Wenn hartes Wasser verdunstet, bleiben Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium zurück. Sie bilden weiße Flecken, matte Schlieren oder feste Beläge auf Glasduschen und verchromten Armaturen. Glas und Chrom vertragen nicht dieselben Reinigungsmittel. Die falsche Säure oder das falsche Werkzeug hinterlässt matte Stellen oder Schlieren.
Warum Glas und Chrom unterschiedlich reagieren
Glas ist chemisch weitgehend inert, also reaktionsträge. Es verträgt Säuren gut, solange sie nicht zu lange einwirken. Chrom dagegen ist eine dünne Metallschicht auf dem Armaturenkörper. Aggressive Säuren greifen diese Schutzschicht an. Wird sie porös, setzen sich Kalk und Schmutz noch fester fest. Für Glas dürfen Sie kräftigere Mittel verwenden, für Chrom nur milde Reiniger.
In der Dusche vermischt sich Kalk mit Seifen- und Shampoorückständen. Diese Mischung, Kalkseife genannt, bildet eine härtere und schmutzigere Schicht als reiner Kalk. Sie lässt sich nur lösen, wenn der Reiniger sowohl die Mineralstoffe als auch die Fettrückstände angreift.
Die richtigen Mittel für Glas
Für Glasflächen wie Duschkabinen, Spiegel oder Fenster sind Reiniger mit Milchsäure am besten. Milchsäure löst Kalk zuverlässig, riecht dezent und greift das Glas nicht an. Sie eignet sich auch für die regelmäßige Reinigung, weil sie keine Rückstände hinterlässt, die später Schlieren bilden.
So gehen Sie mit einem Glasreiniger auf Milchsäurebasis vor: Sprühen Sie die Fläche ein, lassen Sie das Mittel kurz einwirken und wischen Sie mit einem Abzieher ab. Bei hartnäckigen Flecken rühren Sie eine Paste aus Backpulver und Wasser an und tragen sie vorsichtig mit einem weichen Schwamm auf. Die Paste wirkt leicht schleifend und löst auch ältere Beläge, ohne das Glas zu zerkratzen.
Die richtigen Mittel für Chrom
Chromoberflächen an Wasserhähnen, Duschköpfen oder Armaturen behandeln Sie am besten mit milden Reinigern. Milchsäurehaltige Badreiniger sind auch hier eine gute Wahl, weil sie den Kalk lösen, ohne die Chromschicht anzugreifen. Essig und Zitronensäure sind nur eingeschränkt geeignet: Sie entfernen den Kalk, können aber bei regelmäßiger Anwendung die Chromschicht angreifen und matte Stellen verursachen.
Für die Reinigung von Chrom gilt: Weniger ist mehr. Tragen Sie den Reiniger mit einem weichen Tuch auf, lassen Sie ihn kurz einwirken und wischen Sie mit klarem Wasser nach. Danach trocknen Sie die Fläche mit einem Mikrofasertuch, damit keine neuen Wasserflecken entstehen. Bei hartnäckigen Ablagerungen hilft ein weicher Schwamm. Verwenden Sie niemals Stahlwolle oder scheuernde Schwämme, weil sie die Chromschicht zerkratzen.
Typische Fehler, die matte Stellen und Schlieren verursachen
Der häufigste Fehler: Essig oder Zitronensäure auf Chrom. Diese Säuren lösen den Kalk, greifen aber auch die dünne Chromschicht an. Nach mehreren Anwendungen wird die Oberfläche porös, verliert ihren Glanz und wirkt matt. Auf Glas ist das Problem weniger gravierend, aber auch hier können zu aggressive Mittel oder zu langes Einwirken die Oberfläche angreifen.
Schlieren entstehen meist, wenn Sie falsch trocknen. Lassen Sie Glas oder Chrom nach der Reinigung an der Luft trocknen, bleiben die im Wasser gelösten Mineralstoffe zurück und bilden neue Flecken. Wischen Sie die Flächen deshalb immer mit einem trockenen Mikrofasertuch nach oder ziehen Sie das Wasser mit einem Abzieher ab.
Ein weiterer Fehler: Reiniger, die nicht auf das Material abgestimmt sind. Scheuermittel und kräftige Allzweckreiniger können auf Chrom Kratzer hinterlassen und auf Glas stumpfe Stellen verursachen. Lesen Sie vor dem Kauf die Herstellerhinweise und prüfen Sie, ob der Reiniger für die jeweilige Oberfläche geeignet ist.
So beugen Sie Kalkflecken vor
Ziehen Sie die Duschkabinen nach dem Duschen ab. In der Dusche fließen pro Minute vier bis sechs Liter Wasser über die Flächen. Wenn Sie das Wasser mit einem Abzieher entfernen, bleibt kein Kalk zurück, weil die Mineralstoffe mit dem Wasser ablaufen. Wischen Sie auch die Armaturen nach dem Duschen kurz mit einem trockenen Tuch ab.
Je härter das Wasser ist, desto schneller bildet sich Kalk. In Gebieten mit sehr hartem Wasser lohnt sich eine Enthärtungsanlage, die das Wasser behandelt, bevor es aus dem Hahn kommt. Alternativ hilft regelmäßiges Reinigen mit einem milden Milchsäurereiniger, damit sich erst gar keine dicken Beläge bilden.