Küchengeräte sammeln Fett, Krümel und Kalk. Jede Maschine braucht eine andere Pflege. Wer die Reinigung auf Material und Verschmutzungsgrad abstimmt, verlängert die Lebensdauer und spart Geld. Für fast alle Aufgaben reichen wenige milde Mittel, wenn man sie richtig einsetzt.
Was die Küchenreiniger-Tests zeigen
Stiftung Warentest hat 2016 insgesamt 21 Küchenreiniger geprüft: 17 fettlösende Sprays, zwei Scheuermilch-Produkte und zwei Allzweckreiniger. 17 Produkte schnitten mit „gut" ab, eines fiel durch, und der einzige Bio-Reiniger erreichte nur „ausreichend". Im Test mussten vier Reiniger angebrannte Bratensauce unter identischen Bedingungen entfernen. Schon nach wenigen Wischbewegungen zeigten sich deutliche Unterschiede.
Die meisten Sprays kamen mit Fett und angebrannten Speiseresten gut zurecht. Die schwächsten Produkte blieben hinter Scheuermilch und Allzweckreiniger zurück. Für die Praxis heißt das: Ein teures Spezialprodukt ist nicht automatisch besser. Ein guter Allzweckreiniger reicht für viele Flächen völlig aus.
Drei Reiniger genügen für den Küchenalltag
Für den normalen Küchenalltag genügen drei Produkte: ein mildes Spülmittel für empfindliche Oberflächen, ein fettlösender Spray für Herd und Arbeitsplatte sowie eine Scheuermilch oder ein Scheuerschwamm für hartnäckige, angebrannte Stellen. Spezialreiniger für einzelne Geräte brauchen Sie nur, wenn die Hersteller sie ausdrücklich vorschreiben, etwa bei bestimmten Beschichtungen.
Dosieren Sie sparsam. Zu viel Reiniger hinterlässt Rückstände, die Sie anschließend abspülen müssen, ohne dass die Reinigungswirkung steigt. Bei empfindlichen Flächen wie Edelstahl oder lackierten Fronten testen Sie das Mittel zuerst an einer unauffälligen Stelle.
Küchengeräte nach Material pflegen
Nicht jedes Gerät verträgt dieselbe Behandlung. Edelstahl reinigen Sie am besten mit einem weichen Tuch und etwas Spülmittel. Wischen Sie mit klarem Wasser nach und reiben Sie trocken, sonst entstehen Wasserflecken. Bei lackierten oder matten Oberflächen verzichten Sie auf Scheuermittel, weil sie die Oberfläche anrauen.
Kaffeemaschinen brauchen regelmäßig Entkalkung, sonst setzt sich Kalk in den Leitungen ab und der Kaffee schmeckt bitter. Verwenden Sie das vom Hersteller empfohlene Entkalkungsmittel oder Zitronensäure nach Anleitung. Bei Filtermaschinen spülen Sie den Filterkorb nach jedem Gebrauch. Bei Vollautomaten spülen Sie die Brühgruppe, also die Einheit, die das Kaffeepulver verarbeitet, sowie den Wassertank.
Toaster entleeren Sie regelmäßig über die Krümelschublade und wischen das Gehäuse außen mit einem feuchten Tuch ab. Stecken Sie den Toaster vor der Reinigung immer aus und tauchen Sie ihn niemals ins Wasser.
Küchenmaschinen sicher reinigen
Ein Test von Küchenmaschinen zeigte, dass nur zwei der geprüften Geräte gut abschnitten und zwei andere ein Verletzungsrisiko darstellten. Die Maschinen sollten Zwiebeln schneiden, Teig kneten und Gemüse pürieren. Für die Pflege heißt das: Zerlegen Sie die Maschine nach jedem Gebrauch in ihre Einzelteile. Spülen Sie Messer und Schüssel getrennt und trocknen Sie alles gründlich, bevor Sie es wieder zusammensetzen.
Achten Sie auf scharfe Klingen. Beim Reinigen von Hand fassen Sie die Messer am Griff oder an der Rückseite an. In der Spülmaschine platzieren Sie die Teile so, dass die Klingen nicht andere Gegenstände berühren. Prüfen Sie regelmäßig, ob Dichtungen und Einsätze noch fest sitzen und keine Risse haben.
Wann sich ein Austausch lohnt
Alte Geräte verbrauchen oft deutlich mehr Strom als neue, effiziente Modelle. Stiftung Warentest hat sich mit der Frage beschäftigt, wann sich der Austausch von Stromfressern lohnt. Als Faustregel gilt: Ein Gerät, das regelmäßig läuft und viele Jahre alt ist, sollten Sie ersetzen, wenn die jährlichen Stromkosten den Kaufpreis eines neuen, effizienten Modells über einen überschaubaren Zeitraum aufwiegen. Bei einem Kühlschrank, der rund um die Uhr läuft, lohnt sich der Wechsel eher als bei einem Staubsauger, der nur selten zum Einsatz kommt.
Bevor Sie ein Gerät entsorgen, prüfen Sie, ob sich eine Reparatur lohnt. Ein defekter Dichtungsring oder ein verstopfter Filter lässt sich oft günstig ersetzen und verlängert die Lebensdauer um Jahre.