Ein Gefrierschrank hat zwei Aufgaben: Er macht Lebensmittel lange haltbar und bewahrt sie so auf, dass Sie die Vorräte später wiederfinden. Wer die Tür öffnet und vor einem chaotischen Stapel aus Tiefkühlpizza, Erbsen und selbst Gekochtem steht, sucht länger. Er lässt die Tür offen und wirft mehr weg. Steht das Gerät in einem warmen Raum, steigt der Stromverbrauch spürbar. Ein übersichtlich eingeräumter Gefrierschrank hält die Tür kurz offen. Bei einem kühlen, gut belüfteten Aufstellort bleibt die Stromrechnung niedrig.

Gefrierschrank nach Zonen einräumen

Räumen Sie den Gefrierschrank nach Zonen ein. Legen Sie fest, welche Fächer und Schubladen für welche Lebensmittel gedacht sind, und halten Sie sich daran. Fleisch und Fisch gehören nach unten, weil dort die Temperatur am gleichmäßigsten ist und nichts auf andere Lebensmittel tropfen kann. Fertiggerichte und Suppen passen in die mittleren Fächer. Brot und Gebäck legen Sie in ein eigenes Fach, Gemüse und Obst in die Schubladen. Süßes und Eis bekommen ein kleines Fach, das Sie schnell erreichen.

Damit die Zonen funktionieren, brauchen Sie Behälter. Stabile Gefrierdosen, flache Boxen und beschriftete Gefrierbeutel halten ähnliche Dinge zusammen. So verschwinden keine kleinen Packungen hinter großen. Beschriften Sie jede Portion mit Inhalt und Datum. Ein wasserfester Stift auf dem Beutel oder ein Klebeetikett auf der Dose reicht. Die Beschriftung erspart Ihnen das Suchen. Wer nicht lesen kann, was in der Verpackung steckt, packt sie im Zweifel nicht aus und kauft doppelt ein.

Eine Inventarliste an der Tür oder an der Wand neben dem Gerät ergänzt die Beschriftung. Notieren Sie darauf, was eingefroren wurde und wann. Streichen Sie Positionen ab, sobald Sie etwas entnehmen. Das klingt nach Aufwand, spart aber die Zeit, die Sie sonst mit dem Wühlen verbringen. Zusätzlich gilt das Prinzip First in, first out. Neu Gekauftes stellen Sie nach hinten, ältere Vorräte wandern nach vorn. So verbrauchen Sie zuerst das, was am längsten liegt, und beugen Gefrierbrand und abgelaufener Haltbarkeit vor.

Ein warmer Aufstellraum kostet mehr Strom

Ein Gefrierschrank kühlt, indem er Wärme aus dem Innenraum nach außen abgibt. Steht das Gerät in einem warmen Raum, muss der Kompressor häufiger und länger arbeiten, um die Innentemperatur zu halten. Ein durchschnittliches Gerät mit 200 Litern Volumen verbraucht je nach Modell und Nutzung etwa 120 bis 230 Kilowattstunden pro Jahr. In einem warmen Aufstellraum liegt der Verbrauch am oberen Ende dieser Spanne, während er in einem kühlen Raum am unteren Ende bleibt.

Die einfachste Entscheidung ist deshalb der Standort. Ein Keller oder eine Abstellkammer eignen sich besser als die Küche, sofern der Raum trocken ist. In der Küche steht der Gefrierschrank oft neben Herd, Backofen oder Spülmaschine. Diese Geräte geben beim Betrieb Wärme ab. Auch ein Heizkörper direkt neben dem Gefrierschrank treibt den Verbrauch nach oben. Halten Sie zu allen Wärmequellen mindestens einige Zentimeter Abstand. Besser ist mehr Abstand.

Gefrierschrank aufstellen

Neben der Raumtemperatur bestimmt die Belüftung, wie viel Strom das Gerät braucht. Der Kühlkreislauf gibt die Wärme über den Kondensator an der Rückwand oder im Sockel ab. Damit die Luft dort zirkulieren kann, muss der Gefrierschrank einige Zentimeter von der Wand abgerückt stehen. Die Herstelleranleitung nennt den genauen Abstand. Verdecken Sie außerdem keine Lüftungsschlitze am Gerät, etwa durch Kartons oder Vorhänge.

Staub auf dem Kondensator wirkt wie eine Isolierschicht und lässt den Stromverbrauch steigen. Wischen Sie die Rückwand und den Sockelbereich regelmäßig ab, wenn das Gerät dafür zugänglich ist. Achten Sie beim Aufstellen darauf, dass der Raum nicht feucht ist. Feuchte Kellerluft kann am Gehäuse kondensieren und langfristig Rost verursachen. Deshalb ist ein trockener, kühler Raum die beste Umgebung.

Aufstellraum lüften und heizen

Der Raum, in dem der Gefrierschrank steht, braucht selbst etwas Pflege. Heizen Sie ihn nicht unnötig. Ein Keller oder eine Abstellkammer, in der nur das Gerät steht, muss im Winter nicht so warm sein wie ein Wohnzimmer, denn der Gefrierschrank arbeitet in einem kühlen Raum sparsamer. Allerdings ist er nicht für jede Umgebungstemperatur gebaut. Die Klimaklasse in der Bedienungsanleitung nennt den zulässigen Temperaturbereich des Aufstellraums. Achten Sie darauf, dass der Raum in diesem Bereich bleibt. Vermeiden Sie Räume, die sich im Sommer stark aufheizen. Ein Dachboden oder ein Wintergarten ist dafür meist ungeeignet.

Beim Lüften gilt: Der Raum braucht regelmäßig frische Luft, damit sich keine Feuchtigkeit staut. Gleichzeitig darf der Gefrierschrank nicht im direkten Luftzug eines dauerhaft geöffneten Fensters stehen. Ein kurzes Stoßlüften mit weit geöffnetem Fenster reicht aus. Es kühlt die Wände nicht aus. Im Sommer halten Sie den Raum möglichst kühl, zum Beispiel durch Rollläden oder geschlossene Vorhänge an Fenstern, die nach Süden zeigen.

Eis abtauen und Türdichtung prüfen

Eine dicke Eisschicht im Innenraum erhöht den Stromverbrauch. Die Kälte gelangt dann schlechter ins Innere. Tauen Sie das Gerät ab, sobald sich eine deutlich sichtbare Eisschicht gebildet hat. Legen Sie dafür die Vorräte in Kühlboxen oder in einen zweiten Gefrierschrank. Schalten Sie das Gerät aus und lassen Sie die Tür offen. Wischen Sie das Tauwasser auf, bevor es den Boden erreicht. Bei modernen Geräten mit No-Frost-Technik bildet sich kaum Eis. Auch bei diesen Geräten sollten Sie die Türdichtung prüfen.

Die Gummidichtung an der Tür ist ein häufiger Schwachpunkt. Ist sie porös oder sitzt sie nicht mehr sauber auf, entweicht kalte Luft. Der Kompressor läuft dann fast dauerhaft. Prüfen Sie die Dichtung. Klemmen Sie einen Papierstreifen zwischen Tür und Gehäuse und ziehen Sie leicht. Lässt sich der Streifen ohne Widerstand herausziehen, ist die Dichtung undicht. Sie sollte ersetzt werden. Das ist eine kleine Reparatur, die sich schnell bezahlt macht, weil sie den Stromverbrauch senkt.