Kunststofffenster im Altbau vergilben mit den Jahren. Ob eine Reinigungsmethode hilft, hängt von der Ursache ab. Fett, Nikotin und Staub sitzen auf der Oberfläche. Milde Mittel entfernen sie. Wenn der Kunststoff selbst durch Sonnenlicht und Wärme gealtert ist, bleibt die gelbe Färbung auch nach gründlichem Putzen sichtbar. Dann hilft nur eine professionelle Aufbereitung.
Typische Fälle sind Küchenfenster mit Fettfilm, Südseitenfenster mit UV-Vergilbung, Badfenster mit schwarzen Ablagerungen und Fenster aus Raucherwohnungen.
Warum Kunststoffrahmen vergilben
Kunststoffrahmen vergilben aus zwei Gründen. Erstens setzen sich Fett, Nikotin, Staub und Ruß auf der Oberfläche ab und bilden einen gelblichen Film. Zweitens verändert UV-Strahlung das Material selbst. Die Weichmacher und Stabilisatoren im Kunststoff bauen sich über Jahre ab, der Rahmen wird brüchig und nimmt einen gelben Ton an. Auch starke Temperaturschwankungen, wie sie in Altbauten mit alten Fenstern üblich sind, beschleunigen diesen Prozess.
Anhand dieser Unterscheidung wählen Sie das passende Reinigungsmittel. Ein Fettfilm lässt sich mit Spülmittel entfernen, eine Materialverfärbung nicht.
Küchenfenster mit Fettfilm
In Altbauküchen sitzt das Fenster oft direkt neben dem Herd. Beim Kochen setzt sich ein feiner Fettfilm auf dem Rahmen ab, der Staub anzieht und mit der Zeit eine gelbbraune Schicht bildet. Diese Verschmutzung sitzt auf der Oberfläche und lässt sich mit einer milden Reinigung entfernen.
Mischen Sie einen Spritzer Spülmittel in warmes Wasser und wischen Sie den Rahmen mit einem weichen Baumwolltuch ab. Bei hartnäckigen Stellen lassen Sie die Lösung kurz einwirken und wischen dann nach. Putzen Sie regelmäßig, am besten nach dem Kochen oder einmal pro Woche. So verhindern Sie, dass sich der Fettfilm festsetzt. Reicht Spülmittel nicht aus, nehmen Sie einen speziellen Kunststoffreiniger. Der HG Kunststoff Reiniger zum Beispiel löst auch hartnäckige Flecken und schont das Material.
Setzen Sie hier keinen Dampfreiniger ein. Der heiße Dampf greift die Kunststoffoberfläche an und kann die Dichtungen beschädigen.
Südseite mit UV-Vergilbung
Ein Fenster zur Südseite bekommt über Jahre direkte Sonneneinstrahlung. Der Kunststoff altert dadurch schneller. Die Vergilbung sitzt tief im Material. Wenn Sie einen solchen Rahmen mit Spülmittel reinigen, verschwindet der gelbe Ton nicht, weil die Verfärbung im Kunststoff selbst sitzt.
Gegen diese tief sitzende Verfärbung helfen keine Hausmittel. Auch wiederholtes Putzen ändert nichts an der Materialverfärbung. In diesem Fall hilft nur eine professionelle Aufbereitung. Dabei behandelt ein Fachbetrieb den Rahmen mit speziellen Mitteln und arbeitet die oberste Kunststoffschicht auf.
Badfenster mit schwarzen Ablagerungen
In Badezimmern setzen sich an Kunststoffrahmen häufig schwarze Ablagerungen fest, weil Feuchtigkeit und Seifenreste an Dichtungen und Ecken hängen bleiben. Diese Flecken entfernen Sie mit einem milden Allzweckreiniger und einem weichen Tuch. Wischen Sie die Rahmen nach dem Duschen kurz trocken, damit sich keine neuen Ablagerungen bilden.
Essig eignet sich nur gegen Grünbelag, also gegen Algen und Moos, die sich an feuchten Stellen ansiedeln. Gegen gelbe Verfärbungen oder schwarze Seifenreste bringt Essig wenig. Verwenden Sie ihn sparsam und nur dort, wo tatsächlich Grünbelag sitzt.
Raucherwohnung mit Nikotinschleier
In Wohnungen, in denen lange geraucht wurde, überzieht ein gelbbrauner Nikotinschleier die Fensterrahmen. Diese Schicht ist zäh und haftet stark. Lösen Sie sie mit einer Spülmittellösung aus warmem Wasser. Wringen Sie das Tuch mehrfach aus und wischen Sie den Rahmen in mehreren Durchgängen ab. Lassen Sie die Lösung kurz einwirken, bevor Sie nachwischen.
Verwenden Sie dabei kein Chlor, kein Aceton und keine Scheuermittel. Diese Mittel greifen den Kunststoff an und machen die Oberfläche rau und stumpf. Sie können den Rahmen dauerhaft schädigen. Auch scheuernde Schwämme hinterlassen Kratzer. In den Kratzern setzt sich später neuer Schmutz fest.
Diese Reiniger schaden dem Kunststoff
Chlor, Aceton, Scheuermittel und Dampfreiniger haben an Kunststofffenstern nichts verloren. Sie lösen die Oberfläche an, zerstören die Schutzschicht und hinterlassen Risse und stumpfe Stellen. Ein einmal geschädigter Rahmen lässt sich nicht mehr mit Hausmitteln reparieren.
Bleiben Sie bei milden Haushaltsreinigern, Spülmittel oder einem Allzweckreiniger, und verwenden Sie immer ein weiches Baumwolltuch. Das reicht für alle Verschmutzungen, die auf der Oberfläche sitzen.
Wann Profis ranmüssen
Wenn die Vergilbung nach gründlicher Reinigung mit Spülmittel und warmem Wasser bestehen bleibt, sitzt sie im Material. Wiederholtes Putzen ändert daran nichts, und aggressive Mittel machen alles nur schlimmer. Dann beauftragen Sie einen Fachbetrieb, der den Rahmen professionell aufbereitet. Das lohnt sich vor allem bei Fenstern, die ansonsten noch in gutem Zustand sind und nicht ausgetauscht werden müssen.