Ein voller Gefrierschrank speichert die Kälte besser und verbraucht deshalb weniger Strom. Wer Lebensmittel ungeordnet hineinlegt, findet sie später nicht wieder. Außerdem bildet sich an den Wänden schneller Eis. Räumen Sie systematisch ein: erst ausräumen, dann sortieren, dann nach Zonen wieder einlegen. So bleibt jedes Paket griffbereit und weniger Lebensmittel landen im Müll.

Warum sich ein aufgeräumter Gefrierschrank lohnt

Wer den Inhalt nicht überblickt, kauft doppelt ein oder vergisst Vorräte, bis sie ungenießbar sind. Ein aufgeräumtes Gefrierfach macht beides seltener. Sie sehen auf einen Blick, was da ist, planen Mahlzeiten danach und müssen seltener einkaufen. Das spart Geld und vermeidet, dass Lebensmittel im Müll landen.

Dazu kommt der Stromverbrauch. Ein gut gefüllter Gefrierschrank muss weniger kalte Luft nachproduzieren, wenn Sie die Tür öffnen. Die gefrorenen Lebensmittel halten die Kälte. Eine dicke Eisschicht isoliert die Kühlrippen von der Luft. Der Kompressor läuft dann länger und verbraucht mehr Strom. Ab einer Eisschicht von etwa einem Zentimeter lohnt sich das Abtauen.

Ausräumen, Abtauen, Sortieren

Bevor Sie neu einräumen, leeren Sie den Gefrierschrank komplett. Machen Sie das am besten an einem Tag, an dem Sie Zeit haben und der Gefrierschrank ohnehin fast leer ist. Schalten Sie das Gerät aus. Legen Sie die Lebensmittel in Kühlboxen oder in den Kühlschrank und lassen Sie die Tür offen, damit das Eis auftaut. Legen Sie Handtücher unter das Gerät, um das Schmelzwasser aufzufangen. Lösen Sie das Eis auf keinen Fall mit einem Messer oder Schaber. Das beschädigt die Innenwände und kann Kühlleitungen treffen. Warten Sie, bis das Eis von selbst abtaut, oder stellen Sie eine Schale mit warmem Wasser hinein, um den Vorgang zu beschleunigen.

Wischen Sie die Innenwände danach mit einem feuchten Tuch und etwas Spülmittel aus. Trocknen Sie alles gründlich und schalten Sie das Gerät wieder ein. Räumen Sie die Lebensmittel erst zurück, wenn es wieder kalt ist.

Werfen Sie beim Sortieren alles weg, was Sie nicht mehr essen werden. Prüfen Sie das Mindesthaltbarkeitsdatum und den Zustand der Verpackung. Gefrierbrand erkennen Sie an grauweißen, ausgetrockneten Stellen auf Fleisch oder Gemüse. Das Essen ist dann nicht gesundheitsschädlich, aber Geschmack und Konsistenz leiden. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Produkt noch genießbar ist, werfen Sie es lieber weg. Aufgetautes rohes Fleisch oder Fisch dürfen Sie nicht wieder einfrieren, auch nicht teilweise. Nach dem Auftauen vermehren sich Bakterien, und das erneute Einfrieren stoppt sie nicht. Gekochte Speisen, die Sie nach dem Auftauen erhitzen, dürfen Sie dagegen wieder einfrieren.

Lebensmittel nach Zonen einräumen

Ein Gefrierschrank hat unterschiedlich kalte Bereiche. Am kältesten ist es im oberen Fach und an den Wänden, etwas wärmer in der Tür und in den mittleren Fächern. Nutzen Sie diese Unterschiede:

  • Oben und an den Wänden: Rohes Fleisch, Fisch und Geflügel, denn hier bleibt die Kälte am stabilsten. Lagern Sie die Pakete in Schalen oder Beuteln, damit keine Keime auf anderes Essen tropfen.
  • Mittlere Fächer: Fertiggerichte, Suppen, Soßen und eingefrorene Kräuter. Diese Produkte brauchen keine extrem tiefe Temperatur.
  • Untere Fächer und Schubladen: Gemüse, Obst, Brot und Backwaren. Brot trocknet im Kühlschrank aus. Im Gefrierfach bleibt es frisch.
  • Türfächer: Kleine Pakete wie Eiswürfel, Kräuterwürfel oder Reste, die Sie bald verbrauchen. Hier schwankt die Temperatur am stärksten, wenn Sie die Tür öffnen.

