Ein Duschvorhang hängt in warmer, feuchter Luft und sammelt dort täglich Seifenreste, Shampoo und Schmutz an. Bleibt er nach dem Duschen feucht zusammengeschoben, wird er zum idealen Nährboden für Bakterien, Keime und Pilze. Laut einer Studie des US-Portals SafeHome.org sitzen auf einem Duschvorhang 69-mal so viele Keime wie auf einem Toilettensitz.

Die meisten Modelle lassen sich in der Waschmaschine reinigen. Ein monatlicher Waschgang hält den Vorhang sauber. Neu kaufen müssen Sie erst, wenn das Material Schaden nimmt oder sich der Schmutz nicht mehr entfernen lässt.

Warum der Vorhang so schnell verschmutzt

Seifenreste und Hautfett lagern sich auf der Oberfläche ab und bilden zusammen mit Kalk einen grauen Film. Entscheidend ist aber die Feuchtigkeit: Nach dem Duschen ist der Vorhang nass, und wenn er dann eng zusammengeschoben hängen bleibt, trocknet er nur langsam. In warmen, feuchten Stellen vermehren sich Bakterien und Schimmelpilze stark. Deshalb hilft schon ein einfacher Handgriff: Ziehen Sie den Vorhang nach dem Duschen über die gesamte Stange, damit die Wassertropfen ablaufen und Folie oder Stoff trocknen.

Monatliches Waschen hält ihn sauber

Waschen Sie den Duschvorhang mindestens einmal im Monat. Ob er in die Maschine darf, steht auf dem Pflegeetikett am oberen Saum. Die meisten Modelle vertragen die Maschinenwäsche. Waschen Sie sie dann am besten allein. Ein Programm mit niedriger Schleuderdrehzahl schont Folie und Nähte.

Bei Plastikvorhängen aus PEVA (einem Kunststoff auf Ethylen-Vinylacetat-Basis) oder Vinyl reicht die Maschinenwäsche aus. Vorhänge aus Stoff lassen sich meist ebenfalls waschen. Prüfen Sie aber das Etikett genau, denn manche Modelle vertragen die Maschinenwäsche nicht gut. Wenn dort steht, dass der Vorhang nicht in die Maschine darf, reinigen Sie ihn von Hand mit kaltem oder lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Spülen Sie ihn danach gründlich aus und drücken Sie das Wasser vorsichtig heraus, statt ihn stark auszuwringen. Die meisten Kunststoffmodelle vertragen den Trockner nicht; hängen Sie den Vorhang nach dem Waschen einfach wieder auf.

Pflege zwischen den Wäschen

Die tägliche Gewohnheit entscheidet mehr über die Sauberkeit als die Wahl des Reinigungsmittels. Nach dem Duschen ziehen Sie den Vorhang glatt und lüften das Bad kurz. Spülen Sie den Vorhang gelegentlich mit klarem Wasser ab. Bei einem Plastikvorhang können Sie die Oberfläche zwischendurch mit einem weichen Tuch abwischen. Diese Schritte verhindern, dass sich Seifenablagerungen festsetzen, und entlasten den monatlichen Waschgang.

Wann ein neuer Vorhang sinnvoll ist

Das Waschen lohnt nur, solange das Material intakt ist. Ersetzen Sie den Vorhang, wenn:

  • Schimmelflecken auch nach dem Waschen bleiben. Auf Plastik ziehen sie tief ins Material ein.
  • der Vorhang nach der Reinigung weiterhin muffig riecht.
  • das Material rissig, brüchig oder porös ist. Gerade ältere PEVA-Vorhänge werden mit der Zeit spröde.
  • der Vorhang Risse oder Löcher hat.

Wenn das Pflegeetikett die Maschinenwäsche verbietet und der Vorhang stark verschmutzt ist, ist ein Neukauf einfacher, als ihn vergeblich von Hand zu reinigen. Ist der Vorhang dagegen noch dicht und geruchsneutral, ist Waschen die ressourcenschonendere Wahl. Das spart Abfall und Geld.