Wer Wäsche vor dem Waschen nach Farbe, Material und Verschmutzungsgrad sortiert, verhindert Verfärbungen, eingelaufene Teile und beschädigte Stoffe. In die Maschine gehört nur zusammen, was ähnliche Temperatur, Schleuderprogramm und Waschmittel verträgt.
Nach Farben sortieren
Die Farbe ist der erste Sortierschritt. Teilen Sie die Wäsche in drei Gruppen: Weißes, Helles und Buntes sowie Dunkles. Weiße Wäsche verträgt hohe Temperaturen und bleicht nicht aus, aber ein einzelnes rotes oder blaues Teil verfärbt eine ganze Ladung. Helle und bunte Kleidung waschen Sie getrennt von dunkler, weil dunkle Stoffe beim ersten Waschen oft Farbe abgeben.
Neue Kleidungsstücke geben in den ersten Waschgängen besonders viel Farbe ab. Waschen Sie neue bunte oder dunkle Teile deshalb am besten separat oder zumindest mit ähnlichen Farben. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Stoff abfärbt, feuchten Sie eine unauffällige Stelle an und drücken Sie sie auf ein weißes Tuch. Bleibt Farbe zurück, gehört das Teil in die erste Wäsche allein.
Nach Material sortieren
Materialien bestimmen, welche Temperatur und welches Programm ein Kleidungsstück verträgt. Baumwolle und Leinen vertragen heiße Waschgänge. Synthetik wie Polyester und Elasthan wird bei niedrigen Temperaturen gewaschen, weil hohe Temperaturen die Fasern angreifen und verformen. Wolle und Seide gehören in ein Schonprogramm mit niedriger Temperatur und wenig Schleudern, sonst verfilzen oder laufen sie ein.
Auf dem Pflegeetikett stehen die erlaubte Höchsttemperatur und das passende Programm. Wenn Sie Materialien mischen, gilt die niedrigste Temperatur in der Ladung. Ein T-Shirt aus Synthetik verträgt keine heiße Wäsche, nur weil die Baumwollhose daneben liegt. Empfindliche Teile wie BHs, Spitzenwäsche oder Feinstrumpfhosen stecken Sie in einen Wäschesack, damit sie nicht zwischen schweren Kleidungsstücken beschädigt werden.
Nach Verschmutzungsgrad sortieren
Stark verschmutzte Wäsche braucht eine höhere Temperatur oder ein Programm mit Vorwäsche. Leicht verschmutzte Wäsche wird schon bei niedrigen Temperaturen sauber. Wenn Sie beides zusammen waschen, wird entweder das stark verschmutzte Teil nicht richtig sauber oder das empfindliche Teil unnötig strapaziert. Arbeitskleidung, Handtücher aus der Küche oder Sportwäsche mit hartnäckigen Flecken waschen Sie deshalb getrennt von normaler Alltagswäsche.
Behandeln Sie Flecken vor dem Waschen, am besten direkt nach dem Entstehen. Ein Fleck, der erst in der Maschine getrocknet wird, lässt sich danach schwerer entfernen. Prüfen Sie beim Sortieren auch, ob die Taschen leer sind. Kugelschreiber, Taschentücher oder Münzen richten in der Trommel Schaden an und hinterlassen Flecken auf anderen Teilen.
Häufige Fehler vermeiden
Der häufigste Fehler ist, alles zusammen zu waschen, um Zeit zu sparen. Ein einziges abfärbendes Teil verfärbt eine ganze Ladung, und ein Wollpullover, der bei hoher Temperatur mitwäscht, ist danach zu klein. Auch eine zu volle Trommel schadet: Wenn die Wäsche zu dicht liegt, bewegt sie sich kaum, wird ungleichmäßig sauber und bildet Knitterfalten. Füllen Sie die Trommel höchstens zu drei Vierteln.
Ein weiterer Fehler ist, die Pflegeetiketten zu ignorieren. Die Symbole geben nicht nur die Temperatur an, sondern auch, ob Sie das Teil bleichen, schleudern oder in den Trockner geben dürfen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, was ein Symbol bedeutet, waschen Sie lieber kühler und schonender. Zu viel Waschmittel schadet ebenfalls: Es löst sich bei niedrigen Temperaturen schlecht, bleibt als Rückstand auf der Kleidung und verursacht Hautreizungen. Dosieren Sie das Waschmittel nach Herstellerangabe und Wasserhärte.