Wer im Haushaltsbereich Inhalte plant – etwa zu Reinigen, Pflegen oder Aufräumen – will wissen, wonach Menschen in Deutschland wirklich suchen. Die Keyword-Recherche wertet aus, was Nutzer in Suchmaschinen eingeben, und zeigt Suchvolumen, Konkurrenz und saisonale Schwankungen.

Für Haushaltsthemen lohnt sich das, weil die Suchmuster stark von Jahreszeiten, Trends und konkreten Problemen abhängen.

Google Keyword Planner: Suchvolumen ermitteln

Der Google Keyword Planner ist ein kostenloses Tool, das ursprünglich für Werbetreibende gedacht ist, aber auch für die Content-Planung funktioniert. Sie benötigen ein Google-Konto und können dann Suchbegriffe eingeben, um monatliche Suchvolumen in Deutschland zu sehen. Ein Beispiel: Geben Sie „Bad reinigen" ein, zeigt das Tool verwandte Begriffe wie „Bad reinigen Hausmittel" oder „Bad reinigen ohne Chemie" mit jeweiligem Suchvolumen.

Der Haken: Die Zahlen sind gerundet und zeigen nur Spannen statt exakter Werte. Die gerundeten Spannen reichen für eine erste Orientierung: Sie erkennen damit, welche Themen eine breite Nachfrage haben und wo Nischen mit weniger Konkurrenz liegen. Für Haushaltsthemen wie „Wäsche waschen" oder „Boden wischen" bekommen Sie so eine solide Basis.

Google Autocomplete: Long-Tail-Keywords finden

Die Autocomplete-Funktion von Google liefert Vorschläge, während Sie tippen. Diese Vorschläge spiegeln reale Suchanfragen wider und sind eine schnelle, kostenlose Quelle für Keyword-Ideen. Tippen Sie „Küche putzen" ein, erscheinen Ergänzungen wie „Küche putzen mit Backpulver" oder „Küche putzen Reihenfolge". Diese längeren, spezifischen Suchbegriffe nennt man Long-Tail-Keywords. Sie haben oft weniger Konkurrenz und zeigen konkrete Nutzerbedürfnisse.

Am Ende der Suchergebnisseite finden Sie den Bereich „Ähnliche Suchanfragen". Diese Liste ergänzt Ihre Ideen um verwandte Begriffe, die Sie vielleicht nicht bedacht haben. Für Haushaltsthemen entstehen so Listen mit konkreten Fragestellungen, etwa zu Fleckenentfernung, Materialpflege oder Aufbewahrungslösungen.

Google Trends: Saisonalität erkennen

Haushaltsthemen folgen klaren Jahreszeiten. Fensterputzen ist im Frühjahr gefragt, Weihnachtsputz im Dezember, und das Aufräumen nach der Adventszeit boomt im Januar. Google Trends zeigt diese Schwankungen grafisch über die Zeit. Sie sehen, wann ein Thema ansteigt und wann es abflaut, und können Ihre Inhalte entsprechend planen.

Das Tool ist kostenlos und benötigt kein Konto. Sie vergleichen bis zu fünf Begriffe direkt miteinander, etwa „Frühjahrsputz" und „Herbstputz", und sehen regionale Unterschiede innerhalb Deutschlands. So erkennen Sie, ob ein Thema in Süddeutschland stärker nachgefragt wird als im Norden. Das ist für lokale Anpassungen nützlich.

AnswerThePublic: Fragen und Präpositionen finden

AnswerThePublic visualisiert Suchanfragen rund um ein Hauptkeyword. Es sammelt Autocomplete-Daten und sortiert sie nach Fragen (wie, was, warum), Präpositionen (mit, ohne, für) und Vergleichen (vs., oder). Für Haushaltsthemen liefert das wertvolle Einblicke: „Wie oft sollte man Bettwäsche wechseln?", „Backofen reinigen ohne Chemie" oder „Staubsauger oder Besen".

Die kostenlose Version zeigt eine begrenzte Anzahl an Ergebnissen pro Tag, was für eine erste Ideensammlung ausreicht. Die Visualisierung als Kreisdiagramm wirkt unübersichtlich, aber Sie können die Ergebnisse auch als Liste exportieren. Diese Fragen eignen sich direkt als Überschriften oder Abschnitte für Ihre Inhalte.

Ahrefs und Semrush: Konkurrenz und Keyword-Schwierigkeit

Wer regelmäßig Inhalte im Haushaltsbereich plant, kommt an kostenpflichtigen Tools wie Ahrefs oder Semrush kaum vorbei. Beide bieten umfangreiche Keyword-Datenbanken, Suchvolumen, Keyword-Schwierigkeit (also wie schwer es ist, für einen Begriff zu ranken) und Wettbewerbsanalysen. Die Wettbewerbsanalysen zeigen, welche Seiten für bestimmte Begriffe ranken und wie stark sie sind, sodass Sie einschätzen können, ob sich ein Thema lohnt oder ob die Konkurrenz zu groß ist.

Ein praktisches Feature ist die Content-Lücke: Sie geben eine Konkurrenz-Website ein und sehen, für welche Keywords diese rankt, die Sie nicht abdecken. Bei Haushaltsthemen können Sie so etwa die Inhalte großer Ratgeber-Portale analysieren und eigene Lücken finden. Beide Tools kosten Geld, bieten aber Testphasen an. Für den Einstieg reicht oft ein Monat, um die wichtigsten Daten zu sammeln.

Sistrix: Sichtbarkeitsindex für deutsche Suchbegriffe

Sistrix ist ein deutsches Tool, das sich auf Sichtbarkeitsanalyse spezialisiert hat. Der Sichtbarkeitsindex zeigt, wie gut eine Website in den Google-Ergebnissen abschneidet. Für Haushaltsthemen können Sie damit die Stärke Ihrer Konkurrenz direkt vergleichen. Die Analyse zeigt zum Beispiel bei „Reinigungsmittel" oder „Aufräumen", welche Seiten weit vorne liegen und welche Strategien diese verfolgen.

Die Keyword-Datenbank von Sistrix umfasst auch deutsche Suchbegriffe mit historischen Daten. So erkennen Sie, ob ein Thema dauerhaft relevant ist oder nur kurzzeitig aufleuchtet. Sistrix ist kostenpflichtig, bietet aber eine begrenzte kostenlose Suche an, die für erste Einblicke ausreicht.

Keyword-Recherche Schritt für Schritt

Beginnen Sie mit einer Liste von Oberbegriffen aus Ihrem Bereich, etwa „reinigen", „pflegen", „aufräumen". Geben Sie diese in den Google Keyword Planner ein, notieren Sie die Suchvolumen und ergänzen Sie die Liste mit Autocomplete-Vorschlägen und den Fragen aus AnswerThePublic. Prüfen Sie dann mit Google Trends, ob die Themen saisonal schwanken.

Bewerten Sie anschließend die Konkurrenz. Suchen Sie nach den Begriffen und schauen Sie, welche Seiten ranken. Sind es große Portale mit vielen Inhalten, wird es schwer, dort vorne zu landen. Konzentrieren Sie sich auf Long-Tail-Keywords, bei denen klar ist, was der Suchende will, etwa „Fettfleck aus Sofa entfernen" statt „Sofa reinigen". Diese haben weniger Konkurrenz und ziehen gezielte Besucher an.