Wenn Einkaufen, Putzen oder Bücken viel Zeit und Kraft kosten, helfen ein Wochenplan, ein gut platziertes Nachtlicht und passende Putzutensilien. Dafür müssen Sie keine teuren Geräte anschaffen.

Bei gesundheitlichen Einschränkungen kommen Greifhilfen oder ein Duschhocker infrage. Prüfen Sie vor dem Kauf, ob Beratung, Ausleihe oder Kostenübernahme möglich sind. Welche Unterstützung passt, hängt vom Hilfsmittel und Ihrer persönlichen Situation ab.

Einkäufe planen und Wege sparen

Prüfen Sie vor dem Einkauf, welche Lebensmittel noch zu Hause sind, planen Sie damit die Mahlzeiten für die Woche und schreiben Sie auf, was Sie brauchen. Ordnen Sie die Einkaufsliste nach der Reihenfolge im Geschäft. So finden Sie die Produkte leichter und müssen weniger Wege durch den Laden gehen.

Legen Sie Dinge, die Sie oft brauchen, an einen gut erreichbaren Ort, zum Beispiel Schlüssel, Telefon oder Geschirr. So müssen Sie weniger suchen, sich bücken oder strecken. Wenn Sie diese Dinge immer am selben Platz ablegen, finden Sie sie leichter wieder.

Mit wenigen Mitteln putzen

Für die alltägliche Reinigung reicht eine kleine Grundausstattung. Dazu gehören Handspülmittel und neutraler Allzweckreiniger, außerdem Scheuerpulver sowie Essigreiniger oder Zitronensäure. Ein Spezialreiniger für jede Oberfläche ist meist nicht nötig. Wählen Sie ein Reinigungsmittel, das für das jeweilige Material geeignet ist.

Säurehaltige Reiniger eignen sich zum Beispiel nicht für Marmor und andere säureempfindliche Oberflächen. Lesen Sie die Anwendungshinweise auf der Verpackung und mischen Sie Reinigungsmittel nicht miteinander. Bei einer empfindlichen oder beschichteten Fläche testen Sie ein Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle.

Für Fenster und Spiegel genügen oft Wasser, ein Abzieher und ein sauberes, trockenes Tuch. Mikrofasertücher und scheuernde Schwämme können glänzende oder beschichtete Oberflächen verkratzen. Verwenden Sie sie dort nur, wenn der Hersteller des Gegenstands das erlaubt.

Küchenlappen sollten Sie mehrmals pro Woche wechseln, bei 60 °C waschen und gut trocknen lassen. Nutzen Sie getrennte Lappen für unterschiedliche Bereiche, damit Sie Schmutz nicht von einer Fläche auf die nächste verteilen.

Wege in der Wohnung freihalten

Entfernen Sie lose Teppiche oder befestigen Sie sie rutschfest. Kabel sollten sicher verlegt sein, damit sie nicht im Weg liegen. Wenn Sie ein Möbelstück entfernen oder anders aufstellen, wird auf häufig genutzten Wegen mehr Platz frei.

Ein Nachtlicht mit Bewegungsmelder beleuchtet den Weg zum Bad. So müssen Sie im Dunkeln nicht nach einem Schalter suchen. Achten Sie darauf, dass Kabel und Leuchten selbst keine Stolperstellen bilden.

Hilfsmittel vor dem Kauf prüfen

Eine Greifzange hilft dabei, leichte Gegenstände vom Boden oder aus einem hohen Regal zu holen. Bei eingeschränkter Beweglichkeit können auch Haltegriffe oder ein Duschhocker infrage kommen. Achten Sie bei Dusch- und Haltehilfen auf eine sichere Montage, passende Maße und die richtige Nutzung. Kaufen Sie ein solches Hilfsmittel nicht allein nach dem niedrigsten Preis, wenn Sie unsicher sind, ob es zu Ihren Bedürfnissen passt. Eine Wohnberatung oder eine medizinische Fachperson kann Ihnen bei der Auswahl helfen.

Fragen Sie vor dem Kauf bei Ihrer Kranken- oder Pflegekasse nach. Manche Hilfsmittel lassen sich leihen oder werden unter bestimmten Voraussetzungen bezuschusst. Für eine Kostenübernahme gelten je nach Hilfsmittel und persönlicher Situation unterschiedliche Regeln. Ein Sanitätshaus oder eine Beratungsstelle kann erklären, welche Schritte nötig sind. Auch Verleihe vor Ort bieten Hilfsmittel an; Preise und Verfügbarkeit unterscheiden sich regional.