Falsch gelagertes Brot trocknet aus, wird hart oder schimmelt. Es gehört an einen trockenen, kühlen und gut belüfteten Ort. Am besten bewahren Sie es in einem Brotkasten aus Holz oder Keramik auf. Der Kühlschrank ist ungeeignet, weil er dem Brot Feuchtigkeit entzieht und es schneller altbacken macht.
Wer die Küche regelmäßig lüftet und den Brotkasten sauber hält, beugt Schimmel vor und muss seltener Brot wegwerfen.
Kühlschrank trocknet Brot aus
Der Kühlschrank entzieht dem Brot Feuchtigkeit und trocknet es schneller aus. Brot, das bei Kühltemperatur liegt, schmeckt schon nach kurzer Zeit trocken und krümelig. Lagern Sie Brot deshalb bei Zimmertemperatur.
Bei sehr feuchtem Wetter schimmelt Brot auf der Arbeitsfläche schneller. Dann kaufen Sie besser kleinere Mengen, statt einen ganzen Laib über mehrere Tage aufzubewahren.
Brotkasten wählen und richtig platzieren
Ein Brotkasten schützt das Brot vor dem Austrocknen und hält die Feuchtigkeit im richtigen Maß. Brotkästen gibt es aus Holz, Steingut, Kunststoff, Metall und Keramik. Holz und Keramik eignen sich am besten, weil sie Feuchtigkeit aufnehmen und langsam wieder abgeben. So bleibt die Kruste länger knusprig. Der Kasten darf nicht luftdicht schließen, damit überschüssige Feuchtigkeit entweichen kann.
Plastikfolie und Plastikbeutel sind für unverpacktes Brot ungeeignet. Sie schließen die Feuchtigkeit ein, die Kruste wird weich, und Schimmel bildet sich schneller.
Der Brotkasten gehört auf die Küchenarbeitsfläche. Der Platz sollte trocken sein, eine gleichbleibende Temperatur haben und gut belüftet sein. Ein geschlossener Schrank oder eine Schublade ist ungeeignet, weil dort die Luft nicht zirkuliert. Auch die Fensterbank ist kein guter Ort, denn Sonneneinstrahlung und Temperaturschwankungen lassen das Brot schneller austrocknen.
Reinigen Sie den Brotkasten regelmäßig. Krümel und Feuchtigkeitsreste sind ein idealer Nährboden für Schimmelsporen. Wischen Sie den Kasten mit warmem Wasser oder einer milden Essiglösung aus und lassen Sie ihn vollständig trocknen, bevor Sie neues Brot hineinlegen.
Welches Brot wie lange frisch bleibt
Nicht jedes Brot hält gleich lange. Je höher der Roggenanteil, desto länger bleibt das Brot frisch. Vollkorn- und Roggenbrote halten sich bis zu neun Tage, weil ihr höherer Säuregehalt Schimmelbildung auf natürliche Weise bremst. Weizenbrot trocknet schneller aus und bleibt nur etwa drei Tage frisch. Mischbrote liegen dazwischen.
Abgepacktes Schnittbrot aus dem Supermarkt ist ein Sonderfall. Es hält in der Originalplastikverpackung deutlich länger, weil es vor dem Verpacken erhitzt oder mit Konservierungsmitteln behandelt wurde. Diese Behandlung muss auf der Verpackung angegeben sein. Nach dem Öffnen sollten Sie Schnittbrot wie frisches Brot behandeln und zügig aufbrauchen.
Richtig lüften gegen Schimmel
Schimmel entsteht dort, wo es feucht und warm ist. Die Küche ist dafür ein klassischer Ort, weil beim Kochen und Spülen viel Wasserdampf entsteht. Bleibt dieser Dampf in der Wohnung, entsteht ein Klima, in dem sich Schimmel auch im Brotkasten ausbreitet.
Lüften Sie die Küche deshalb mehrmals täglich. Öffnen Sie die Fenster weit und lassen Sie für einige Minuten Durchzug entstehen. Am effektivsten ist Querlüften, also Fenster und Tür gleichzeitig öffnen. Die Kippstellung über längere Zeit bringt weniger, weil dabei kaum Luft ausgetauscht wird und die Wände auskühlen. Lüften Sie direkt nach dem Kochen, solange die feuchte Luft noch in der Küche ist.
Auch der Brotkasten selbst braucht Luft. Legen Sie kein warmes Brot hinein, denn der austretende Dampf kondensiert am Deckel und hinterlässt Feuchtigkeit. Lassen Sie frisches Brot erst vollständig auskühlen. Wenn sich im Kasten Kondenswasser bildet, wischen Sie es ab und lassen Sie den Kasten kurz offen stehen, damit er trocknet.
In sehr feuchten Wohnungen hilft es, Brot in kleineren Mengen zu kaufen oder einen Teil einzufrieren. Eingefrorenes Brot taut bei Zimmertemperatur oder im Toaster schnell auf.
Schimmeliges Brot gehört in den Müll
Wenn sich auf dem Brot Schimmel zeigt, gehört das ganze Brot in den Müll. Die sichtbaren Stellen sind nur ein Teil des Problems: Die Pilzfäden durchziehen den porösen Teig unsichtbar, auch dort, wo noch nichts zu sehen ist. Das betroffene Stück abzuschneiden macht den Rest nicht genießbar.
Bessere Lagerung lohnt sich auch wegen der Menge. Laut einer Studie des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft wirft jeder Mensch in Deutschland pro Jahr durchschnittlich 55 Kilogramm Lebensmittel weg. Brot und Backwaren machen einen erheblichen Teil davon aus. Ein großer Teil davon landet im Müll, weil es ausgetrocknet oder geschimmelt ist.