Wird Brot falsch gelagert, wird es schnell trocken oder schimmelig. Die richtige Aufbewahrung hängt von der Brotsorte, der Verpackung und dem Lagerort ab. Roggenbrot bleibt deutlich länger frisch als Weizenbrot. Brötchen brauchen eine andere Behandlung als ein großes Brot. Richtig gelagert bleiben Kruste und Krume länger erhalten, und Sie vermeiden Lebensmittelverschwendung.

Warum Brot austrocknet und schimmelt

Nach dem Backen gibt Brot ständig Feuchtigkeit ab. Die Feuchtigkeit wandert aus der Krume durch die Kruste nach außen. Je schneller das passiert, desto schneller wird das Brot hart und trocken. Schimmel braucht Feuchtigkeit, um zu wachsen. Beim Lagern geht es darum, die Feuchtigkeit im Brot zu halten, ohne ein feuchtes Klima zu erzeugen, in dem sich Schimmelpilze wohlfühlen.

Die Zusammensetzung des Teigs bestimmt, wie schnell das passiert. Roggenbrot und Vollkornbrot enthalten mehr Säure und bleiben dadurch natürlicherweise länger frisch, oft bis zu neun Tage. Weizenbrot trocknet schneller aus und ist meist nur etwa drei Tage genießbar. Wenn Sie also verschiedene Brote kaufen, behandeln Sie sie nicht gleich.

Die richtige Verpackung wählen

Die Verpackung bestimmt, wie viel Feuchtigkeit das Brot abgeben kann. Eine luftdichte Plastiktüte hält die Feuchtigkeit vollständig im Inneren. Das Brot bleibt weich, aber die Kruste wird zäh und die Schimmelgefahr steigt, weil sich Kondenswasser bildet. Eine offene Papiertüte lässt dagegen zu viel Feuchtigkeit entweichen, das Brot wird schnell hart.

Ein Stoffbeutel aus Leinen oder Baumwolle ist ein guter Kompromiss. Er lässt überschüssige Feuchtigkeit langsam entweichen, schützt aber vor dem Austrocknen. Die Kruste bleibt knuspriger als in Plastik, und das Brot hält einige Tage. Für Roggen- und Mischbrote ist der Stoffbeutel gut geeignet.

Der Römertopf, ein unglasierter Tontopf, funktioniert nach demselben Prinzip. Der Ton nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie bei Bedarf wieder ab. Sie müssen den Topf vor dem ersten Gebrauch wässern und gelegentlich reinigen, damit sich im porösen Material kein Schimmel bildet.

Brotkasten und Standort

Ein Brotkasten aus Holz, Steingut, Keramik oder Metall ist die zuverlässigste Lösung für Brot, das Sie mehrere Tage aufbewahren möchten. Der Kasten schafft ein ausgeglichenes Klima: Die Feuchtigkeit bleibt im Inneren, aber die Belüftungslöcher verhindern, dass sich Kondenswasser sammelt. Holz und Steingut regulieren die Feuchtigkeit besonders gut, weil sie selbst Wasser aufnehmen und abgeben können.

Auch der Standort des Kastens ist wichtig. Stellen Sie den Brotkasten an einen Ort mit gleichbleibend warmer, trockener Luft und etwas Luftzirkulation, zum Beispiel auf die Arbeitsfläche. Ein geschlossener Schrank oder eine Schublade ist ungeeignet, weil dort die Luft steht und sich Feuchtigkeit staut. Auch die Fensterbank ist ein schlechter Platz, weil die Temperatur dort stark schwankt und Sonnenlicht das Brot zusätzlich austrocknet.

Reinigen Sie den Brotkasten regelmäßig mit Essigwasser und lassen Sie ihn gut trocknen, bevor Sie neues Brot hineinlegen. Brotreste in den Ecken ziehen Feuchtigkeit an und werden schnell zur Schimmelquelle.

Brötchen frisch halten

Brötchen haben eine dünne Kruste und eine lockere Krume. Die Krume verliert besonders schnell Feuchtigkeit. Schon nach wenigen Stunden werden Brötchen zäh oder hart, wenn sie offen liegen. Brötchen sind also ein Frischprodukt für den gleichen oder höchstens den nächsten Tag.

Bewahren Sie Brötchen in einer Papiertüte auf, wenn Sie sie am selben Tag essen. Die Papiertüte lässt genug Feuchtigkeit entweichen, damit die Kruste knusprig bleibt, schützt aber vor dem schlimmsten Austrocknen. Eine Plastiktüte macht die Kruste schnell weich und gummiartig, das sollten Sie vermeiden.

Für den nächsten Tag gibt es zwei Möglichkeiten. Sie können die Brötchen in einem Stoffbeutel aufbewahren, dann bleiben sie weicher, verlieren aber an Knusprigkeit. Oder Sie frieren sie direkt nach dem Abkühlen ein. Eingefrorene Brötchen halten sich mehrere Wochen. Zum Aufbacken geben Sie sie gefroren für etwa fünf bis acht Minuten in den Ofen, dann werden sie wieder knusprig. In der Mikrowelle werden sie dagegen zäh und ledrig.