Putzen kostet Zeit, die Sie vermutlich lieber anderweitig verbringen. Deshalb lohnt es sich, den Schmutz genau zu betrachten: Fett entsteht beim Kochen und an Türgriffen, Kalk im Bad, Staub kommt von draußen oder wird beim Toasten und Drucken erzeugt. Wer weiß, womit er es zu tun hat, greift zu einem passenden Mittel.
Die 18 Ideen sind nach Räumen und Aufgaben geordnet, von der Küche über das Bad bis zum Putzplan. Sie verwendeten Alltagsmittel und lassen sich einzeln in den Alltag einbauen. Wie oft geputz ist zu werden bleibt eine ästhetische Entscheidung; nur Hausfrau oder Tierhaarallergiker sollten öfter Austen und Böden reinigen.
Küche reinigen
In der Küche sammelt sich vor allem Fett an, häufig gemischt mit Essensresten und Staub. Für die meisten Flächen reichen warmes Wasser und ein Tropfen Spülmittel; einige Stellen brauchen etwas mehr Aufmerksamkeit.
1. Spüle und Arbeitsflächen direkt abwischen. Nehmen Sie nach dem Kochen ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel und wischen Sie die Flächen ab, solange die Rückstände frisch sind. Eingetrocknetes Fett erfordert deutlich mehr Kraft und hinterlässt sonst Filmreste.
2. Herdplatte lauwarm reinigen. Warten Sie, bis die Platte abgekühlt ist, aber noch spürbar Wärme abgibt. Dann löst sich Eingebranntes leichter. Geben Sie den Reiniger auf das Tuch oder die warme Platte und wischen Sie anschließend mit klarem Wasser nach.
3. Spülbecken und Armatur entkalken. Träufeln Sie Essigessenz oder eine Zitronensäurelösung auf einen feuchten Lappen und wischen Sie Becken und Armaturen aus. Nach kurzer Einwirkzeit mit klarem Wasser nachspülen, damit keine Säurereste bleiben.
4. Mikrowelle mit Dampf reinigen. Stellen Sie eine Schüssel Wasser mit etwas Zitronensaft in die Mikrowelle und erhitzen Sie sie einige Minuten. Der Dampf weicht angetrocknete Speisereste auf, die Sie danach mit einem Tuch entfernen.
5. Kühlschrank ausräumen und abwischen. Nehmen Sie alle Fächer und Schubladen heraus, waschen Sie sie in der Spüle mit Spüllauge und wischen Sie das Innere aus. Dabei fällt sofort auf, welche Lebensmittel abgelaufen sind und aussortiert gehören.
Bad reinigen
Kalk und Seifenreste sind die häufigsten Ablagerungen im Bad. Spülmittel löst sie nicht, dafür Säuren wie Essigessenz oder Zitronensäure. Mit ein paar Gewohnheiten verhindern Sie außerdem, dass sich der Belag erst festsetzt.
6. Dusche nach jedem Duschen abziehen. Ein Abzieher entfernt in ein paar Sekunden das Wasser von Fliesen und Duschwand, bevor der Kalk aus dem Wasser entstehen kann. Diese Routine spart später die mühsame Grundreinigung.
7. Duschkopf und Armaturen in Essig einlegen. Lösen Sie den Duschkopf ab und legen Sie ihn in eine Schale mit Essigessenz oder Zitronensäurelösung. Die Ablagerungen lösen sich meist über Nacht. Bei verchromten Teilen halten Sie die Einwirkzeit kürzer und spülen gründlich nach.
8. WC mit Essig und Natron behandeln. Geben Sie etwas Essig in die Schüssel, streuen Sie Natron darüber und lassen Sie die Mischung ein paar Minuten einwirken, dann schrubben Sie mit der Bürste. Kombinieren Sie niemals Essig oder Natron mit Chlorreiniger, dabei entstehen gesundheitsschädliche Dämpfe.
9. Zahnputzbecher und Seifenspender auswaschen. In den Behältern bilden sich mit der Zeit Schlieren und Seifenreste. Wer sie regelmäßig durch die Spülmaschine oder eine Spüllauge laufen lässt, hält sie ohne zusätzliches Putzmittel sauber.
