Kalk setzt sich in Wasserkocher, Waschmaschine und Geschirrspüler ab. Fett und Schmutz bleiben in Dichtungen und Filtern hängen. Feuchte Mop-Pads fangen an zu riechen. Haushaltsgeräte halten über Jahre, wenn Sie sie regelmäßig reinigen, entkalken und trocknen lassen. Die passende Methode hängt von Gerätetyp und Material ab. Eine Säure, die Edelstahl gut verträgt, kann Gummidichtungen angreifen. Ein im Test guter Reiniger schadet im falschen Gerät mehr, als er nützt.

Die Produkttests von Stiftung Warentest zeigen, wo Fehler passieren: Fast alle geprüften Waschmaschinen waschen sauber. Doch die laufenden Kosten unterscheiden sich deutlich. Einige fallen im Langzeittest durch. Geschirrspültabs reichen von gut bis mangelhaft; ein Produkt ließ sogar den Geschirrspüler ausfallen. Viele Saugroboter mit Wischfunktion zeigen Schwächen, obwohl die mitgelieferten Stationen den Wischmopp reinigen und trocknen.

Was die Gerätetests über Pflege verraten

Die Testergebnisse zeigen: Die Reinigungsleistung ist selten das Problem. Die Pflege entscheidet über die Lebensdauer. Bei Waschmaschinen reinigen fast alle Geräte die Wäsche gut. Die Unterschiede zeigen sich bei den Strom- und Wasserkosten und im Langzeittest. Geräte, die dort durchfallen, haben oft Schwächen bei Pumpe, Lager oder Elektronik. Regelmäßiges Entkalken schützt genau diese Teile. Kalk setzt sich auf dem Heizstab ab, erhöht den Energieverbrauch und beschädigt die Heizung mit der Zeit.

Bei Geschirrspültabs hat Stiftung Warentest 15 Einkammertabs geprüft, also Tabs aus einer einzigen Kammer. Mehrkammertabs verteilen Reiniger, Klarspüler und Salz auf getrennte Kammern. Einkammertabs mischen alles in einem Stück. Die Qualität der geprüften Einkammertabs reicht von gut bis mangelhaft. Einige Tabs reinigen schlecht, andere belasten das Abwasser unnötig. Ein Produkt ließ im Test den Geschirrspüler ausfallen. Die Wahl des Tabs gehört also zur Wartung des Geräts.

Bei Saugrobotern mit Wischfunktion zeigen viele Geräte Schwächen, etwa bei der Navigation oder der Wischleistung. Viele Modelle bringen eine Station mit, die den Wischmopp reinigt und trocknet. Diese Station übernimmt Arbeit, muss aber selbst gepflegt werden. Wer den Schmutzwassertank nicht leert oder das feuchte Mopp-Pad in der Station lässt, bekommt nach einigen Tagen einen üblen Geruch in der Wohnung.

Zitronensäure, Essig oder Entkalker

Kalk entsteht, wenn hartes Wasser erhitzt wird. Die im Wasser gelösten Calcium- und Magnesiumverbindungen setzen sich als feste Schicht auf Heizstäben, Leitungen und Dichtungen ab. Säuren lösen diese Schicht auf. Drei Mittel sind im Haushalt üblich: handelsübliche Entkalker, Zitronensäure und Essig. Sie sind nicht austauschbar.

Handelsübliche Entkalker enthalten oft Sulfaminsäure oder Zitronensäure und sind auf bestimmte Geräte abgestimmt. Für die Waschmaschine bietet Stiftung Warentest eine Auswahl geprüfter Entkalker an. Diese Produkte enthalten Korrosionsschutzmittel, die Metallteile schonen. Die Dosierung ist auf die Geräte abgestimmt. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, verwenden Sie für Waschmaschine und Geschirrspüler genau diese Produkte und halten Sie sich an die Herstellerangabe.

Zitronensäure als Pulver löst Kalk ebenfalls zuverlässig und ist günstig. Sie eignet sich für Wasserkocher, Kaffeemaschinen und Duschköpfe. Geben Sie die Lösung aus warmem Wasser und Zitronensäure in der auf der Packung angegebenen Dosierung in das Gerät. Lassen Sie sie einwirken und spülen Sie danach gründlich mit klarem Wasser nach. Bei Kaffeemaschinen lassen Sie mehrere Durchläufe mit klarem Wasser laufen, damit keine Säurereste im nächsten Kaffee landen.

