Hartes Wasser enthält gelöstes Calcium und Magnesium. Beim Erhitzen bleiben diese Stoffe als feste Kalkschicht zurück. Die Kalkschicht setzt sich in Wasserkochern, Kaffeemaschinen, Duschköpfen und an Armaturen fest. Mit der Zeit funktionieren die Geräte dadurch schlechter.
Die richtigen Hilfsmittel und eine passende Methode entfernen den Belag, ohne Oberflächen zu beschädigen. Welche Mittel sich für welche Aufgabe eignen und worauf Sie bei der Vorbereitung achten sollten, hängt vom Material und vom Gerätetyp ab.
Die Grundausstattung für die Reinigung
Bevor Sie mit dem Entkalken beginnen, prüfen Sie, was Sie schon zu Hause haben. Die meisten Werkzeuge sind bereits vorhanden, einige wenige Ergänzungen erleichtern die Arbeit deutlich.
- Mikrofasertücher eignen sich zum Abwischen von Armaturen und glatten Flächen, weil sie Wasser und gelösten Kalk aufnehmen, ohne zu kratzen.
- Eine weiche Spülbürste oder ein Schwamm mit rauer, aber nicht kratzender Oberfläche entfernt grobe Ablagerungen an Töpfen und Spülen.
- Flaschenbürsten erreichen enge Öffnungen, etwa an Ausgießern von Wasserkochern oder an Trinkflaschen.
- Eine alte Zahnbürste ist für Ecken und Fugen nützlich, an denen sich Kalk an schwer zugänglichen Stellen festsetzt.
- Gummihandschuhe schützen die Haut, wenn Sie mit Säuren wie Essig oder Zitronensäure arbeiten.
Diese Grundausstattung deckt die meisten Reinigungsaufgaben ab. Für das eigentliche Entkalken brauchen Sie zusätzlich ein geeignetes Mittel, das zur Oberfläche und zum Gerät passt.
Zitronensäure, Essig oder Entkalker
Die Wahl des Entkalkungsmittels hängt vom Material und vom Gerät ab. Die drei gängigsten Optionen sind Zitronensäure, Essig und handelsübliche Entkalker.
Zitronensäure gibt es als Pulver oder in flüssiger Form. Sie löst Kalk zuverlässig, hinterlässt kaum Geruch und ist für die meisten Haushaltsgeräte gut geeignet. Für Wasserkocher und Kaffeemaschinen ist sie eine häufige Wahl, weil sie nach dem Spülen keinen Essiggeruch hinterlässt. Lösen Sie die Zitronensäure in Wasser auf und verwenden Sie die Lösung nach der Anleitung auf dem Produkt.
Essig oder Essigessenz wirkt ebenfalls gegen Kalk, hat aber zwei Nachteile. Der Geruch bleibt nach dem Entkalken in Geräten und Räumen zurück, wenn Sie nicht gründlich nachspülen. Außerdem greift Essig bei zu hoher Konzentration Gummidichtungen und empfindliche Metallteile an. Für einfache Flächen wie Armaturen oder Duschköpfe eignet sich Essig gut. Für Kaffeemaschinen mit Dichtungen sind Zitronensäure oder ein spezieller Entkalker schonender.
Handelsübliche Entkalker enthalten oft Säuren wie Amidosulfonsäure, die Metalle weniger angreifen als reine Essigsäure. Viele Hersteller von Kaffeemaschinen und Wasserkochern empfehlen eigene Entkalker, weil diese auf die Materialien des Geräts abgestimmt sind. Wenn Sie ein teures Gerät entkalken, lohnt es sich, die Herstellerangaben zu prüfen und das empfohlene Mittel zu verwenden.
Entkalkungsmittel zum Material wählen
Nicht jede Oberfläche verträgt jede Säure gleich gut. Die wichtigste Unterscheidung betrifft Aluminium, Edelstahl, Glas und Kunststoff.
