Ein Duschvorhang hängt fast täglich im feuchten Bad. Dabei setzen sich Seifenreste, Hautschuppen, Kalk und Shampoospritzer auf dem Material ab. Das Duschwasser spült nur einen Teil davon ab, der Rest bleibt haften. Feuchte und diese Rückstände sind ein idealer Nährboden für Schimmel und Bakterien. Deshalb waschen Sie den Duschvorhang mehrmals im Jahr richtig. Nur abspülen reicht nicht.
Warum der Vorhang schmutzig wird
Die Rückstände von Duschgel, Shampoo und Seife kleben am Kunststoff oder Stoff fest. Dazu kommen Kalk aus dem Wasser und feine Schmutzpartikel, die das Duschen aufwirbelt. Die hohe Luftfeuchtigkeit im Bad hält diese Ablagerungen feucht. Das mögen Schimmelpilze und Bakterien. Wenn Sie den Vorhang nur mit Wasser abbrausen, entfernen Sie nur die oberflächlichen Spritzer. Die fettigen Seifenreste bleiben und bilden mit der Zeit einen grauen oder bräunlichen Film.
Wann Sie waschen sollten
Ein fester Rhythmus ist sinnvoll. Als Faustregel waschen Sie den Duschvorhang zwei bis vier Mal im Jahr, also alle drei bis sechs Monate. Duschen Sie sehr häufig, lüften Sie das Bad schlecht oder sehen Sie erste dunkle Flecken am unteren Rand, waschen Sie öfter. Riecht der Vorhang unangenehm oder fühlt er sich rutschig an, haben sich Bakterien angesammelt. Warten Sie nicht, bis sich schwarze Schimmelflecken bilden. Sie lassen sich schwerer entfernen und können das Material dauerhaft schädigen.
Material und Pflegeetikett prüfen
Schauen Sie vor dem Waschen auf das Pflegeetikett. Dort steht, ob der Vorhang maschinenwaschbar ist und welche Temperatur er verträgt. Die meisten Duschvorhänge aus Kunststoff oder beschichtetem Textil vertragen einen Waschgang bei niedriger Temperatur. Reine Stoffvorhänge aus Baumwolle oder Polyester sind meist unempfindlicher. Fehlt das Etikett oder ist es unleserlich, wählen Sie einen niedrigen Temperaturbereich und ein Schonprogramm. Das ist die sichere Variante.
Entfernen Sie vor dem Waschen alle Metallteile wie Haken oder Ösen, wenn das möglich ist. Metall rostet im Wasser und hinterlässt braune Flecken auf dem Vorhang. Bei Vorhängen mit eingenähten Metallösen stecken Sie den Vorhang in einen Wäschesack oder alten Kissenbezug, damit die Ösen nicht gegen die Trommel schlagen.
So waschen Sie in der Maschine
Geben Sie den Duschvorhang allein oder mit Handtüchern in die Waschmaschine. Handtücher sorgen für mehr Reibung und lösen die Seifenreste besser. Verwenden Sie normales Vollwaschmittel oder mildes Flüssigwaschmittel. Bleichmittel oder aggressive Fleckenentferner brauchen Sie bei Kunststoff nicht. Sie können das Material porös machen.
Wählen Sie ein Programm mit niedriger Schleuderdrehzahl, damit der Vorhang nicht knittert oder beschädigt wird. Bei Kunststoffvorhängen reicht ein kurzer Pflegeleichtgang. Ist der Vorhang stark verschmutzt, bearbeiten Sie die hartnäckigen Stellen am unteren Rand vor dem Waschgang mit einer weichen Bürste und etwas Spülmittel. Spülmittel löst Fett und Seifenreste gut.
Trocknen und wieder aufhängen
Hängen Sie den Vorhang nach dem Waschen sofort wieder auf, am besten an der Duschstange. So trocknet er ohne Falten. Ein Trockner ist für die meisten Duschvorhänge ungeeignet. Die Hitze verformt Kunststoff und macht beschichtete Stoffe brüchig. Lassen Sie den Vorhang an der Luft trocknen, bei geöffnetem Fenster oder eingeschalteter Lüftung, damit die Feuchtigkeit schnell entweicht.
Riecht der Vorhang nach dem Waschen noch muffig, war die Wassertemperatur zu niedrig oder der Vorhang wurde zu lange feucht gelagert. Waschen Sie ihn dann erneut bei der höchsten verträglichen Temperatur und trocknen Sie ihn zügig.
Pflege zwischen den Wäschen
Damit Sie nicht so oft waschen müssen, hilft ein einfacher Ablauf nach jeder Dusche: Ziehen Sie den Vorhang nach dem Duschen glatt, damit das Wasser ablaufen kann. Lassen Sie die Badezimmertür oder das Fenster offen, bis die Luftfeuchtigkeit gesunken ist. Ein feuchter, zusammengeschobener Vorhang trocknet schlecht und schimmelt schneller. Sie können den Vorhang außerdem regelmäßig mit einer Mischung aus Wasser und etwas Essig abwischen. Das entfernt Kalk und hemmt Schimmelbildung. Testen Sie die Mischung vorher an einer unauffälligen Stelle, denn Essig kann manche Kunststoffe angreifen.