuerst das Sieb. In den meisten Fällen ist ein verstopftes Sieb die Ursache; erst wenn die Reinigung nicht hilft, sollten Sie den Kundendienst rufen.
Die Reinigung Schritt für Schritt
Ziehen Sie zuerst den Netzstecker. Bei vielen Modellen liegt hinter der Klappe ein kleiner Ablaufschlauch. Öffnen Sie ihn und legen Sie ein flaches Gefäß oder ein altes Handtuch darunter. Auch wenn das Programm beendet ist, steht noch Wasser in der Pumpenkammer. Lassen Sie es über den Schlauch ablaufen. Drehen Sie dann den Deckel des Flusensiebs langsam nach links. Es fließt Restwasser nach; warten Sie, bis nichts mehr tropft.
Nehmen Sie das Sieb heraus. Spülen Sie es unter fließendem Wasser ab und entfernen Sie Fusseln, Haare und Fremdkörper von Hand. Kontrollieren Sie die Öffnung in der Maschine. Dort sitzt das Pumpenrad. Es muss sich leichtgängig drehen lassen. Sind Haare oder Fadenreste um die Welle gewickelt, ziehen Sie sie vorsichtig heraus. Fassen Sie nicht tiefer in die Öffnung, als Sie sehen können. Entfernen Sie nichts mit scharfem Werkzeug.
Setzen Sie das gereinigte Sieb wieder ein und drehen Sie den Deckel im Uhrzeigersinn fest. Achten Sie darauf, dass die Dichtung sauber aufliegt und der Deckel richtig einrastet, sonst tritt später Wasser aus. Schließen Sie die Klappe, stecken Sie den Stecker wieder ein und starten Sie einen kurzen Abpumpgang. So prüfen Sie, ob alles dicht sitzt.
Wenn kein Ablaufschlauch vorhanden ist, drehen Sie den Siebdeckel direkt auf und halten Sie das Gefäß darunter. Die Wassermenge ist je nach Modell unterschiedlich. Ein flaches Backblech oder eine große Auflaufform fängt mehr auf als ein schmales Glas. Legen Sie zusätzlich ein Handtuch aus, denn das Wasser fließt beim Öffnen manchmal unkontrolliert an der Klappe vorbei.
Wenn die Maschine nicht abpumpt
Steht die Trommel voll Wasser und das Programm bricht ab, ist ein verstopftes Sieb die wahrscheinlichste Ursache. Öffnen Sie die Klappe nur vorsichtig und legen Sie besonders viel Handtuchmaterial aus, weil jetzt das gesamte Restwasser ansteht. Lassen Sie das Wasser in Etappen ab. Drehen Sie den Siebdeckel dazu immer wieder kurz zu.
Lässt sich der Deckel nicht drehen, hilft meist eine Münze im dafür vorgesehenen Schlitz. Greifen Sie zur Zange nur, wenn der Deckel dafür geformt ist; viele Kunststoffdeckel brechen sonst. Ist das Sieb sauber und pumpt die Maschine immer noch nicht, prüfen Sie den Ablaufschlauch auf Knicke und die Anschlussstelle an der Wand auf Verstopfung. Ein deutlich hörbares Brummen bei stehendem Wasser zeigt ein blockiertes Pumpenlaufrad.
So lüften Sie den Waschmaschinenraum
Die wichtigste Regel: Lüften Sie stoßweise, statt das Fenster dauerhaft zu kippen. Öffnen Sie das Fenster im Waschmaschinenraum zwei bis drei Mal am Tag für fünf bis zehn Minuten vollständig, am besten direkt nach dem Waschgang. Bei gegenüberliegenden Fenstern oder einer offenen Tür zum Flur entsteht Durchzug. Er transportiert die feuchte Luft am schnellsten ab. Im Winter ist Stoßlüften besonders wirksam. Kalte Außenluft enthält wenig Feuchtigkeit und kann beim Erwärmen im Raum viel Wasser aufnehmen.
Die Kippstellung bringt wenig. Sie bewegt kaum Luft und kühlt Wand und Fensterlaibung ab. Dadurch kondensiert Feuchtigkeit dort. Kippen Sie das Fenster nicht. Lassen Sie es lieber ganz offen, solange Sie sich im Raum aufhalten.
Ein einfaches Hygrometer zeigt die relative Luftfeuchtigkeit, also wie viel Wasserdampf die Luft im Verhältnis zur möglichen Menge enthält. Bleibt sie über Stunden zu hoch, bildet sich an kalten Außenwänden Kondenswasser, besonders hinter der Maschine und an der Fensterscheibe. Messen Sie morgens nach dem Waschen und abends, um ein Gefühl für den Tagesverlauf zu bekommen.
Räume ohne Fenster brauchen eine andere Lösung: eine Abluftanlage im Bad, die geöffnete Tür oder ein elektrischer Luftentfeuchter. In fensterlosen Badezimmern ist der Entfeuchter die zuverlässigste Lösung, weil die von der Maschine abgegebene Feuchtigkeit sonst keinen Weg nach draußen findet.
Weniger Feuchtigkeit durch gute Gewohnheiten
Wischen Sie nach jedem Waschgang die Gummilippe an der Tür trocken und lassen Sie die Tür einen Spalt offen, damit die Trommel austrocknet. Das verhindert muffige Gerüche in der Maschine. Allerdings gelangt die Restfeuchte aus der Trommel in die Raumluft. In kleinen Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit schließen Sie die Tür besser nach dem Trocknen; in normal belüfteten Räumen ist der Effekt vernachlässigbar.
Nehmen Sie die Wäsche zügig aus der Maschine, sobald das Programm endet. Feuchte Wäsche, die Stunden in der Trommel liegt, gibt nicht nur Feuchtigkeit ab, sondern fängt an zu riechen. Das Waschmittelfach lassen Sie ebenfalls offen stehen, damit sich dort keine Feuchtigkeit sammelt.
Wenn Sie Wäsche im Raum trocknen, steigt die Luftfeuchtigkeit stark an. Hängen Sie die Wäsche nur in belüfteten Räumen auf und lüften Sie anschließend gründlich. Der Bereich hinter der Maschine bleibt bei diesen Maßnahmen trocken. Prüfen Sie ihn gelegentlich auf feuchte Stellen, denn ein undichter Ablaufschlauch oder ein defekter Siphon zeigt sich dort zuerst.