Alte Elektrogeräte gehören nicht in den Hausmüll, Verpackungsabfall oder grundsätzlich in den Sperrmüll. Das gilt auch für Toaster, Kabel, Router, elektrische Zahnbürsten und Kopfhörer. Die getrennte Rückgabe spart Rohstoffe und senkt die Brandgefahr durch Schadstoffe oder beschädigte Akkus.
Prüfen Sie vor der Fahrt, ob Sie ein Elektrogerät, eine lose Batterie, einen fest eingebauten Akku, eine Lampe oder ein beschädigtes Gerät abgeben. Davon hängen die Vorbereitung, der Rückgabeweg und der sichere Transport ab. Für große oder ungewöhnliche Geräte können örtliche Sammelstellen zusätzliche Regeln haben.
Geräte sicher vorbereiten
Schalten Sie das Gerät vollständig aus und trennen Sie es vom Stromnetz. Lagern Sie es bis zur Abgabe trocken. Beim Transport darf es nicht herunterfallen oder beschädigt werden. Öffnen Sie das Gehäuse nicht. Schneiden Sie keine Kabel ab und hebeln Sie keine Akkus heraus.
Lose Batterien und Akkus nehmen Sie nur dann aus dem Gerät, wenn das ohne Werkzeug, ohne große Kraft und ohne Beschädigung möglich ist. Ein herausnehmbarer Akku aus einem Elektrowerkzeug kann meist separat zur Batteriesammlung gebracht werden. Ein verklebter Akku in einem Smartphone, Tablet, Kopfhörer oder Akkustaubsauger bleibt dagegen im Gerät. Das gesamte Produkt kommt zur Elektroaltgeräte-Sammelstelle.
Sichern Sie persönliche Daten vor der Rückgabe und löschen Sie sie vom Gerät. Das betrifft besonders Smartphones, Tablets, Computer, Kameras, Spielekonsolen, Drucker, Festplatten, USB-Speicher und Smart-Home-Geräte. Melden Sie Ihre Konten ab, entfernen Sie Gerätesperren und Cloud-Verknüpfungen. Wenn das Gerät noch funktioniert, setzen Sie es auf die Werkseinstellungen zurück. Entnehmen Sie außerdem SIM-Karten und Speicherkarten.
Ein einfacher Reset löscht auf einem defekten oder nicht mehr startfähigen Datenträger nicht unbedingt alle Daten. Öffnen oder zerlegen Sie das Gerät deshalb nicht selbst, wenn es sensible Informationen enthält. Holen Sie bei Bedarf fachkundigen Rat ein.
Lampen können ebenfalls eine besondere Vorbereitung benötigen. Leuchtstofflampen, Energiesparlampen und LED-Lampen werden getrennt gesammelt. Nehmen Sie eine Lampe nur dann zerstörungsfrei aus einer Leuchte, wenn sie ohne größeren Aufwand zugänglich ist. Glüh- und Halogenlampen werden häufig anders behandelt. Bei Unsicherheit hilft die örtliche Abfallberatung.
Die richtige Rückgabestelle finden
Für private Haushalte sind kommunale Wertstoffhöfe, Recyclinghöfe und mobile Sammelstellen die wichtigsten Rückgabestellen. Elektroaltgeräte können Sie dort grundsätzlich kostenlos abgeben. Öffnungszeiten, Mengenbegrenzungen und Zufahrtsregeln sind je nach Kommune unterschiedlich.
Prüfen Sie vor der Fahrt, ob die ausgewählte Stelle Ihr Gerät annimmt. Das ist besonders bei großen Haushaltsgeräten, Photovoltaikmodulen, großen Fahrrad- oder Pedelec-Akkus, beschädigten Lithium-Akkus und außergewöhnlich großen Mengen wichtig. Nutzen Sie dafür die Website des örtlichen Abfallwirtschaftsbetriebs, einen kommunalen Wertstoffhof-Finder oder einen Rückgabefinder für Elektroaltgeräte. In besonderen Fällen hilft ein kurzer Anruf.
Auch größere Händler müssen bestimmte Altgeräte zurücknehmen. Verkauft ein Händler auf mindestens 400 Quadratmetern Verkaufsfläche Elektro- und Elektronikgeräte, muss er beim Kauf eines neuen Geräts ein altes Gerät derselben Geräteart kostenlos annehmen. Kleine Altgeräte mit höchstens 25 Zentimetern Kantenlänge müssen verpflichtete Händler grundsätzlich auch ohne Neukauf kostenlos zurücknehmen. Dabei dürfen Sie höchstens drei Geräte derselben Geräteart abgeben.
Die Regel gilt auch für bestimmte Lebensmittelhändler mit ausreichend großer Gesamtverkaufsfläche, wenn sie regelmäßig Elektrogeräte anbieten. Trotzdem nimmt nicht jede Filiale automatisch jedes Gerät an. Fragen Sie bei großen, ungewöhnlichen oder beschädigten Geräten vorher nach und beachten Sie die Hinweise am Geschäft.
Beim Onlinekauf gelten besondere Rückgaberegeln. Bei bestimmten Großgeräten muss der Händler eine kostenlose Abholung des alten Geräts ermöglichen, wenn Sie ein entsprechendes neues Gerät kaufen. Vereinbaren Sie die Abholung bereits beim Kauf und klären Sie, ob das Altgerät am Aufstellort bereitstehen muss oder andere Voraussetzungen gelten.
