Schimmel entsteht dort, wo es über längere Zeit feucht bleibt. Das Badezimmer ist der anfälligste Raum im Haus, weil dort täglich Wasser und Wasserdampf entstehen. Kleine, regelmäßige Handgriffe halten die Feuchtigkeit in Schach. Leiten Sie nach dem Duschen, Händewaschen und Putzen die Feuchtigkeit ab und wischen Sie sichtbare Nässe von Fliesen, Fugen und Silikon weg.
Warum Feuchtigkeit Schimmel fördert
Warme Luft nimmt viel Wasser auf. Beim Duschen steigt der Wasserdampf auf und setzt sich an kühleren Stellen ab: an Fliesen, Spiegeln, Fenstern und Fugen. Dort entsteht Kondenswasser, also sichtbare Tropfen, die an der Oberfläche haften bleiben. Schimmelsporen sind fast überall in der Luft. Sie keimen, sobald ein Untergrund dauerhaft feucht bleibt und die Luftfeuchtigkeit hoch ist. Deshalb reicht gelegentliches Lüften nicht. Regelmäßiges Lüften und Trockenwischen verhindert, dass sich Feuchtigkeit ansammelt.
Nach dem Duschen lüften und trockenwischen
Öffnen Sie das Fenster direkt nach dem Duschen, solange die Luft noch warm und feucht ist, und lassen Sie sie abziehen. Das funktioniert auch bei Regen oder Kälte, denn die feuchte Raumluft muss durch trockenere Außenluft ersetzt werden. Wenn das Bad kein Fenster hat, lassen Sie die Lüftungsanlage laufen.
Danach sollten Sie sichtbare Wassertropfen von Fliesen, Glas und Armaturen entfernen. Stehendes Wasser verdunstet sonst langsam und hält die Luftfeuchtigkeit im Raum hoch. Handtücher hängen Sie am besten weit auseinandergezogen auf, damit sie schnell trocknen. Ein zusammengeknülltes Handtuch oder ein in der Ecke zusammengeschobener Duschvorhang speichern Feuchtigkeit und geben sie über Stunden an die Luft ab.
Spritzer nach dem Händewaschen wegwischen
Auch kleine Wassermengen tragen zur Feuchtigkeit bei. Beim Händewaschen spritzt Wasser auf Waschtisch, Armatur und Spiegel. Wischen Sie diese Flächen gleich danach mit einem trockenen Tuch ab. Das dauert wenige Sekunden, verhindert aber, dass sich ständig feuchte Stellen bilden. Besonders der Bereich um die Armatur und die Rückwand des Waschtischs bleibt sonst dauerhaft nass. Wer die Flächen gleich abwischt, reduziert die Feuchtigkeit und hält zugleich Kalkablagerungen in Grenzen.
Nach dem Putzen Flächen trocknen
Beim Putzen bringen Sie selbst viel Wasser auf die Flächen. Deshalb gilt auch hier: Was nass wird, sollte danach wieder trocknen. Wischen Sie Waschtisch, Badewanne und Duschkabine nach der Reinigung mit einem trockenen Tuch nach oder lassen Sie das Fenster geöffnet, bis die Flächen abgetrocknet sind. Pfützen auf dem Boden sollten Sie aufnehmen, statt sie verdunsten zu lassen. Auch feuchte Putzeimer und Lappen stellen Sie nach der Arbeit offen hin, damit sie trocknen können. Ein feuchter Lappen in einem geschlossenen Raum gibt über Stunden Feuchtigkeit ab und ist ein idealer Nährboden für Schimmel.
Fugen und Silikon auf Schimmel prüfen
Nicht jede Feuchtigkeit ist sichtbar. In Silikonfugen an Badewanne, Dusche und Waschtisch kann Wasser eindringen, wenn die Fuge rissig oder porös ist. Kontrollieren Sie diese Stellen regelmäßig auf Risse, Verfärbungen und schwarze Punkte. Eine beschädigte Fuge sollten Sie erneuern lassen, denn sie lässt Wasser hinter die Oberfläche gelangen, wo es nicht mehr abzuwischen ist. Auch Ecken, der Bereich hinter der Toilette und der Platz unter dem Waschtisch sind typische Stellen, an denen sich Feuchtigkeit sammelt. Wenn Sie dort regelmäßig nachsehen, bemerken Sie einen Schimmelbefall früh, wenn er noch leicht zu entfernen ist.
Im Winter Kondenswasser vermeiden
In der kalten Jahreszeit steigt die Schimmelgefahr, weil weniger gelüftet wird und Räume oft unregelmäßig beheizt sind. Kalte Außenwände und Fenster sind dann besonders anfällig für Kondenswasser. Heizen Sie das Bad regelmäßig, damit die Wände nicht auskühlen, und lüften Sie nach dem Duschen trotzdem, auch wenn es draußen kalt ist. Ein Bad, das nur kurz warm wird und danach auskühlt, begünstigt Feuchtigkeit an den Wänden. Die Grundregel bleibt das ganze Jahr gleich: Feuchte Luft muss raus, und nasse Flächen müssen trocken werden.