Überlegen Sie vor dem Einkauf, was Sie brauchen, und prüfen Sie Preise sowie laufende Haushaltskosten. Am meisten sparen Sie, wenn Sie nur so viel kaufen, wie Sie tatsächlich verbrauchen, und Reste verwerten.

Mit den 15 Tipps vermeiden Sie unnötige Ausgaben. Wie viel Sie sparen, hängt von Ihrem Haushalt und Ihrem bisherigen Verbrauch ab.

Beim Wocheneinkauf sparen

1. Mahlzeiten für die Woche planen

Legen Sie vor dem Einkauf fest, was Sie in den nächsten Tagen kochen möchten. Berücksichtigen Sie Termine und planen Sie für stressige Tage einfache Gerichte ein. Schreiben Sie anschließend nur die Zutaten und Mengen auf, die Ihnen fehlen. Planen Sie frische Lebensmittel eher für den Wochenanfang und länger haltbare für später ein.

2. Vorräte zuerst prüfen

Schauen Sie vor dem Einkauf in Kühlschrank, Tiefkühlfach und Vorratsschrank. So kaufen Sie weniger doppelt und sehen, welche Lebensmittel bald aufgebraucht werden sollten. Stellen Sie neue Produkte im Kühlschrank hinter die älteren, damit bereits geöffnete oder bald ablaufende Lebensmittel sichtbar bleiben.

3. Einkäufe bündeln

Ein geplanter Wocheneinkauf ist meist günstiger als mehrere spontane Besorgungen. Erledigen Sie den Einkauf möglichst in einem Gang, aber legen Sie keine großen Vorräte an. Kaufen Sie leicht verderbliche Lebensmittel nur in Mengen, die Sie voraussichtlich essen, denn eine große Packung spart nichts, wenn ein Teil davon im Müll landet.

4. Grundpreise vergleichen

Vergleichen Sie den Preis pro Kilogramm oder Liter. Der Grundpreis steht in der Regel am Regal und macht unterschiedliche Packungsgrößen vergleichbar. Eine XXL-Packung lohnt sich nur, wenn der Kilopreis tatsächlich niedriger ist und Sie die Menge verbrauchen können.

5. Günstigere Marken ausprobieren

Prüfen Sie bei häufig gekauften Produkten auch die günstigere Eigenmarke des Geschäfts. Sie kostet oft weniger als eine bekannte Marke und bietet bei vielen Produkten eine vergleichbare Qualität. Vergleichen Sie trotzdem Zutaten und Packungsgröße, besonders bei verarbeiteten Lebensmitteln.

6. Saisonales und loses Obst kaufen

Obst und Gemüse kosten oft weniger, wenn sie gerade Saison haben. Lose Ware hilft Ihnen außerdem, genau die benötigte Menge einzukaufen. Kleine Druckstellen oder eine ungewöhnliche Form sind bei vielen Sorten kein Grund, die Ware liegen zu lassen, sofern sie frisch und unbeschädigt ist.

7. Pflanzliche Gerichte einplanen

Ersetzen Sie einzelne Fleisch- oder Fischgerichte durch preiswerte Mahlzeiten mit Hülsenfrüchten, Gemüse oder Eiern. Linsensuppe, Bohnen-Chili und ein Gemüseomelett sind einfache Beispiele. So senken Sie die Kosten für diese Mahlzeiten, ohne den gesamten Speiseplan umzustellen.

8. Rabatte mit dem Grundpreis prüfen

Reduzierte Ware kann sich lohnen, wenn Sie sie rechtzeitig verbrauchen oder einfrieren. Vergleichen Sie trotzdem den Grundpreis mit ähnlichen Produkten. Ein Marktcheck der Verbraucherzentralen aus dem Jahr 2025 fand bei 15 von 27 verglichenen reduzierten Produkten ein günstigeres Vergleichsprodukt zum Normalpreis. Ein Rabattzeichen allein zeigt also nicht, ob ein Angebot wirklich günstig ist.