Essig ist im Haushalt beliebt, aber die schlechteste Wahl für Geräte mit Gummi- oder Kunststoffteilen. Die Essigsäure greift Gummidichtungen, Schläuche und Aluminiumteile an. In der Waschmaschine macht Essig die Türdichtung mit der Zeit porös. Im Geschirrspüler schädigt er die Dichtungen und Kunststoffleitungen. Für reine Verkalkungen in Wasserkochern aus Edelstahl oder Glas funktioniert Essig zwar. Zitronensäure ist dort aber genauso wirksam und hinterlässt keinen Essiggeruch.

Eine Regel gilt für alle Säuren: Mischen Sie niemals Entkalker mit Chlorbleiche oder chlorhaltigen Reinigern. Die Mischung setzt Chlorgas frei, das die Atemwege reizt. Bewahren Sie Entkalker und Bleichmittel getrennt auf.

Wie oft Sie entkalken müssen, hängt von der Wasserhärte ab. In Gebieten mit hartem Wasser bildet sich schneller Kalk. Ein Anzeichen ist, wenn der Wasserkocher nach dem Aufkochen weiße Flocken zeigt oder die Kaffeemaschine langsamer durchläuft. Dann ist es Zeit. Wer wartet, bis der Heizstab vollständig verkrustet ist, braucht mehrere Durchgänge und riskiert Schäden.

Tabs, Pulver und die richtige Dosierung

Die Wahl des Reinigungsmittels beeinflusst das Ergebnis und die Lebensdauer des Geräts. Bei Geschirrspültabs zeigt der Test: Die Tabs reinigen sehr unterschiedlich. Ein Tab, der schlecht reinigt, führt zu mehr Waschgängen und damit zu mehr Verschleiß. Ein Produkt aus dem Test ließ den Geschirrspüler sogar ausfallen. Das zeigt: Die Zusammensetzung des Tabs ist wichtig.

Tabs gehören in die dafür vorgesehene Kammer in der Tür, nicht lose in den Geschirrkorb. In der Kammer lösen sie sich zum richtigen Zeitpunkt während des Hauptspülgangs. Lose im Korb fallen sie zu früh ins Wasser und lösen sich schon im Vorspülen auf. Dann fehlt die Reinigungskraft im Hauptgang.

Bei Waschmaschinen unterscheiden sich Pulver, Flüssigwaschmittel und Pods vor allem im Preis und in der Dosierung. Pulver ist in der Regel am günstigsten pro Wäsche und eignet sich gut für stark verschmutzte Wäsche. Flüssigwaschmittel löst sich auch bei niedrigen Temperaturen sofort auf und ist für kurze Programme besser geeignet. Pods sind bequem, aber die teuerste Variante. Die laufenden Kosten unterscheiden sich laut den Gerätetests deutlich. Die Wahl des Waschmittels trägt dazu bei.

Die richtige Dosierung hängt von der Wasserhärte, der Verschmutzung und der Beladung ab. Zu viel Waschmittel hinterlässt Rückstände in der Maschine, die mit der Zeit verkleben und schlecht riechen. Zu wenig Waschmittel führt bei hartem Wasser zu grauer Wäsche. Die Dosiertabelle auf der Verpackung nennt die Mengen für weiches, mittleres und hartes Wasser. Wenn Sie die Wasserhärte von Ihrem örtlichen Versorger kennen, können Sie die richtige Spalte wählen.

Die Maschine selbst braucht gelegentlich eine Reinigung ohne Wäsche. Ein leerer Kochgang mit einem maschinengeeigneten Reiniger oder mit Zitronensäure entfernt Fett- und Waschmittelreste aus Laugenbehälter und Schläuchen. Nehmen Sie die Schublade für das Waschmittel regelmäßig heraus und reinigen Sie sie unter fließendem Wasser. Dort sammeln sich Reste und Schimmel. Kontrollieren Sie auch das Flusensieb am unteren Rand der Frontlader. Es fängt Münzen, Haare und Knöpfe, die sonst die Pumpe blockieren.

