Eine Brotdose, die beim Auspacken nach altem Käse oder Tomatensoße riecht, wird durch schnelles Abspülen nicht sauber. Der Geruch sitzt in Fettresten, feinen Kratzern und vor allem in der Gummidichtung. Feuchtigkeit ist das zweite Problem. Wer die Küche nach dem Kochen nicht lüftet, lässt Wasserdampf und Gerüche im Raum. Feuchte Luft macht auch saubere Brotdosen wieder muffig.
Reinigen Sie die Dose gründlich und lüften Sie die Küche nach dem Kochen kurz und intensiv. So setzen sich Feuchtigkeit und Gerüche nicht fest. Das schont Material und Heizenergie.
Warum die Dose trotz Waschen riecht
Fett und Eiweiß aus Käse, Wurst, Fisch oder Tomatensoße bleiben auch nach dem Spülen in mikrofeinen Kratzern und an der Dichtung zurück. In der geschlossenen Dose entsteht daraus ein feuchtwarmes Milieu. Darin wachsen Bakterien und Hefen. Sie bilden unangenehme Gerüche. Kunststoff nimmt diese Geruchsstoffe leicht auf, Silikondichtungen noch stärker als Deckel oder Boden.
Waschen Sie die Dose deshalb direkt nach dem Auspacken mit warmem Wasser und etwas Spülmittel aus. Je kürzer die Reste einwirken, desto weniger setzt sich in der Dichtung fest.
Nach Material reinigen
Nicht jede Methode passt zu jeder Dose. Kunststoff, Silikon, Edelstahl und Holz vertragen unterschiedliche Reiniger und Temperaturen.
Kunststoff: Die meisten Brotdosen aus Kunststoff vertragen warmes Wasser und Spülmittel. Ob sie in die Spülmaschine dürfen, steht am Boden der Dose oder auf der Verpackung. Hohe Temperaturen können dünnen Kunststoff verformen. Bei hartnäckigen Gerüchen hilft eine Paste aus Natron und etwas Wasser. Lassen Sie die Paste über Nacht in der geschlossenen Dose stehen und spülen Sie sie am nächsten Tag gründlich aus. Auch Essigwasser entfernt Rückstände. Spülen Sie die Dose danach einmal normal aus, damit nichts nach Essig schmeckt.
Silikondichtungen und -einsätze: Nehmen Sie die Dichtung regelmäßig heraus und waschen Sie sie separat. Sie saugt Gerüche am stärksten auf, und normales Abspülen reinigt sie oft nur oberflächlich. Natronpaste hilft auch hier. Trocknen Sie die Dichtung vor dem Wiedereinsetzen vollständig.
Edelstahl: Edelstahldosen sind unempfindlicher, aber nicht gegen alles gefeit. Scheuermittel und Stahlwolle hinterlassen Kratzer, in denen sich wiederum Reste festsetzen. Ein weicher Schwamm, Spülmittel und bei Bedarf Natronpaste reichen aus. Saure Reiniger wie Essig sollten Sie nicht über längere Zeit einwirken lassen, weil sie die Oberfläche angreifen können.
Holz: Lassen Sie Dosen oder Einsätze aus Holz niemals im Wasser stehen. Holz saugt sich voll, quillt und bekommt Risse. Ein feuchtes Tuch mit Spülmittel und anschließendes sofortiges Trocknen reichen. Bei Geruch hilft es, die Dose an der Luft ausdünsten zu lassen.
Gerüche dauerhaft loswerden
Wenn die Dose nach dem normalen Waschen immer noch riecht, liegt es fast immer an der Dichtung, an den Ecken oder an einem feuchten Innenraum. Trocknen Sie die Dose nach dem Spülen mit einem Tuch ab und lassen Sie den Deckel offen, bis alles trocken ist. Wer die Dose feucht verschließt, erzeugt das nächste Geruchsproblem schon beim Wegräumen.
Natron und Essig sind die üblichen Hausmittel gegen eingezogene Gerüche. Natron neutralisiert säurehaltige Geruchsstoffe, Essig löst fettige Rückstände. Spülen Sie beide danach gründlich aus. Auch direktes Sonnenlicht auf der sauberen, geöffneten Dose hilft gegen Gerüche, kann aber bei manchen Kunststoffen die Farbe verändern. Riecht die Dose nach der Reinigung immer noch, prüfen Sie, ob die Dichtung beschädigt ist oder sich in einer Ecke ein Riss gebildet hat. In dem Fall hilft nur ein neues Teil.
Nach dem Kochen richtig lüften
Die saubere Dose allein hilft nicht, wenn die Küche feucht bleibt. Beim Kochen entsteht viel Wasserdampf, vor allem beim Nudelwasser, bei Suppen und beim Abwaschen. Dieser Dampf verteilt sich in der Raumluft. An den kühlsten Flächen kondensiert er: an Fensterscheiben, Fliesenfugen, Außenwänden und in Ecken. Anhaltende Feuchtigkeit ist die Grundlage für Schimmel. Die Küche braucht deshalb nach dem Kochen einen schnellen Luftaustausch.
Stoßlüften heißt: öffnen Sie das Fenster weit, am besten gegenüberliegende Fenster oder die Tür, sodass ein Durchzug entsteht. Lassen Sie die feuchte Luft einige Minuten heraus. Im Winter reichen wenige Minuten, weil der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen groß ist und die Luft schnell ausgetauscht wird. Im Sommer dauert es länger, weil die Luft draußen selbst feucht und warm sein kann. Drehen Sie die Heizung während des Lüftens kurz herunter und danach wieder hoch, damit die Wärme nicht ungenutzt nach draußen zieht.
Ein dauerhaft gekipptes Fenster ist der falsche Weg. Es kühlt die Wände aus, tauscht aber nur wenig Luft. An den kalten Wänden kondensiert danach umso schneller Feuchtigkeit. Wenn die Küche eine Tür hat, halten Sie sie während und nach dem Kochen geschlossen, damit die feuchte warme Luft nicht in kühlere Räume zieht und dort an den Wänden kondensiert.
Wo Feuchtigkeit und Schimmel entstehen
Kondenswasser zeigt sich zuerst an Fenstern, an Außenwänden, in Raumecken und hinter großen Möbeln. In der Küche kommen die Bereiche unter der Spüle, hinter dem Kühlschrank und die Silikonfugen am Waschbecken dazu. Bilden sich dort schwarze Flecken, ist die Feuchtigkeit das eigentliche Problem. Wer nur den Schimmel abwischt, aber nicht anders lüftet, sieht ihn nach ein paar Wochen wieder.
Möbel sollten nicht direkt an einer Außenwand stehen. Ein kleiner Abstand reicht, damit Luft zirkulieren kann. Feuchte Lappen und Schwämme gehören nicht in den geschlossenen Unterschrank, sondern an einen Ort, an dem sie trocknen können. Ein nasses Geschirrtuch, das in der Küche hängt, gibt über Stunden Feuchtigkeit an die Luft ab.