Beschriften Sie jedes Paket mit Inhalt und Einfrierdatum. Ein wasserfester Stift auf dem Gefrierbeutel oder ein Klebeetikett reicht. So wissen Sie nach Wochen noch, was in dem undurchsichtigen Behälter steckt und wie lange er schon liegt. Faustregel: Fleisch hält sich bei Tiefkühltemperatur etwa drei bis zwölf Monate, Gemüse acht bis zwölf Monate, Brot drei bis sechs Monate. Diese Zeiten sind Richtwerte, denn auch wenn das Essen nicht verdirbt, leidet die Qualität mit der Zeit.

So verhindern Sie Vereisung

Eis bildet sich, wenn feuchte Luft ins Gerät gelangt und an den kalten Wänden kondensiert. Jede Türöffnung lässt warme, feuchte Raumluft hinein. Ganz verhindern können Sie die Eisbildung nicht. Die Menge an Feuchtigkeit können Sie aber deutlich reduzieren.

Frieren Sie nur vollständig abgekühlte Speisen ein, denn warme Gerichte geben beim Abkühlen im Gefrierfach viel Feuchtigkeit ab, die sofort an den Wänden gefriert. Lassen Sie Suppen, Soßen und Reste erst auf Zimmertemperatur abkühlen, bevor Sie sie einfrieren. Das dauert nicht lange und spart außerdem Strom.

Verpacken Sie alles luftdicht, denn offene Lebensmittel geben Feuchtigkeit ab, die sich als Eis niederschlägt. Nutzen Sie Gefrierbeutel, aus denen Sie die Luft herausdrücken, oder feste Behälter mit Deckel. Lassen Sie bei flüssigen Speisen etwas Platz im Behälter, weil sich die Flüssigkeit beim Gefrieren ausdehnt.

Kontrollieren Sie die Türdichtung regelmäßig. Durch eine poröse oder verschmutzte Dichtung dringt ständig warme Luft ein. Das führt zu dicken Eisschichten und höherem Stromverbrauch. Legen Sie einen Papierstreifen zwischen Tür und Gehäuse und schließen Sie die Tür. Lässt sich der Streifen leicht herausziehen, ist die Dichtung undicht. Reinigen Sie die Dichtung mit einem feuchten Tuch und tauschen Sie sie bei Beschädigung aus.

Räumen Sie nicht zu viel auf einmal ein. Wenn Sie viele warme oder nur leicht gekühlte Lebensmittel auf einmal hineinlegen, sinkt die Temperatur im Gerät stark ab. Der Kompressor muss dann lange laufen, was ebenfalls Eisbildung begünstigt. Frieren Sie lieber in kleineren Portionen ein und warten Sie zwischen den Füllungen einige Stunden.

Wo der Gefrierschrank stehen sollte

Die Vereisung hängt auch vom Standort ab. Ein Gefrierschrank gibt an der Rückseite Wärme ab, die abgeführt werden muss. Steht das Gerät in einer engen Nische oder direkt an der Wand, staut sich dort die Wärme. Der Kompressor arbeitet härter, und die Kühlleistung sinkt. Halten Sie deshalb den vom Hersteller angegebenen Abstand zur Wand ein, meist reichen fünf bis zehn Zentimeter. Lassen Sie die Lüftungsschlitze an der Vorder- oder Rückseite frei. Stauben Sie den Kühlergrill gelegentlich ab.

Der Raum sollte kühl und trocken sein. Neben dem Herd oder der Spülmaschine bekommt der Gefrierschrank zusätzliche Wärme ab, die er wegkühlen muss. Stellen Sie ihn weder in die pralle Sonne noch direkt neben eine Heizung. Am effizientesten arbeitet er in einem unbeheizten Keller oder einer kühlen Speisekammer.