Senken Sie Ihre Haushaltskosten, indem Sie Ihre Ausgaben notieren und Einkäufe planen. Nutzen Sie Heizung und Haushaltsgeräte passend. Wie viel Sie sparen, hängt davon ab, wie viel Sie verbrauchen, welchen Tarif Sie haben und wie Sie wohnen.

Beginnen Sie bei einem Bereich mit regelmäßigen Ausgaben. Eine Liste auf Papier hilft, Muster zu erkennen und eine konkrete Änderung auszuprobieren.

Ausgaben sichtbar machen

Notieren Sie eine Woche lang alle Ausgaben, auch kleine Beträge. Ordnen Sie sie grob Bereichen zu. Dazu zählen Lebensmittel, Snacks und Getränke unterwegs sowie Energie und Freizeit. Vergleichen Sie außerdem feste Kosten wie Miete oder Versicherungen mit den Ausgaben, die sich ändern. So sehen Sie, wo Sie überhaupt etwas ändern können.

Wählen Sie anschließend eine Gewohnheit aus, statt überall gleichzeitig zu sparen. Wenn sich etwa viele ungeplante Einkäufe summieren, setzen Sie zuerst dort an. Eine Ausgabenliste hilft Ihnen, den Überblick zu behalten. Wenn das Geld schon für notwendige Ausgaben fehlt, löst eine Ausgabenliste diesen Engpass nicht.

Einkäufe besser planen

Prüfen Sie vor dem Einkauf Kühlschrank und Vorratsschrank. Planen Sie Mahlzeiten mit Lebensmitteln, die bald verbraucht werden müssen. Notieren Sie nur, was für die Gerichte noch fehlt. Eine Liste hilft, doppelte Käufe zu vermeiden und im Laden gezielter einzukaufen.

Der Plan muss nicht die ganze Woche abdecken. Beginnen Sie mit einigen Mahlzeiten und berücksichtigen Sie Termine, an denen Sie ohnehin nicht zu Hause essen. Stellen Sie geöffnete Packungen und bald zu verbrauchende Lebensmittel nach vorn. Planen Sie Reste gleich für eine weitere Mahlzeit ein, statt sie später spontan unterbringen zu müssen.

Lebensmittel sicher aufbrauchen

In Deutschland entstanden 2022 rund 74,5 Kilogramm Lebensmittelabfälle pro Kopf in privaten Haushalten. Darin sind auch nicht vermeidbare Reste wie Bananenschalen enthalten. Die Zahl zeigt daher nicht, wie viel jede Person einsparen kann. Sie macht aber deutlich, dass sich ein Blick auf Einkauf, Lagerung und Reste lohnt.

Bei ungeöffneter und richtig gelagerter Ware heißt ein überschrittenes Mindesthaltbarkeitsdatum nicht automatisch, dass das Lebensmittel verdorben ist. Prüfen Sie Aussehen, Geruch und Geschmack. Das Verbrauchsdatum bedeutet etwas anderes: Essen Sie leicht verderbliche Lebensmittel wie frischen Fisch oder Hackfleisch nach diesem Datum nicht mehr. Beachten Sie auch die Lagerhinweise und die Angaben für die Zeit nach dem Öffnen.

Heizung und Lüftung anpassen

Heizen Sie Räume passend zu ihrer Nutzung und halten Sie ungenutzte Räume nicht unnötig warm. Senken Sie die Temperatur jedoch nicht so weit, dass Räume auskühlen oder Feuchtigkeit zum Problem wird. Zu wenig zu heizen erhöht das Schimmelrisiko; die passende Einstellung hängt auch von Gebäude, Raum und Nutzung ab.

Im Winter empfiehlt das Umweltbundesamt kurzes, kräftiges Lüften mit weit geöffneten Fenstern. Als Richtwert nennt es fünf bis zehn Minuten. Drehen Sie währenddessen die Heizung herunter und lüften Sie nach dem Duschen oder Kochen zeitnah, damit Feuchtigkeit nach draußen gelangt. Dauerhaft gekippte Fenster tauschen die Luft weniger gezielt aus und kühlen den Raum stärker aus.

Haushaltsgeräte passend nutzen

Stellen Sie die Temperatur im oberen Kühlschrankfach auf etwa 7 °C ein, wenn Sie dort keine besonders leicht verderblichen Lebensmittel lagern, die kälter aufbewahrt werden müssen. Laut Verbraucherzentrale verbraucht der Kühlschrank ungefähr sechs Prozent mehr Strom pro Grad, wenn Sie ihn kälter einstellen. Lassen Sie die Kühlschranktür außerdem nur so lange offen wie nötig.

Schalten Sie den Geschirrspüler erst ein, wenn er gut gefüllt ist, und nutzen Sie das Eco-Programm oder niedrigere Temperaturen, wenn das Geschirr damit sauber wird. Beim Kochen spart ein Deckel Energie, und für Tee oder andere Speisen sollten Sie nur so viel Wasser erhitzen, wie Sie tatsächlich brauchen.

Waschen Sie leicht oder normal verschmutzte Wäsche, wenn es passt, bei 30 bis 40 °C und füllen Sie die Maschine gut. Bei Wäsche mit besonderen Hygieneanforderungen beachten Sie die entsprechenden Pflege- und Hygienehinweise. Wenn es Ihre Wohnsituation erlaubt, trocknen Sie die Wäsche auf der Leine statt im Trockner.

Warmwasser bewusster nutzen

Lassen Sie beim Duschen und Händewaschen warmes Wasser nicht unnötig lange laufen. Eine Dusche verbraucht im Allgemeinen weniger Wasser als ein Vollbad, doch die Dauer macht einen Unterschied: Bei einem Durchfluss von 15 Litern pro Minute kann eine Dusche von mehr als zehn Minuten laut Umweltbundesamt mehr Wasser verbrauchen als ein Bad. Die tatsächlichen Kosten hängen auch davon ab, wie Ihr Wasser erwärmt wird.

Mit einer Änderung beginnen

Wählen Sie eine konkrete Gewohnheit, die zu Ihrem Alltag passt. Sie können zum Beispiel Ihre Einkaufsliste anhand Ihrer Vorräte schreiben oder beim Lüften die Heizung herunterdrehen. Prüfen Sie, ob sich Ihre Ausgaben in diesem Bereich verändern. Behalten Sie sie bei Bedarf weiter im Blick. So sehen Sie, welche Änderung für Ihren Haushalt funktioniert, ohne neue Produkte zu kaufen.