Wenn Gläser und Teller nach dem Spülgang noch Speisereste haben oder trüb aussehen, liegt das meist an den Sprüharmen. Die rotierenden Stangen im Innenraum der Spülmaschine verteilen das Wasser durch kleine Düsen auf das Geschirr. Verstopfen die Düsen, sinkt der Wasserdruck. Die Sprüharme drehen sich dann nicht mehr richtig, und das Geschirr bleibt ungleichmäßig sauber.
Die Lösung: Bauen Sie die Sprüharme aus und reinigen Sie die Düsen. Bevor Sie einen Reparaturdienst rufen, lohnt sich der Blick in den Innenraum. Die Reinigung kostet nichts und dauert nur wenige Minuten. In den meisten Fällen ist das Geschirr danach wieder sauber.
Warum die Sprüharme verstopfen
Die Düsen sind klein. Alles, was im Spülwasser mitschwimmt, kann sich darin festsetzen. Häufige Verursacher sind Papierfasern von Etiketten, Gemüsefasern, Fruchtkerne und Fischgräten. Auch Kalk aus hartem Wasser lagert sich mit der Zeit an den Düsen ab und verengt sie. Die Öffnungen an den äußeren Enden der Sprüharme sind schräg angeordnet. Das Wasser tritt in einem bestimmten Winkel aus und versetzt den Arm in Drehung, ähnlich wie bei einem Gartensprinkler. Ist genau diese schräge Öffnung zu, bleibt der Arm stehen, und das Wasser erreicht das Geschirr nicht mehr.
Sprüharme ausbauen
Bevor Sie reinigen, müssen Sie die Sprüharme ausbauen. Der obere Sprüharm sitzt meist unter dem oberen Geschirrkorb und wird von einer Mutter oder einem Steckverschluss gehalten. Der untere Sprüharm liegt im Boden des Geräts und lässt sich nach oben abziehen. Bei vielen Modellen genügt es, den Arm festzuhalten und die Mutter gegen den Uhrzeigersinn zu drehen. Wenn Sie unsicher sind, schlagen Sie in der Bedienungsanleitung Ihres Geräts nach. Die Sprüharme bestehen aus Kunststoff. Arbeiten Sie also vorsichtig, um die Düsen nicht zu beschädigen.
Düsen reinigen
Spülen Sie den ausgebauten Sprüharm unter fließendem Wasser ab, am besten von innen und außen. Hartnäckige Ablagerungen lösen Sie mit einem Zahnstocher, einer Nadel oder einer dünnen Büroklammer. Führen Sie das Werkzeug vorsichtig in die Düse und bewegen Sie es hin und her, bis der Kanal frei ist. Kalkablagerungen lösen Sie mit einer Lösung aus Essig und Wasser oder einem handelsüblichen Spülmaschinenreiniger. Lassen Sie den Sprüharm darin einweichen, bis sich der Kalk löst, und spülen Sie ihn danach gründlich ab. Kontrollieren Sie alle Öffnungen, auch die kleinen an den Enden. Nach dem Einsetzen der Sprüharme drehen Sie sie kurz von Hand, um zu prüfen, ob sie sich frei bewegen.
Filter reinigen
Wenn die Sprüharme sauber sind und das Geschirr trotzdem schmutzig bleibt, prüfen Sie den Filter im Boden des Spülraums. Das Sieb fängt grobe Reste ab, bevor das Wasser in die Pumpe gelangt. Wenn der Filter voll ist, bekommt die Pumpe weniger Wasser, und der Druck an den Sprüharmen sinkt. Drehen Sie den Filter heraus, spülen Sie ihn unter fließendem Wasser und setzen Sie ihn wieder ein. Diese Reinigung gehört auch dann zur monatlichen Pflege, wenn die Sprüharme nicht verstopft sind.
Richtig lüften und heizen
Die Spülmaschine gibt bei jedem Spülgang Feuchtigkeit an die Küchenluft ab, besonders wenn Sie die Tür direkt nach Programmende öffnen. Die feuchte Luft setzt sich an kühlen Wänden und Fenstern ab. Wenn die Küche selten gelüftet wird oder die Räume auskühlen, kann sich Schimmel bilden. Deshalb sollten Sie nach dem Spülen kurz lüften.
Lüften Sie die Küche nach dem Spülen mit weit geöffnetem Fenster, am besten als Stoßlüften: Fenster für ein paar Minuten ganz auf, dann wieder schließen. Das tauscht die Luft schneller aus als ein dauerhaft gekipptes Fenster, und die Wände kühlen dabei weniger ab. Im Winter reichen ein paar Minuten, im Sommer darf das Fenster länger offen bleiben. Wenn die Küche kein eigenes Fenster hat, öffnen Sie die Tür und schaffen Sie einen Luftwechsel.
Auch die übrigen Räume brauchen regelmäßig frische Luft. Schlafzimmer lüften Sie am besten vor dem Schlafengehen und morgens nach dem Aufstehen. Die Tür zu einem kühleren Schlafzimmer bleibt geschlossen. Sonst strömt warme feuchte Luft aus der Wohnung hinein und kondensiert an den kühlen Wänden. Im Wohnraum ist regelmäßiges Lüften ebenfalls nötig, wenn dort viele Pflanzen stehen oder Wäsche trocknet. Heizen Sie die Räume so, dass die Wände nicht auskühlen. Der Grundsatz ist, feuchte Luft nach draußen zu lassen, frische Luft hereinzulassen und die Räume nicht auskühlen zu lassen.