Mit einem einfachen Haushaltsbuch sehen Sie, wohin Ihr Geld im Alltag fließt. Notieren Sie Einnahmen und Ausgaben, um am Monatsende zu wissen, wie viel für variable Ausgaben und Rücklagen bleibt.
Für den Anfang brauchen Sie keine besondere App und keinen detaillierten Finanzplan. Notieren Sie Ihre festen Kosten einmal. Halten Sie laufende Ausgaben mit Datum, Betrag und Kategorie fest. Übertragen Sie diese Notizen jede Woche ins Haushaltsbuch.
Was ins Haushaltsbuch gehört
Tragen Sie zuerst Ihr regelmäßiges Einkommen ein, zum Beispiel Lohn oder Kindergeld. Geschenke oder Weihnachtsgeld zählen nicht zum normalen Monatseinkommen, weil Sie diese Beträge nicht regelmäßig erhalten.
Erfassen Sie anschließend feste Ausgaben. Dazu gehören Miete und Energie sowie Telefon, Versicherungen und Mitgliedsbeiträge. Bei Rechnungen, die nur jährlich oder halbjährlich anfallen, teilen Sie den Betrag durch zwölf und legen den Monatsanteil als Rücklage zurück. Ändert sich ein fester Betrag nicht, müssen Sie ihn nicht jeden Monat neu eintragen.
Zu den laufenden Ausgaben zählen Lebensmittel, Drogerie, Kleidung, Mobilität, Gesundheit und Freizeit. Notieren Sie bei jeder Ausgabe mindestens das Datum und den Betrag sowie eine passende Kategorie. Notieren Sie auch Kartenzahlungen und kleine Einkäufe mit Bargeld. Sonst fehlen Ausgaben in der Übersicht, auch wenn die Kartenabrechnung erst später auf dem Konto erscheint.
Wählen Sie Kategorien, die sich im Alltag schnell zuordnen lassen. „Drogerie“ ist meist übersichtlicher als eine Liste einzelner Produkte. Eine einzige Sammelkategorie wie „Lebenshaltungskosten“ zeigt dagegen kaum, wo Sie Ausgaben anpassen können.
Haushaltsbuch einrichten
Halten Sie Kontoauszüge und Verdienstnachweise bereit. Legen Sie auch Ihre Vertragsunterlagen dazu. Übertragen Sie daraus Ihre regelmäßigen Einnahmen und festen Kosten. Danach können Sie laufende Ausgaben in einer einfachen Tabelle oder auf einer Seite im Heft notieren.
Wenn Sie auf Papier schreiben, genügt ein Notizbuch mit den Spalten Datum, Ausgabe, Betrag und Kategorie. Eine Tabelle addiert die Beträge automatisch, muss aber erst eingerichtet werden. Eine App kann das Eintragen vereinfachen; prüfen Sie vor der Nutzung, ob Kosten anfallen und welche Daten sie speichert.
Ausgaben wöchentlich eintragen
Notieren Sie Ausgaben möglichst zeitnah, etwa auf einem Zettel oder direkt im Handy. Bewahren Sie Belege und Notizen an einem festen Ort auf, damit Sie beim späteren Übertragen nichts vergessen.
Übertragen Sie die Einträge einmal pro Woche in Ihr Haushaltsbuch. So müssen Sie die Tabelle nicht nach jedem Einkauf öffnen und können fehlende Beträge trotzdem bald nachtragen. Prüfen Sie am Monatsende die Summen und vergleichen Sie Ihre variablen Ausgaben mit dem verfügbaren Budget.
Budget für variable Ausgaben berechnen
Ziehen Sie die festen Ausgaben von den regelmäßigen Einnahmen ab. Der Rest steht für variable Ausgaben und Rücklagen zur Verfügung:
Regelmäßige Einnahmen − feste Ausgaben = Budget für variable Ausgaben und Rücklagen
Als grobe Orientierung teilen Sie das verfügbare Budget durch vier. So erhalten Sie einen wöchentlichen Ausgabenrahmen. Das ist eine Faustregel, denn die Kalendermonate sind unterschiedlich lang.
Die Monatsbilanz zeigt, ob Sie innerhalb des geplanten Budgets geblieben sind und in welchen Kategorien Sie besonders viel ausgeben. Die Übersicht zeigt Ihre Ausgaben, erhöht aber nicht automatisch den verfügbaren Betrag. Wenn Sie etwas ändern möchten, wählen Sie eine Ausgabe oder Kategorie aus, die Sie im nächsten Monat genauer im Blick behalten.