Ein Haushaltsbudget zeigt, wie viel Geld regelmäßig in die Familienkasse kommt, welche Ausgaben anstehen und wie viel für Lebensmittel, Kleidung und Freizeit übrig bleibt. So sehen Sie, ob das Geld bis zum Monatsende reicht und welche Kosten Sie einplanen müssen.
Für den Anfang genügen Kontoauszüge, eine einfache Liste und ein regelmäßiger Blick auf die Ausgaben. Eine Prozentregel, die für alle Familien passt, gibt es nicht: Das Budget richtet sich nach Einkommen, Wohnkosten und Alltag.
Erst die festen Kosten einplanen
Notieren Sie zuerst die regelmäßigen Einnahmen. Dazu zählen zum Beispiel Lohn und Kindergeld. Ziehen Sie davon die festen Ausgaben ab, etwa Miete und Energie sowie Betreuung und laufende Verträge. Das übrige Geld können Sie für veränderliche Ausgaben und Rücklagen nutzen.
Auch Kosten, die nur ein- oder zweimal im Jahr anfallen, gehören ins Monatsbudget. Dazu zählen etwa Versicherungen und Kfz-Steuer ebenso wie Schulbedarf oder Klassenfahrten. Teilen Sie den erwarteten Betrag durch die Zahl der Monate bis zur nächsten Zahlung und legen Sie diesen Anteil zurück. So müssen Sie die gesamte Summe nicht erst im Monat der Abbuchung aufbringen.
Planen Sie mit dem übrigen Geld zuerst Lebensmittel und notwendige Wege. Danach kommen Kleidung, Freizeit und andere veränderliche Ausgaben. Eine Rücklage für Notfälle oder geplante Anschaffungen ist sinnvoll, soweit das Budget sie zulässt. Legen Sie dafür keinen Betrag zurück, der laufende Rechnungen gefährdet.
Die Ausgaben unterscheiden sich stark zwischen Familien. Durchschnittswerte sind weder Empfehlungen noch ein passender Ausgabenplan für jede Familie.
Lebensmittel passend planen
Ein Einkaufsplan beginnt mit dem Familienkalender und dem Blick in Kühlschrank, Tiefkühlfach und Vorratsschrank. Prüfen Sie, an welchen Tagen wenig Zeit zum Kochen bleibt, welche Mahlzeiten Kinder für Schule oder Betreuung brauchen und was bald verbraucht werden sollte. Daraus entsteht ein Wochenplan, der auch einfache Gerichte und eine Mahlzeit mit Resten vorsieht.
Planen Sie frische, leicht verderbliche Lebensmittel eher für die ersten Tage ein. Länger haltbares Gemüse und Vorräte eignen sich für später in der Woche. Schreiben Sie nur die Zutaten auf, die tatsächlich fehlen, und richten Sie die Mengen an der Zahl der Mitessenden aus. Ein geplanter Einkauf spart oft Zeit und kann gegenüber vielen spontanen Einkäufen günstiger sein. Große Packungen und Sonderangebote lohnen sich jedoch nur, wenn die Familie die Menge auch verbraucht.
Vergleichen Sie Preise anhand des Grundpreises pro Kilogramm oder Liter. Der Kassenbon zeigt außerdem, wofür Sie besonders viel ausgeben. Wenn der Wochenplan wegen Arbeit, Betreuung oder kurzfristigen Änderungen nicht aufgeht, passen Sie ihn an. Eine grobe Planung, die Sie nutzen, ist hilfreicher als ein genauer Plan, der im Alltag liegen bleibt.
Familienbudget regelmäßig prüfen
Zum Monatsanfang prüfen Sie Einnahmen, feste Kosten und die Beträge für absehbare Jahresausgaben. Teilen Sie das Geld, das nach den festen Kosten für variable Ausgaben bleibt, durch vier. Der Betrag dient als grobe Orientierung für die Woche; die Ausgaben können von einer Kalenderwoche zur nächsten unterschiedlich ausfallen.
Prüfen Sie einmal pro Woche kurz Ihre Belege und Kontoumsätze. Notieren Sie die Ausgaben in wenigen Kategorien, zum Beispiel für Lebensmittel, Mobilität oder Freizeit. Kleine Kartenzahlungen sollten dabei ebenfalls auftauchen. Eine Notiz-App oder eine einfache Tabelle genügt; Sie können die Ausgaben ebenso auf Papier festhalten. Wählen Sie die Methode, die Sie im Familienalltag am ehesten beibehalten.
Am Monatsende vergleichen Sie die geplanten Beträge mit den tatsächlichen Ausgaben. Lag eine Ausgabenkategorie über dem geplanten Betrag, prüfen Sie, ob ein einmaliger Anlass dahintersteckt oder ob Sie den Plan für den nächsten Monat anpassen sollten. Ein Haushaltsbuch zeigt, wohin Ihr Geld fließt. Wenn die festen Ausgaben bereits höher sind als die Einnahmen, prüfen Sie Ihre Verträge und wenden Sie sich frühzeitig an eine kostenlose Schuldnerberatung.