Küchenvorhänge hängen näher am Herd als andere Vorhänge und saugen Kochdunst, Fettspritzer und Gerüche auf. Nach ein paar Monaten reicht Durchlüften nicht mehr. Die meisten Vorhänge bestehen aus Polyester, einer robusten Kunstfaser, die sich gut waschen lässt, aber bei zu heißem Bügeln oder Trocknen Schaden nimmt.
Der einfachste Weg zu sauberen Vorhängen: regelmäßig waschen, Fettflecken vorher behandeln und den Stoff nach dem Waschen feucht aufhängen. Wie oft sie in die Maschine müssen, hängt von der Küche ab.
Wie oft Küchenvorhänge in die Wäsche müssen
Für normale Vorhänge gilt: einmal bis zweimal im Jahr waschen reicht. In Haushalten, in denen geraucht wird oder ein offener Kamin brennt, waschen Sie die Vorhänge drei- bis viermal im Jahr. Küchenvorhänge liegen eher am oberen Ende dieser Spanne, weil sie Fett und Kochdunst direkt abbekommen. Ein verlässliches Zeichen, dass die Wäsche überfällig ist: Der Stoff riecht nach dem Lüften immer noch nach Essen oder fühlt sich fettig an.
Fettflecken vor dem Waschen behandeln
Fett lösen Sie am besten, bevor der Vorhang in die Waschmaschine kommt. Geben Sie einen Tropfen Spülmittel direkt auf den Fleck und reiben Sie ihn vorsichtig mit den Fingern ein. Spülmittel ist dafür gemacht, Fett zu lösen, und greift die meisten Stoffe nicht an. Lassen Sie das Mittel kurz einwirken und geben Sie den Vorhang dann in die Maschine. Bei hartnäckigen Rändern hilft eine weiche Bürste, aber nur auf der Rückseite und mit wenig Druck, damit der Stoff nicht ausfranst.
Prüfen Sie vorher das Pflegeetikett. Es nennt die höchste Waschtemperatur und gibt an, ob der Vorhang in den Trockner darf. Manche Vorhänge, etwa aus Viskose oder mit empfindlichen Bändern, vertragen nur Handwäsche.
Im Schonwaschgang waschen
Die meisten Küchenvorhänge sind aus Polyester. Der Stoff verträgt Maschinenwäsche gut, trocknet schnell und knittert weniger als Baumwolle. Waschen Sie die Vorhänge im Schonwaschgang bei niedriger Temperatur. Ein mildes Vollwaschmittel oder ein Colorwaschmittel für bunte Stoffe genügt. Verzichten Sie auf Bleichmittel und Weichspüler: Weichspüler legt sich als Film auf die Fasern und zieht neuen Staub und Fett schneller an.
Füllen Sie die Maschine nicht zu voll. Wenn die Vorhänge zusammengequetscht in der Trommel liegen, waschen sie sich ungleichmäßig und bleiben stärker zerknittert. Bei sehr großen Vorhängen waschen Sie nur einen Vorhang pro Durchgang.
Fettgeruch und Kochdunst entfernen
Der Geruch von Fett und Kochdunst sitzt in den Fasern und verschwindet beim normalen Waschen meist vollständig. Riechen die Vorhänge nach dem Waschgang immer noch nach Fett, hilft ein Schuss Haushaltsessig im Spülgang. Essig neutralisiert Gerüche und hinterlässt nach dem Trocknen keinen Eigengeruch. Geben Sie den Essig in das Weichspülerfach und testen Sie die Verträglichkeit vorher an einer unauffälligen Stelle. Bei empfindlichen Stoffen kann Essig die Farbe angreifen.
Lassen Sie die Vorhänge nach dem Waschen nicht in der Maschine liegen. Nasse Stoffe fangen schnell an muffig zu riechen, und dieser Geruch lässt sich schwerer entfernen als der Fettgeruch.
Knitter vermeiden und entfernen
Die meisten Falten entstehen, wenn die Vorhänge zu lange nass in der Maschine oder im Wäschekorb liegen. Nehmen Sie sie direkt nach dem Waschgang heraus, schütteln Sie sie kräftig aus und hängen Sie sie feucht auf. Schon beim Trocknen glätten sich die meisten Knitter von selbst. Bei Polyester reicht das fast immer, der Stoff braucht selten ein Bügeleisen.
Wenn doch Falten bleiben, ist Dampf die schonendere Alternative. Ein Handdampfglätter entfernt Knitter, ohne dass das Bügeleisen den Stoff berührt. Falls Sie bügeln: Stellen Sie die niedrigste Stufe ein und bügeln Sie auf der Rückseite. Polyester verträgt keine hohe Hitze, sonst schmilzt der Stoff oder bekommt Glanzstellen. Auch der Trockner ist für Polyester nur geeignet, wenn das Pflegeetikett es ausdrücklich erlaubt; bei zu hoher Hitze läuft der Stoff ein oder verformt sich.