Achten Sie außerdem auf den Unterschied zwischen Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum. Nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums ist ein Lebensmittel nicht automatisch verdorben; prüfen Sie Aussehen, Geruch und Geschmack. Bei leicht verderblichen Lebensmitteln mit Verbrauchsdatum, etwa Hackfleisch, gilt dagegen das aufgedruckte Datum.

9. Reste zeitnah aufbewahren

Stellen Sie Essensreste nach dem Abkühlen in den Kühlschrank oder frieren Sie sie ein. Planen Sie sie als Mittagessen oder Zutat für eine weitere Mahlzeit ein. Das Umweltbundesamt beziffert die Lebensmittelabfälle privater Haushalte in Deutschland auf rund 75 Kilogramm pro Person und Jahr. Wenn Sie Reste fest einplanen, werfen Sie weniger Lebensmittel weg.

10. Leitungswasser trinken

Wenn Sie regelmäßig Flaschenwasser kaufen, können Sie mit Leitungswasser Ihre Getränkekosten senken. Die Verbraucherzentrale bezeichnet es als deutlich günstiger als gekauftes Mineralwasser. Wer Sprudel bevorzugt, kann die Anschaffungs- und Kartuschenkosten eines Wassersprudlers mit dem bisherigen Preis für Flaschenwasser vergleichen.

Mit Einkaufsliste einkaufen

Nehmen Sie Ihre Liste mit und halten Sie sich möglichst daran. Gehen Sie nach Möglichkeit nicht hungrig einkaufen, denn dann fallen spontane Käufe leichter. Legen Sie Aktionsware nur in den Korb, wenn Sie das Produkt wirklich brauchen und der Grundpreis überzeugt.

Haushaltskosten senken

Kassenzettel und Wochenbudget prüfen

Bewahren Sie Kassenzettel eine Zeit lang auf und notieren Sie Ihre Ausgaben für Lebensmittel. So sehen Sie, wofür Sie besonders viel ausgeben und wo sich Änderungen lohnen. Legen Sie anschließend einen Wochenrichtwert fest, der zu Ihrem Haushalt passt. Die Übersicht zeigt Ihre Ausgaben. Für niedrigere Kosten müssen Sie anschließend passende Änderungen vornehmen.

Abos und Abbuchungen kontrollieren

Gehen Sie Ihre Kontoauszüge regelmäßig durch. Prüfen Sie, ob Sie alle abgebuchten Abonnements und Verträge noch nutzen und ob Ihnen jede Abbuchung bekannt ist. Bei einer unklaren Zahlung fragen Sie beim Anbieter oder bei Ihrer Bank nach, bevor Sie sie als Fehler einstufen.

Heizung passend einstellen

Stellen Sie das Thermostat auf die gewünschte Raumtemperatur. Eine höhere Stufe heizt den Raum nicht schneller auf. Laut Verbraucherzentrale sinkt der Heizenergieverbrauch als Richtwert um etwa 6 Prozent pro Grad weniger. Kühlen Sie ungenutzte Räume trotzdem nicht zu stark aus: Als Untergrenze nennt die Verbraucherzentrale 16 °C, um Schimmelrisiken zu vermeiden.

Strom beim Kochen und Kühlen sparen

Stellen Sie den Kühlschrank im oberen Fach auf etwa 7 °C ein. Eine um 1 °C niedrigere Temperatur erhöht den Stromverbrauch nach Angaben der Verbraucherzentrale um ungefähr 6 Prozent. Haushalte, die häufig leicht verderbliche Lebensmittel wie Hackfleisch lagern, müssen die passende Kühlung gesondert berücksichtigen.

Nutzen Sie beim Kochen einen Deckel und lassen Sie den Geschirrspüler möglichst voll beladen im Eco-Programm laufen. Beim Backen verbraucht Umluft laut Verbraucherzentrale etwa 15 Prozent weniger Energie als Ober- und Unterhitze. Die Werte beziehen sich auf die jeweiligen Vergleiche und sind keine pauschale Ersparnis für jeden Haushalt.