Wer im Haushalt Unterstützung sucht, findet schnell Listen voller Ideen: vom Saugroboter über den Gemüseschneider bis zur Betreuungskraft aus Osteuropa. Die meisten nennen Produkte, aber keine Beweise. Sie sagen nicht, für wen sich etwas lohnt, zu welchem Preis und mit welchem Aufwand.

Die einzige unabhängige Untersuchung ist der Test der Stiftung Warentest vom Mai 2017. Er hat 13 bundesweit tätige Agenturen für die Vermittlung von Betreuungskräften aus Osteuropa geprüft. Für alle anderen Alltagshelfer fehlt eine vergleichbare Datengrundlage. Sie müssen also selbst entscheiden, welche Hilfe wirklich Zeit und Geld spart.

Der Stiftung-Warentest-Test zu Betreuungskräften

Der Test von Stiftung Warentest aus dem Jahr 2017 ist die einzige unabhängige Untersuchung, die einen Alltagshelfer-Bereich abdeckt. Die Stiftung hat 266 Vermittlungsunternehmen schriftlich befragt und anschließend 13 Anbieter einem aufwendigen Testverfahren unterzogen. Geprüft wurden unter anderem die Beratung, die Vertragsbedingungen und die Betreuung durch die Kräfte. Das Ergebnis: Die Qualität der Agenturen unterschied sich deutlich. Eine Betreuungskraft aus Osteuropa übernimmt dabei nicht nur die Pflege, sondern hilft laut Stiftung Warentest auch im Haushalt. Sie ist also im engeren Sinne eine Haushaltshilfe. Sie unterstützt bei der Körperpflege, beim Kochen, Einkaufen und bei der Wohnungsreinigung.

Wichtig ist, wie Sie die Ergebnisse lesen. Eine Anbieterseite zur „24 Stunden Pflege" behauptet, Stiftung Warentest habe den Anbieter „Küffel" als Spitzenreiter bestätigt. Diese Aussage stammt von der Webseite eines Unternehmens, nicht aus dem unabhängigen Testauszug. Die Stiftung nennt keinen einzelnen Sieger. Sie sollten solche Werbeaussagen also nicht als neutrales Gesamturteil behandeln. Der Test zeigt nur, dass es gute und schlechte Vermittler gibt, und dass Sie die Verträge genau prüfen müssen.

Warum Alltagshelfer-Listen wenig belegen

Die Idee von 88 Alltagshelfern für 2026 klingt verlockend, aber sie hält einer Prüfung nicht stand. Für fast alle Kategorien, die solche Listen nennen, fehlen Belege zu Nutzen, Preis, Wirkung oder Vergleich. Ein Saugroboter spart Zeit, wenn er die Wohnung regelmäßig reinigt, aber er kostet Anschaffung, Strom und Wartung. Ein Taschenmesserset erleichtert die Küchenarbeit, aber es lohnt nur, wenn Sie es tatsächlich nutzen. Eine App für die Einkaufsliste erspart Ihnen den Zettel, aber sie ändert nichts daran, dass Sie einkaufen müssen. Entscheidend ist, ob sie für Ihre Situation den Aufwand wert sind.

Ein weiteres Problem: Viele Listen vermischen Geräte, Dienstleistungen und digitale Helfer. Sie unterscheiden nicht, was für wen gedacht ist. Eine Betreuungskraft aus Osteuropa ist eine Dienstleistung mit laufenden Kosten und vertraglichen Verpflichtungen. Ein Dampfglätter ist ein Gerät mit einmaliger Anschaffung. Ein Einkaufsdienst ist wieder etwas anderes. Diese Unterschiede entscheiden, ob sich der Helfer lohnt. Eine Liste, die alles gleich behandelt, führt Sie nicht zu einer guten Entscheidung.

So prüfen Sie, ob ein Alltagshelfer sich lohnt

Statt einer Liste brauchen Sie eine Entscheidungsregel. Für jedes Gerät, jede Dienstleistung und jede App stellen Sie vier Fragen:

  • Was kostet es wirklich? Rechnen Sie nicht nur den Anschaffungspreis, sondern auch Verbrauchsmaterial, Wartung, Strom oder monatliche Gebühren. Ein günstiger Saugroboter kann durch Ersatzteile teuer werden.
  • Wie viel Zeit spart es tatsächlich? Ein Gerät, das Sie nur einmal im Monat nutzen, spart weniger Zeit als eine Dienstleistung, die wöchentlich hilft. Messen Sie die Zeit, die Sie konkret zurückgewinnen.
  • Was übernimmt es wirklich? Ein Saugroboter reinigt den Boden, aber er räumt nicht auf. Eine Betreuungskraft hilft im Haushalt, aber sie ersetzt keine Pflegeeinrichtung. Sie müssen wissen, was der Helfer leistet und was nicht.
  • Was passiert, wenn es nicht funktioniert? Ein Gerät kann kaputtgehen, eine App kann eingestellt werden, eine Agentur kann wechseln. Prüfen Sie, ob Sie Ersatz bekommen oder ob Sie auf sich gestellt sind.

Diese Fragen führen Sie zu einer konkreten Entscheidung. Bei einem Saugroboter lohnt sich die Anschaffung, wenn Sie einen großen Haushalt mit wenig Zeit haben und der Roboter regelmäßig läuft. Sie lohnt sich nicht, wenn Sie nur eine kleine Wohnung mit wenigen Teppichen haben und das Gerät nach zwei Wochen in der Ecke steht. Bei einer Betreuungskraft aus Osteuropa lohnt sich die Vermittlung, wenn Sie eine Person brauchen, die regelmäßig kommt und mehrere Aufgaben übernimmt. Sie lohnt sich nicht, wenn Sie nur gelegentlich Hilfe beim Fensterputzen brauchen, dafür gibt es günstigere lokale Dienste.

Wo Sie verlässliche Tests finden

Für Haushaltsgeräte und digitale Helfer gibt es keine zentrale Vergleichsstelle, die alles testet. Stiftung Warentest prüft regelmäßig einzelne Produktgruppen, aber nicht alle. Die Verbraucherzentralen bieten Beratung und viele Tests. Für Dienstleistungen wie Betreuungskräfte ist die Lage anders. Hier gibt es den genannten Test von 2017, aber Sie müssen die aktuellen Anbieter selbst prüfen. Fragen Sie nach Referenzen, lesen Sie die Vertragsbedingungen genau und klären Sie, wer haftet, wenn die Betreuungskraft ausfällt. Ein Vermittler, der Ihnen alles verspricht, ohne dass Sie die Bedingungen verstehen, ist kein guter Vermittler.