Aluminium reagiert empfindlich auf Säuren. Essig und Zitronensäure können die Oberfläche angreifen und eine graue, matte Schicht hinterlassen. Entkalken Sie Aluminiumteile daher nur mit einem milden Mittel oder verzichten Sie auf Säuren, wenn das Gerät aus Aluminium besteht. Viele Wasserkocher haben ein Innenleben aus Edelstahl, aber die Außenhülle oder einzelne Teile können aus Aluminium sein.
Edelstahl verträgt Zitronensäure und Essig in üblichen Konzentrationen gut. Spülen Sie die Fläche nach dem Entkalken mit klarem Wasser ab und reiben Sie sie trocken, damit keine Säurereste bleiben und keine neuen Wasserflecken entstehen.
Glas und Keramik sind unempfindlich gegen die üblichen Entkalkungsmittel. Hier können Sie Essig oder Zitronensäure bedenkenlos einsetzen, etwa bei Glasdeckeln von Töpfen oder bei Keramikspülen.
Kunststoff ist meist unproblematisch, solange die Säure nicht zu konzentriert ist. Achten Sie bei Kunststoffteilen darauf, dass Sie nach dem Einweichen gründlich mit Wasser nachspülen, damit keine Rückstände in Poren oder Ritzen bleiben.
Geräte zum Entkalken vorbereiten
Bevor Sie ein Gerät entkalken, bereiten Sie es richtig vor. Das spart Zeit und schützt das Gerät.
Leeren Sie den Wasserkocher oder die Kaffeemaschine vollständig. Entfernen Sie alle abnehmbaren Teile wie Filter, Siebe oder Duschköpfe und legen Sie sie separat in die Entkalkungslösung. Bei Kaffeemaschinen gehört auch der Wassertank dazu. Sie befüllen ihn mit der Lösung und lassen sie durchlaufen.
Wie stark Sie die Lösung mischen, hängt vom Mittel ab. Bei Zitronensäurepulver gilt meist die Angabe auf der Verpackung, etwa ein bis zwei Esslöffel auf einen Liter Wasser. Bei Essig mischen Sie Essig und Wasser im Verhältnis von etwa eins zu zwei. Bei handelsüblichen Entkalkern folgen Sie exakt der Dosieranleitung, weil die Mittel unterschiedlich stark konzentriert sind.
Nach dem Entkalken spülen Sie das Gerät gründlich mit klarem Wasser. Bei Wasserkochern kochen Sie einmal oder zweimal frisches Wasser auf und schütten es weg. Bei Kaffeemaschinen lassen Sie ein bis zwei volle Tanks mit klarem Wasser durchlaufen, bevor Sie wieder Kaffee zubereiten. So verhindern Sie, dass Säurereste in das Getränk oder auf die Oberfläche gelangen.
Trocknen und Lagern gegen neuen Kalk
Nach der Reinigung entscheidet das Trocknen darüber, wie schnell sich neuer Kalk bildet. Kalk entsteht, wenn Wasser auf einer Oberfläche verdunstet und die gelösten Mineralien zurückbleiben. Trocknen Sie Armaturen und Spülen daher nach jedem Gebrauch mit einem Mikrofasertuch ab. Das dauert wenige Sekunden und verhindert Wasserflecken und neue Ablagerungen.
Bei Wasserkochern lassen Sie nach dem Ausgießen den Deckel offen, damit die Restfeuchtigkeit verdunsten kann. Stehendes Wasser im Tank begünstigt nicht nur Kalk, sondern auch Keimbildung. Leeren Sie den Wasserkocher nach dem Gebrauch, wenn Sie ihn nicht täglich nutzen.
Auch die Reinigungswerkzeuge selbst müssen trocken gelagert werden. Feuchte Schwämme und Bürsten in einer geschlossenen Schublade entwickeln schnell Bakterien und unangenehme Gerüche. Hängen Sie Schwämme und Bürsten so auf, dass sie abtrocknen können, oder legen Sie sie an einen gut belüfteten Ort. Mikrofasertücher waschen Sie regelmäßig bei hoher Temperatur, damit sie sauber bleiben und ihre Saugfähigkeit behalten.