10. Spiegel mit Mikrofasertuch polieren. Sprühen Sie Glasreiniger auf das Tuch und wischen Sie den Spiegel in Bahnen. Ein trockenes Mikrofasertuch nimmt die letzten Streifen auf und sorgt für ein klares Bild ohne Schlieren.
Staub entfernen
Staub gelangt von draußen in die Wohnung oder entsteht im Haushalt, etwa beim Toasten und Drucken. Der Feinstaub fliegt durch die Luft und lässt sich nicht wegwischen; er kann die Atemwege reizen. Studien deuten darauf hin, dass die Partikel in Zellen Entzündungen auslösen können, auch wenn die genauen Folgen noch unklar sind. Regelmäßiges Staubwischen und Lüften halten die Belastung niedrig.
11. Von oben nach unten staubwischen. Beginnen Sie mit den oberen Regalbrettern und arbeiten Sie sich nach unten vor. Der Staub, den Sie lösen, fällt auf Flächen, die im selben Durchgang noch gewischt werden.
12. Erst saugen, dann wischen. Der Staubsauger nimmt den losen Staub auf, der Wischmopp holt den Rest vom Boden. Wer zuerst wischt, verteilt den Staub nur. In Haushalten mit Haustieren lohnt sich häufigeres Saugen, besonders an den Stellen, an denen die Tiere liegen.
13. Stoßlüften gegen Feinstaub. Öffnen Sie mehrmals am Tag für einige Minuten die Fenster weit. Der meiste Feinstaub stammt von draußen, frische Luft senkt die Konzentration in der Wohnung schneller als bei geschlossenen Fenstern.
14. Türgriffe und Lichtschalter abwischen. Auf diesen Flächen setzen sich Fett und Hautschuppen ab, und sie werden beim Putzen oft übersehen. Ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel reicht, danach mit einem trockenen Tuch nachreiben.
Sofa und Rollos
Polster und Rollos nehmen viel Staub auf, lassen sich aber mit einfachen Mitteln reinigen. Dafür brauchen Sie in erster Linie den Staubsauger mit dem passenden Aufsatz.
15. Sofa und Polster absaugen. Fahren Sie mit dem Polsteraufsatz langsam über die gesamte Fläche und arbeiten Sie dabei auch die Ritzen ab. So verschwinden Staub und Krümel, ohne dass Sie ein Polsterreinigungsmittel einsetzen müssen. Abnehmbare Bezüge waschen Sie nach den Angaben des Herstellers.
16. Rollos und Jalousien mit einer Socke abwischen. Ziehen Sie eine feuchte Socke über die Hand und fahren Sie damit über die Lamellen. Der Staub bleibt im Stoff hängen. Alternativ nehmen Sie den Bürstenaufsatz des Staubsaugers und fahren die Fläche damit ab.
17. Mikrofasertücher statt Staubwedel. Ein Staubwedel wirbelt die Partikel auf, ein Mikrofasertuch nimmt sie auf und bindet sie. Halten Sie mehrere Tücher bereit und wechseln Sie sie, sobald eine Fläche stark verschmutzt ist. Die benutzten Tücher gehören in die Wäsche.
Putzplan
Gesundheitlich gibt es in der Regel keinen Grund, einmal pro Woche die ganze Wohnung zu putzen. Wer unter Hausstaub- oder Tierhaarallergie leidet, sollte Staub und Böden dafür häufiger reinigen. Für alle anderen ist die Häufigkeit eine Frage des eigenen Anspruchs.
18. Einen Putzplan mit kurzen Einheiten aufstellen. Verteilen Sie die Aufgaben über die Woche, statt alles an einem Tag zu erledigen. Eine feste Reihenfolge, etwa Küche am Montag, Bad am Mittwoch und Staub am Freitag, macht die Arbeit planbar. Wer wenig Zeit hat, nimmt sich pro Tag eine einzige Aufgabe vor und bleibt damit eher dran.