Die meisten Menschen möchten eine saubere und aufgeräumte Wohnung, aber das Putzen ist für viele lästig. Eine Umfrage aus dem Jahr 2024/25 zeigt: Die meisten Befragten legen Wert auf Sauberkeit, und viele hassen das Putzen. Laut einer Studie von 2022 verbringt ein Mensch im Laufe seines Lebens fast sieben Jahre mit Hausarbeit.
Mit durchdachten Methoden und klarer Ordnung verringern Sie diesen Aufwand spürbar. Sie brauchen nur wenige Reinigungsmittel. Sie halten die Ordnung dauerhaft, und Küche und Bad profitieren am meisten.
Wenige Reiniger reichen
Der Putzschrank muss nicht überquellen. Laut Stiftung Warentest kommen die meisten Haushalte mit wenigen Reinigern aus, wenn sie die Mittel richtig dosieren. Zu viel Reinigungsmittel hinterlässt Rückstände, die Sie nachwischen müssen. Für die tägliche Reinigung reichen ein Allzweckreiniger, ein Scheuermittel für hartnäckige Flecken und ein Entkalker für Bad und Küche.
Bei Kalkflecken im Bad hilft oft schon Essigwasser. Mischen Sie einen Teil Essig mit drei Teilen Wasser und lassen Sie die Lösung kurz einwirken. Bei Angebranntem auf dem Kochfeld weichen Sie die Stelle mit warmem Wasser ein, bevor Sie sie mit einem Scheuerschwamm scheuern. Fenster werden streifenfrei, wenn Sie an einem bewölkten Tag putzen und dabei das Tuch nur leicht feucht halten. Bei praller Sonne trocknet das Wasser zu schnell und hinterlässt Schlieren.
Ordnung halten statt ständig aufräumen
Der einfachste Weg zu einem aufgeräumten Zuhause ist, Dinge direkt nach Gebrauch an ihren Platz zurückzulegen. Wer den Schlüssel immer an dieselbe Hakenleiste hängt und die Post sofort in den Papierkorb oder den Ablagekorb sortiert, muss nicht groß aufräumen. Körbe, Aufbewahrungsboxen und feste Ablageflächen helfen dabei. Geben Sie jedem Familienmitglied eigene, beschriftete Fächer, damit niemand lange suchen muss.
Regale und Schränke funktionieren am besten, wenn sie nicht vollgestopft sind. Räumen Sie einmal im Monat aus, was Sie nicht mehr nutzen, und geben Sie es weiter oder entsorgen Sie es. Eine feste Ablagefläche für häufig genutzte Gegenstände wie Fernbedienungen oder Brillen verhindert, dass sie quer durch die Wohnung wandern. Für Kinder lohnt sich ein niedriges Regal, das sie selbst erreichen, damit sie ihre Spielsachen alleine wegräumen können.
Küche und Bad zuerst
In der Umfrage von 2024/25 sagten viele Befragte, die Hygiene in der Küche sei ihnen am wichtigsten; andere nannten das Bad. Küche und Bad verdienen daher die meiste Aufmerksamkeit. Mit kleinen täglichen Routinen setzen sich Schmutz und Kalk nicht fest. Wischen Sie nach dem Kochen die Arbeitsfläche mit einem feuchten Mikrofasertuch ab. Spülen Sie das Spülbecken direkt nach der Benutzung. Im Bad trocknen Sie die Fliesen nach dem Duschen mit einem Abzieher. So vermeiden Sie Kalkflecken.
Für die wöchentliche Grundreinigung von Küche und Bad reichen wenige Handgriffe. Einmal pro Woche reinigen Sie Herd und Dunstabzugshaube und entkalken Wasserhähne und Duschkopf. Ein feuchtes Tuch und ein mildes Reinigungsmittel entfernen die meisten Verschmutzungen. Aggressive Chemikalien brauchen Sie dafür nicht. Bei hartnäckigen Ablagerungen lassen Sie das Reinigungsmittel einige Minuten einwirken, bevor Sie es abwischen.
Putzplan, der zum Alltag passt
Täglich kurz zu putzen ist besser, als einmal pro Woche stundenlang zu putzen. Laut der Taskrabbit-Studie verbringt ein Mensch über ein Leben gerechnet 292 Tage mit Saugen und Wischen und 341 Tage mit Wäschewaschen. Wer den Staubsauger griffbereit stehen hat und jeden Tag fünf Minuten saugt, verteilt die Arbeit gleichmäßig. Feste Waschtage halten den Wäscheberg klein, und ein Wäschekorb pro Person verhindert, dass Kleidung auf dem Boden landet.
Ein einfacher Wochenplan könnte so aussehen: Montag Bad putzen, Dienstag Staub wischen, Mittwoch saugen, Donnerstag Küche reinigen und Freitag Wäsche waschen. Am Samstag bleibt Zeit für größere Aufgaben wie Fenster oder Schränke. Planen Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich schaffen. Wenn Sie nur wenige Minuten pro Tag putzen und aufräumen, bleibt die Wohnung dauerhaft ordentlich. Ein großer Putztag wird nicht nötig.