Speisereste und Feuchtigkeit in Ecken, Dichtungen und Deckelrillen lassen die Brotdose riechen. Bleibt die Dose feucht und geschlossen liegen, bildet sich Schimmel.
Spülen Sie die Dose nach jedem Gebrauch aus, reinigen Sie sie einmal pro Woche gründlich und lagern Sie sie immer vollständig trocken. Wer diese Regel einhält, verhindert die meisten Gerüche.
Nach jedem Gebrauch ausspülen
Reinigen Sie die Brotdose direkt nach dem Essen mit warmem Wasser und etwas Spülmittel. Ein Schwamm oder eine weiche Bürste entfernt Rückstände in Ecken, Kanten und an der Dichtung. Spülen Sie anschließend gründlich nach, damit kein Spülmittelfilm zurückbleibt. Fettreste von belegten Broten oder Joghurt sind besonders hartnäckig. Sie werden beim nächsten Gebrauch ranzig und verursachen den typischen Geruch.
Einmal pro Woche gründlich reinigen
Das kurze Ausspülen allein reicht auf Dauer nicht aus. Legen Sie die Dose einmal pro Woche in warmes Wasser und geben Sie einen Schuss weißen Essig oder einen Esslöffel Natron dazu. Nach dem Einweichen spülen Sie Fettränder und Verfärbungen mit einem Schwamm ab. Essig neutralisiert Gerüche und wirkt desinfizierend, Natron löst hartnäckige Beläge. Für die meisten Brotdosen aus Kunststoff, Edelstahl oder Glas sind beide Mittel unbedenklich. Bei Holz oder lackierten Flächen testen Sie die Lösung zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Schimmel sicher entfernen
Hat sich Schimmel gebildet, leeren Sie die Dose zuerst über dem Mülleimer und entsorgen Sie die befallenen Speisereste. Wischen Sie die betroffenen Stellen mit einem in Essig getränkten Tuch ab. Bei starkem Befall füllen Sie die Dose mit Essig und lassen sie mehrere Stunden stehen, bevor Sie sie ausleeren und normal reinigen. Essig ist ein natürliches Desinfektionsmittel und entfernt die meisten Schimmelsporen von glatten Oberflächen.
Für die Desinfektion danach eignet sich medizinischer Alkohol mit hohem Ethanolgehalt, weil er Schimmelsporen abtötet. Haushaltsüblicher Schnaps oder Likör hat einen zu niedrigen Alkoholgehalt und ist dafür ungeeignet. Tragen Sie den Alkohol mit einem Tuch auf, lassen Sie ihn kurz einwirken und wischen Sie die Dose anschließend aus.
Spülmaschine nur nach Prüfung
Ob die Brotdose in die Spülmaschine darf, steht auf der Unterseite oder auf der Verpackung. Hitze und Dampf können Kunststoff verformen und Dichtungen porös machen. Ist die Dose nicht als spülmaschinenfest gekennzeichnet, reinigen Sie sie von Hand. Das gilt besonders für Dosen mit Gummidichtung oder Verschlussklappen, weil diese Teile in der Spülmaschine schneller altern und dadurch ihre Dichtwirkung verlieren.
Trocknen, lüften und lagern
Stellen Sie die gereinigte Dose mit offenem Deckel an einen warmen, gut belüfteten Ort, bis sie ganz trocken ist. Vollständiges Trocknen ist der wichtigste Schritt gegen Geruch und Schimmel, denn eine feuchte Dose nimmt Gerüche schneller auf, und in geschlossenen Behältern entsteht bei Restfeuchte schnell Schimmel. Ein Abtropfgestell in der Nähe der Heizung beschleunigt das Trocknen, solange die Dose nicht direkt auf der heißen Oberfläche liegt.
Lagern Sie die Dose offen oder mit leicht geöffnetem Deckel im Schrank. In einem dicht geschlossenen Küchenschrank staut sich Feuchtigkeit, und eine Dose trocknet nach dem Abwaschen nur langsam. Packen Sie außerdem kein warmes Essen ein und verschließen Sie die Dose sofort. Der Dampf kondensiert am Deckel und hinterlässt einen feuchten Film, auf dem sich Keime vermehren. Lassen Sie warme Speisen erst abkühlen oder öffnen Sie den Deckel kurz, bis der Dampf entweichen kann.
Gerüche neutralisieren
Riecht die Dose trotz gründlicher Reinigung noch, legen Sie einen offenen Teebeutel oder etwas Natron in die leere, geschlossene Dose und lassen Sie sie über Nacht stehen. Tee und Natron binden Gerüche, ohne das Material anzugreifen. Am nächsten Morgen spülen Sie die Dose kurz aus. Bei hartnäckigen Gerüchen wiederholen Sie die Prozedur, bevor Sie die Dose wieder benutzen.