Lagern und Trocknen der Geräte

Feuchtigkeit ist der häufigste Grund für Geruch und Schimmel in Haushaltsgeräten. Wer die Geräte nach der Benutzung trocken lagert, vermeidet die meisten Probleme.

Lassen Sie die Waschmaschine nach jedem Waschgang die Tür einen Spalt offen, damit die Gummidichtung trocknen kann. Die Dichtung wischen Sie ab und zu mit einem trockenen Tuch aus, denn in den Falten bleibt Wasser stehen. Die Waschmittelschublade lässt sich herausziehen und trocknet schneller, wenn sie offen steht. Bleibt die Maschine geschlossen, wird sie innen nicht trocken, und die Restfeuchte bildet zusammen mit Waschmittelresten einen Nährboden für Bakterien.

Beim Geschirrspüler gilt Ähnliches. Lassen Sie die Tür nach dem Programm einen Spalt offen, damit der Innenraum austrocknet. Der Siebboden im Inneren sammelt Speisereste und sollte regelmäßig herausgenommen und unter fließendem Wasser gereinigt werden. Die Gummidichtung der Tür wischen Sie gelegentlich ab. Dort setzen sich Fett und Kalk ab.

Bei Saugrobotern mit Wischfunktion übernimmt die Station das Reinigen des Mopp-Pads. Das funktioniert nur, wenn die Station eine Trocknungsfunktion hat. Hat sie keine, bleibt das Pad feucht und fängt an zu riechen. Dann nehmen Sie das Pad nach jedem Einsatz heraus und lassen es an der Luft trocknen. Den Schmutzwassertank der Station spülen Sie nach dem Leeren kurz aus, sonst setzen sich Bakterien am Tankrand fest.

Für Wäschetrockner gilt seit Juli 2025 eine strengere Energiekennzeichnung. Die neuen Energieklassen machen den Stromverbrauch besser vergleichbar, ändern aber nichts an der täglichen Pflege. Reinigen Sie das Flusensieb nach jedem Trockengang, denn verstopfte Siebe verlängern die Trockenzeit und erhöhen den Stromverbrauch. Leeren Sie den Kondensatbehälter, bevor er voll ist. Überladen Sie die Maschine nicht, sonst knittert die Wäsche und trocknet ungleichmäßig.

Auch Reinigungsmittel brauchen einen festen Platz. Lagern Sie Säuren wie Entkalker oder Essig getrennt von chlorhaltigen Reinigern, am besten in den Originalbehältern mit dichtem Verschluss. Wer Mittel in andere Flaschen umfüllt, riskiert, dass sie später mit dem falschen Mittel verwechselt werden.

Welche Methode für welche Aufgabe

Die folgende Übersicht fasst zusammen, welches Mittel für welche Aufgabe geeignet ist und worauf Sie achten sollten.

Aufgabe Geeignetes Mittel Worauf Sie achten müssen
Wasserkocher entkalken Zitronensäure oder handelsüblicher Entkalker Nach dem Entkalken mit klarem Wasser nachspülen
Kaffeemaschine entkalken Handelsüblicher Entkalker oder Zitronensäure Mehrere Durchläufe mit klarem Wasser laufen lassen
Waschmaschine entkalken Geprüfter Entkalker nach Herstellerangabe Keinen Essig verwenden, er greift Gummidichtungen an
Geschirrspüler reinigen Geprüfter Geschirrspültab, Filter regelmäßig reinigen Tabs in die Kammer legen, Tür nach dem Programm offen lassen
Saugroboter-Station pflegen Schmutzwassertank leeren, Mopp-Pad trocknen lassen Ohne Trocknungsfunktion das Pad herausnehmen
Wäschetrockner pflegen Flusensieb nach jedem Gang reinigen, Kondensatbehälter leeren Gerät nicht überladen, sonst verlängert sich die Trockenzeit

Die Tabelle ersetzt nicht die Anleitung des Herstellers. Wenn die Bedienungsanleitung eine bestimmte Pflege vorschreibt, hat sie Vorrang, denn die Hersteller kennen die Materialien und die zulässigen Mittel ihres Geräts.