Entkalken allein hält die Kaffeemaschine nicht sauber. Zwischen zwei Entkalkungen sammeln sich Kaffeereste, Milchreste und Staub in der Tropfschale, im Wassertank und an den Kontaktflächen. Wenn Sie diese Bereiche regelmäßig reinigen, verhindern Sie unangenehme Gerüche, Schimmel und verstopfte Leitungen. Die Maschine läuft zuverlässiger, und der Kaffee schmeckt besser, weil alte Rückstände den frischen Geschmack nicht überlagern.
Der Aufwand ist gering: Die tägliche Reinigung dauert weniger als eine Minute, die wöchentliche etwa fünf Minuten. Die Schritte gelten für Kaffeevollautomaten und Filterkaffeemaschinen, soweit nichts anderes angegeben ist.
Tägliche Pflege nach jedem Kaffee
Die wichtigste Regel: Lassen Sie Tropfschale und Tresterbehälter nicht überlaufen. Die Tropfschale sammelt Restwasser und Kaffeetropfen, die beim Entnehmen der Tasse ablaufen. Steht diese Flüssigkeit über Stunden, bilden sich Bakterien und ein süßlich-muffiger Geruch, der sich auf den nächsten Kaffee überträgt.
Leeren Sie die Tropfschale daher täglich, am besten abends nach der letzten Tasse. Spülen Sie sie mit warmem Wasser aus und trocknen Sie sie ab, bevor Sie sie zurückstellen. Bei Maschinen mit Schwimmermarke reicht es, die Schale zu leeren, sobald die Markierung sichtbar wird. Wer morgens und nachmittags Kaffee trinkt, sollte die Schale mindestens einmal täglich leeren.
Der Tresterbehälter nimmt den gemahlenen Kaffeesatz nach dem Brühvorgang auf. Leeren Sie ihn ebenfalls täglich. Feuchter Kaffeesatz schimmelt schnell, besonders bei warmen Temperaturen in der Küche. Viele Vollautomaten zeigen an, wann der Behälter voll ist. Warten Sie nicht auf diese Anzeige, wenn Sie mehr als zwei Tassen am Tag brühen. Spülen Sie den Behälter mit warmem Wasser aus und lassen Sie ihn trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.
Wenn Sie die Milchfunktion nutzen, spülen Sie das Milchsystem direkt nach jeder Verwendung. Die meisten Vollautomaten bieten dafür ein Spülprogramm an, das Milchreste aus den Leitungen und dem Auslauf spült. Führen Sie dieses Programm direkt nach dem Milchbezug aus, nicht erst am Abend. Eingetrocknete Milchreste lassen sich schwerer entfernen und bieten Bakterien einen Nährboden. Bei Maschinen ohne automatisches Spülprogramm spülen Sie den Milchschlauch und den Auslauf unter fließendem warmem Wasser durch.
Wassertank, Abtropfbereich und Kontaktflächen wöchentlich reinigen
Einmal pro Woche reinigen Sie gründlicher. Der Wassertank verkeimt leicht, weil er oft nur nachgefüllt, aber selten ausgewaschen wird. Nehmen Sie den Tank heraus, leeren Sie das Restwasser und spülen Sie ihn mit warmem Wasser und etwas Spülmittel aus. Spülen Sie anschließend gründlich nach, damit keine Seifenreste ins Brühsystem gelangen. Bei Tanks mit Deckel reinigen Sie auch die Unterseite des Deckels und die Dichtung. Lassen Sie den Tank vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder befüllen. Verwenden Sie kein Scheuermittel. Es verkratzt die Oberfläche und gibt Bakterien Halt.
Der Abtropfbereich, also die Fläche unter dem Auslauf und das Gitter über der Tropfschale, sammelt Kaffeetropfen und Kalkreste. Wischen Sie diesen Bereich wöchentlich mit einem feuchten Tuch ab. Bei hartnäckigen braunen Ablagerungen hilft ein Tropfen Spülmittel auf dem Tuch. Das Gitter selbst können Sie in warmem Wasser mit Spülmittel einweichen und mit einer weichen Bürste reinigen. Trocknen Sie alle Teile gut ab, bevor Sie sie zurücklegen.
Die Kontaktflächen der Maschine, also Gehäuse, Bedienfeld und die Fläche um den Auslauf, werden beim täglichen Gebrauch mit Fingern, Kaffeestaub und Spritzern verschmutzt. Wischen Sie diese Flächen wöchentlich mit einem leicht feuchten Mikrofasertuch ab. Vermeiden Sie aggressive Reinigungsmittel, die die Beschichtung angreifen. Bei Maschinen mit Touchscreen genügt ein trockenes oder nur leicht feuchtes Tuch, damit keine Feuchtigkeit in die Elektronik eindringt.
Die Brühgruppe ist die herausnehmbare Einheit, die das Kaffeemehl verarbeitet. Reinigen Sie sie je nach Modell wöchentlich bis monatlich. Viele Vollautomaten erlauben es, die Brühgruppe herauszunehmen und unter fließendem Wasser ohne Spülmittel abzuspülen. Prüfen Sie in der Bedienungsanleitung, ob Ihr Modell diese Reinigung unterstützt und in welchem Intervall sie empfohlen wird. Bei Maschinen mit fest eingebauter Brühgruppe übernimmt ein Reinigungsprogramm mit Reinigungstabletten diese Aufgabe.
Vermeiden Sie diese Pflegefehler
Verwenden Sie keine Essigessenz oder Zitronensäure für die laufende Reinigung, auch wenn diese Hausmittel beim Entkalken wirksam sind. Essig greift Gummidichtungen und Kunststoffteile an und hinterlässt einen Geruch, der sich nur schwer entfernen lässt. Für die tägliche und wöchentliche Pflege reichen warmes Wasser, Spülmittel und ein weiches Tuch.
Stellen Sie keine feuchten Teile zurück in die Maschine. Feuchte Reste in Tropfschale, Tresterbehälter oder Wassertank fördern Keime. Lassen Sie alle gereinigten Teile an der Luft trocknen, bevor Sie sie wieder einsetzen.