Wer Kühlschrank, Spülmaschine und Ofen regelmäßig pflegt, verlängert ihre Lebensdauer und vermeidet teure Reparaturen. Wie viel Zeit und Geld die Pflege kostet und welche Methode sich lohnt, hängt vom Gerät, vom Verschmutzungsgrad und davon ab, ob Sie selbst Hand anlegen oder automatische Programme nutzen.

Warum Pflege sich lohnt

Regelmäßige Wartung lässt Geräte länger halten und senkt den Stromverbrauch. Ein Kühlschrank mit vereistem Innenraum braucht mehr Strom, um die Temperatur zu halten. Eine Spülmaschine mit verstopftem Filter spült schlechter und braucht mehr Energie für das gleiche Ergebnis. Wer diese Probleme früh erkennt und behebt, spart sich später die Kosten für teure Reparaturen oder einen Neukauf.

Die Pflege selbst kostet wenig, wenn Sie Hausmittel und einfache Werkzeuge verwenden. Ein Eimer Wasser, ein Tuch, etwas Spülmittel und Essig reichen für die meisten Aufgaben. Der Zeitaufwand bleibt überschaubar, wenn Sie die Reinigung fest einplanen.

Kühlschrank: Dichtungen und Abtauen

Beim Kühlschrank gibt es drei Aufgaben: Türdichtungen prüfen, Innenraum reinigen und bei Bedarf abtauen. Die Dichtungen sollten Sie regelmäßig mit einem feuchten Tuch abwischen und auf Risse prüfen. Eine undichte Dichtung lässt kalte Luft entweichen, der Kompressor läuft häufiger und der Stromverbrauch steigt.

Das Abtauen ist nur bei Geräten mit manueller Abtauung nötig. Eine Eisschicht von wenigen Millimetern erhöht den Energieverbrauch spürbar. Planen Sie dafür etwa eine halbe Stunde ein. Schalten Sie das Gerät aus und räumen Sie die Lebensmittel in eine Kühlbox. Lassen Sie die Eisschicht auftauen und wischen Sie das Wasser auf. Bei modernen No-Frost-Geräten, die von selbst eisfrei bleiben, entfällt dieser Schritt.

Den Innenraum reinigen Sie mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Verzichten Sie auf aggressive Reiniger, denn sie greifen die Oberflächen an. Für hartnäckige Flecken hilft eine Paste aus Backpulver und Wasser, die Sie kurz einwirken lassen und dann abwischen.

Spülmaschine: Filter und Sprüharme

Die Spülmaschine braucht vor allem saubere Filter und freie Sprüharme. Der Filter am Boden des Innenraums sammelt Speisereste. Spülen Sie ihn nach jedem Spülgang kurz unter fließendem Wasser ab. Einmal pro Monat reinigen Sie gründlicher: Filter ausbauen, einweichen und mit einer weichen Bürste säubern.

Nehmen Sie die Sprüharme ab und befreien Sie die Düsen mit einem Zahnstocher oder einer feinen Nadel von Ablagerungen. Verkalkte Düsen verteilen das Wasser ungleichmäßig, das Geschirr wird nicht sauber. Die Gummidichtungen an der Tür wischen Sie mit einem feuchten Tuch ab, um Schimmelbildung zu vermeiden.

Lassen Sie das Gerät regelmäßig leer mit einem Spülmaschinenreiniger oder einer Tasse Essig im oberen Fach laufen. Das entkalkt das Gerät und entfernt Fettreste. Das kostet wenig Zeit, etwa fünf Minuten für das Einfüllen, und verhindert, dass sich Kalk an Heizstab und Wänden festsetzt.

Ofen: Pyrolyse, Hydrolyse oder von Hand

Moderne Backöfen haben oft automatische Reinigungsprogramme wie Pyrolyse oder Hydrolyse. Bei der Pyrolyse erhitzt der Ofen den Innenraum auf sehr hohe Temperaturen. Speisereste verbrennen zu Asche, die Sie später nur noch auswischen. Das dauert je nach Gerät ein bis zwei Stunden und verbraucht entsprechend Strom. Die Hydrolyse arbeitet mit Dampf bei niedrigeren Temperaturen. Sie dauert kürzer und ist sparsamer, löst aber nur leichte Verschmutzungen.

Wer den Ofen von Hand reinigt, sollte auf scheuernde Mittel verzichten. Sie zerkratzen die Emaille-Oberfläche, daran haftet Schmutz künftig noch fester. Eine Paste aus Backpulver und Wasser löst hartnäckige Rückstände, wenn Sie sie zwanzig Minuten einwirken lassen und dann mit einem Schwamm abreiben. Für eingebrannte Reste wärmen Sie den Ofen vorher kurz an, damit sich der Schmutz löst.

Die manuelle Reinigung dauert eine halbe bis ganze Stunde, je nach Verschmutzungsgrad. Die automatischen Programme laufen von selbst, kosten aber Energie. Starten Sie sie nur bei Bedarf.

Lohnt sich ein Entkalkungssystem?

In Regionen mit hartem Wasser setzt sich Kalk schneller an Geräten und Armaturen ab. Hartes Wasser ist gesundheitlich unbedenklich, hinterlässt aber weiße Flecken und verkrustet die Heizstäbe von Waschmaschine, Spülmaschine und Wasserkocher. Ein Entkalkungssystem in der Wasserleitung reduziert den Kalkgehalt des Wassers und schützt alle angeschlossenen Geräte.

Die Anschaffung kostet einmalig Geld und die Installation übernimmt ein Fachbetrieb; dafür müssen Sie die einzelnen Geräte seltener entkalken und die Geräte selbst halten länger. Ob sich die Investition lohnt, hängt von der Wasserhärte in Ihrer Region und der Anzahl der Geräte ab. In einem Einfamilienhaus mit mehreren Haushaltsgeräten rechnet sich das System eher als in einer kleinen Mietwohnung.

Für den gelegentlichen Gebrauch reichen handelsübliche Entkalker auf Zitronensäurebasis. Lassen Sie sie in den Geräten laufen. Sie kosten wenig, müssen aber regelmäßig angewendet werden, um zu wirken.

Zeitaufwand einplanen

Die Pflege lässt sich gut in den Alltag einbauen, wenn Sie feste Routinen schaffen. Nach jedem Gebrauch spülen Sie die Filter der Spülmaschine kurz ab, das dauert keine Minute. Einmal pro Woche wischen Sie die Türdichtungen des Kühlschranks ab, während Sie ohnehin in der Küche stehen. Für die gründliche Reinigung von Spülmaschine und Kühlschrank nehmen Sie sich einmal im Monat eine Stunde Zeit.

Der Ofen braucht nur dann Pflege, wenn er sichtbar verschmutzt ist. Wer regelmäßig kocht, sollte mindestens alle zwei Monate gründlich reinigen. Bei starker Nutzung oder häufigem Braten ist ein kürzeres Intervall sinnvoll.

Wer wenig Zeit hat, nutzt automatische Programme und milde Reinigungsmittel. Die laufen nebenbei, kosten aber Strom und Reinigungszusätze. Wer sparen will, reinigt von Hand mit Hausmitteln und nimmt dafür etwas mehr Zeit in Kauf.