Für Waschmaschinen, Trockner, Kühlschränke, Gefriergeräte, Elektroherde und Geschirrspüler eignet sich der kommunale Wertstoffhof oder die Rücknahme beim Kauf eines gleichartigen Neugeräts. Kühl- und Gefriergeräte sowie Klimageräte enthalten Kältemittel und gehören deshalb nicht in eine beliebige Schrottsammlung. Wählen Sie eine Stelle, die diese Gerätekategorie ausdrücklich annimmt.
Sperrmüll ist kein allgemeiner Ausweg für Elektrogeräte. Verwenden Sie ihn nur, wenn Ihre Kommune ausdrücklich eine Elektroaltgeräte-Sammlung über diesen Weg anbietet und die Anmeldung das Gerät einschließt. Stellen Sie Elektrogeräte niemals ungeprüft zur Sperrmüllabfuhr.
Akkus und Sonderfälle richtig behandeln
Lose Gerätebatterien und Akkus gehören nicht in den Hausmüll. AA- und AAA-Batterien, Knopfzellen sowie Akkus aus Haushalts-, Garten- und Elektrowerkzeugen können Sie meist an Sammelstellen im Handel oder bei kommunalen Sammelstellen abgeben. Der Händler muss entsprechende Batterien oder Akkus anbieten oder angeboten haben. Auch Wertstoffhöfe und Schadstoffmobile können geeignete Rückgabewege sein.
Fahrrad-, Pedelec- und E-Scooter-Akkus sind größer und werden nicht an jeder kleinen Batteriesammelbox angenommen. Klären Sie vorab, welche Stelle den konkreten Akku akzeptiert. Starterbatterien, Fahrzeugbatterien und Industriebatterien gehören ebenfalls nicht ungeprüft in eine kleine Sammelbox. Dafür gelten teilweise andere Rücknahmewege.
Bei einem unbeschädigten, losen Lithium-Akku müssen die Kontakte vor Kurzschlüssen geschützt sein. Decken Sie offene Pole mit geeignetem, nichtleitendem Klebeband ab. Transportieren Sie den Akku so, dass er nicht mit Münzen, Schlüsseln oder Werkzeug in Berührung kommt. Quetschen, durchstechen oder erhitzen Sie ihn nicht. Legen Sie ihn auch nicht ins Wasser.
Ein aufgeblähter, verformter, ausgelaufener, ungewöhnlich heiß gewordener oder anders beschädigter Akku ist ein Sonderfall. Laden oder benutzen Sie ihn nicht weiter. Öffnen, reparieren oder entladen Sie ihn nicht. Legen Sie ihn auch nicht in eine frei zugängliche Batteriesammelbox.
Kontaktieren Sie vor der Abgabe das Personal der Sammelstelle, beschreiben Sie den Zustand des Akkus und klären Sie, wie Sie das Gerät oder den Akku sicher anliefern sollen. Halten Sie, sofern das ohne Anfassen oder riskantes Umsetzen möglich ist, Abstand zu brennbaren Materialien. Nennen Sie Brand- oder Schmorspuren bei der Anmeldung ausdrücklich.
E-Zigaretten und elektronische Tabakerhitzer enthalten häufig fest eingebaute Lithium-Akkus. Händler, die solche Produkte anbieten oder angeboten haben, müssen die Altgeräte zurücknehmen. Öffnen Sie die Geräte nicht und geben Sie sie keinesfalls in den Hausmüll. Bei Beschädigungen gilt auch hier: zuerst die Rücknahmestelle kontaktieren.
Photovoltaikmodule sind Elektroaltgeräte, werden aber nicht an jeder kleinen Sammelstelle angenommen. Fragen Sie beim Wertstoffhof oder Entsorger nach, bevor Sie ein großes Modul transportieren. Für Fernseher, Monitore, Laptops und Smartphones gelten die üblichen Elektroaltgeräte-Rückgabewege; die Datenlöschung erledigen Sie vor der Abgabe, soweit das Gerät noch zugänglich ist.
Die getrennte Sammlung hat praktische Gründe. Im Jahr 2023 lag die deutsche Sammelquote für Elektroaltgeräte bei 29,5 Prozent und damit deutlich unter dem gesetzlichen Ziel. Die Geräte, die tatsächlich in Erstbehandlungsanlagen ankommen, werden jedoch zu einem großen Anteil recycelt oder für die Wiederverwendung vorbereitet. Deshalb ist es wichtig, dass ausgediente Geräte überhaupt in das formale Rücknahmesystem gelangen.
Vor Abgabe und Transport prüfen
Geben Sie Elektrogeräte nicht in den Hausmüll und prüfen Sie vor der Abgabe die örtliche Annahme. Sammeln Sie lose Batterien und leicht entnehmbare Akkus separat. Fest verbaute Akkus bleiben im Gerät. Melden Sie große, ungewöhnliche oder beschädigte Geräte vorher bei der Sammelstelle an.
Löschen Sie vor dem Transport persönliche Daten und sichern Sie lose Lithium-Akkus gegen Kurzschlüsse. Bauen Sie nichts aus. So bringen Sie Altgeräte zur passenden Rückgabestelle, vermeiden unnötige Risiken und ermöglichen eine fachgerechte Behandlung.