Nach dem Duschen oder Kochen ist die Luft in Bad und Küche voller Feuchtigkeit. Bleibt die Feuchtigkeit im Raum, setzt sie sich an den kühlsten Stellen ab: an Fensterscheiben und Kunststoffrahmen. Dort hinterlässt das Wasser mit der Zeit Flecken, und weiße Rahmen sehen schnell ungepflegt aus. Wer richtig lüftet, beugt dem vor.
Sind die Rahmen bereits gelb geworden, hängt die richtige Behandlung von der Art der Verfärbung ab: milde Reinigung mit Spülmittel oder professionelle Behandlung. Aggressive Reiniger richten dabei mehr Schaden an als der Schmutz selbst.
Warum die Fenster feucht werden
Warme Luft nimmt mehr Wasser auf als kalte. Nach dem Duschen oder Kochen ist die Raumluft warm und feucht. Trifft sie auf das kalte Fensterglas, kühlt sie ab und gibt das Wasser als Kondenswasser ab. Die Scheiben beschlagen, und auch der Rahmen wird feucht. Das ist normal und kein Zeichen für ein kaputtes Fenster.
Lüften unterbricht das, bevor das Wasser Schaden anrichtet. Die wirksamste Methode ist das Stoßlüften: Fenster weit öffnen, für kurze Zeit durchlüften, wieder schließen. Am besten entsteht dabei ein Durchzug, indem Sie gegenüberliegende Fenster oder Fenster und Tür gleichzeitig öffnen. Wer nach dem Duschen und nach dem Kochen lüftet, hält die Feuchtigkeitsspitzen kurz. Dadurch setzt sich deutlich weniger Wasser an Rahmen und Scheiben ab, auch wenn sich bei kaltem Wetter nicht jeder Beschlag verhindern lässt.
Warum Kunststoffrahmen vergilben
Die meisten Fensterrahmen bestehen aus weißem Kunststoff, meist PVC. Das Material vergilbt nicht von heute auf morgen. Gelbe Verfärbungen und unregelmäßige Flecken entstehen durch verschiedene Umwelteinflüsse. Sonnenlicht und Wärme lassen den Kunststoff altern. Auch Rauch und Küchendunst setzen sich auf der Oberfläche ab. Dazu kommt falsche Reinigung. Zu aggressive Reiniger greifen das Material an, die Oberfläche wird rau und nimmt Schmutz schneller an.
Nicht jede gelbe Stelle ist eine echte Vergilbung. Graue oder bräunliche Beläge sitzen oft nur auf der Oberfläche und lassen sich abwaschen. Echte Vergilbung steckt im Kunststoff selbst. Sie erkennen den Unterschied daran, dass die Stelle nach der Reinigung immer noch gelb ist.
So reinigen Sie Rahmen mit Spülmittel
Für leichte Vergilbung, graue Beläge und normale Verschmutzung reicht ein mildes Reinigungsmittel. Die einfachste Lösung ist Spülmittel in warmem Wasser. Geben Sie einen Spritzer Spülmittel in eine Schüssel mit warmem Wasser. Befeuchten Sie ein weiches Baumwolltuch und wischen Sie damit über die Rahmen. Lassen Sie die Lösung kurz einwirken und wischen Sie anschließend mit einem feuchten Tuch nach oder trocknen Sie die Fläche ab.
Spülmittel eignet sich, weil es mild ist und Fett löst, das sich in der Küche besonders schnell auf den Rahmen absetzt. Regelmäßiges Abwischen hält den Aufwand klein: Wer die Rahmen ab und zu mit Spülwasser reinigt, verhindert, dass sich Schmutz festsetzt und später nur noch mit stärkeren Mitteln entfernt werden kann.
Diese Reiniger lassen Sie weg
Chlor, Aceton und Scheuermittel haben an Kunststofffenstern nichts verloren. Chlor bleicht und raut die Oberfläche auf. Aceton kann den Kunststoff anlösen. Scheuermittel hinterlassen feine Kratzer, in denen sich danach jeder Schmutz festsetzt. Auch scharfe Allzweckreiniger sind riskant, wenn sie Lösungsmittel oder starke Säuren enthalten. Einmal beschädigt, bleibt der Rahmen rau, stumpf und anfällig für neue Flecken. Deshalb versuchen Sie zuerst das milde Mittel. Bei hartnäckigen Stellen fragen Sie lieber einen Fachbetrieb, als den Rahmen mit aggressiven Chemikalien zu ruinieren.
Wann eine Fachreinigung hilft
Sitzt die Vergilbung tief im Material, kommt kein Hausmittel mehr an sie heran. Der Kunststoff hat sich dann im Material verfärbt, und keine Reinigungslösung erreicht die betroffenen Stellen. In diesem Fall hilft nur eine professionelle Behandlung. Nehmen Sie Kontakt zu einem Fachbetrieb auf und fragen Sie, welche Möglichkeiten es für Ihren Rahmen gibt. Das ist aufwendiger als eine normale Reinigung, aber oft die einzige Chance, den Rahmen zu erhalten, ohne ihn auszutauschen.