Sie sparen bei Wasch- und Reinigungsmitteln, wenn Sie richtig dosieren und die Kosten pro Anwendung vergleichen. Große Packungen sind nicht automatisch günstiger. Entscheidend ist, für wie viele Waschladungen oder Anwendungen der Inhalt laut Etikett reicht.

Wählen Sie Wasch- und Reinigungsmittel passend zum Einsatzbereich. Für die Wäsche genügen meist wenige Produkte, und eine kleine Grundausstattung deckt viele Reinigungsaufgaben ab. Spezialmittel lohnen sich nur, wenn Sie sie brauchen und sie für die jeweilige Oberfläche geeignet sind.

Waschmittel nach Waschladung vergleichen

Vergleichen Sie den Packungspreis mit der Zahl der Waschladungen auf der Verpackung. Teilen Sie den Preis durch die angegebene Zahl der Waschladungen. So sehen Sie, was eine Waschladung kostet, und können Packungen unterschiedlicher Größe vergleichen.

Wie viele Waschladungen eine Packung reicht, hängt von der Dosierung ab. Prüfen Sie deshalb, für welche Wasserhärte, Wäschemenge und Verschmutzung die Dosiertabelle gilt. Nur wenn diese Angaben zu Ihrem Haushalt passen, können Sie die Produkte sinnvoll vergleichen. Den Härtegrad Ihres Leitungswassers erfahren Sie bei Ihrem Wasserversorger.

Eine große Packung sagt wenig über die tatsächliche Menge an Waschmittel pro Waschgang aus. Bei Jumbo-Vollwaschmitteln können laut Verbraucherzentrale bis zu 30 Prozent Füllstoffe enthalten sein. Das gilt nicht pauschal für jede Großpackung: Vergleichen Sie die ausgewiesenen Waschladungen und die Dosierangaben, statt allein auf Gewicht oder Packungsgröße zu achten.

Waschmittel richtig dosieren

Passen Sie die Waschmittelmenge an Wäschemenge, Verschmutzung und Wasserhärte an. Für leicht oder normal verschmutzte Alltagswäsche reicht oft die dafür angegebene Menge. Bei weichem Wasser brauchen Sie weniger Waschmittel als bei hartem; mehr Waschmittel verbessert das Waschergebnis nicht und kostet zusätzlich.

Dosieren Sie auch Reiniger nach der Anleitung auf der Verpackung. Bei Putzmitteln führt zu viel Mittel nicht automatisch zu besserer Reinigung und kann Streifen hinterlassen. Umgekehrt sollten Sie die Menge nicht pauschal unter die Herstellerangabe senken. Bei Konzentraten zählt die vorgeschriebene Menge für die jeweilige Anwendung.

Frische Flecken lassen sich gezielt vorbehandeln. Dadurch reicht für die übrige Wäsche oft die Dosierung für leicht oder mittel verschmutzte Textilien. Wenn Sie die Waschmaschine voll beladen, brauchen Sie pro Wäschestück weniger Waschmittel. Waschen Sie die Textilien aber nur zusammen, wenn ihre Pflegehinweise das erlauben. Fein- und Wollwäsche sollten Sie nicht mit anderen Textilien in die Maschine geben, wenn sie dadurch zu eng liegen.

Waschmittel passend auswählen

Für viele Haushalte genügen ein kompaktes Vollwaschmittel und ein Colorwaschmittel. Vollwaschmittel eignet sich besonders für stark verschmutzte weiße oder helle Wäsche. Das enthaltene Bleichmittel ist für bunte Textilien unnötig und kann die Farben verblassen lassen. Colorwaschmittel ist für Buntwäsche gedacht.

Für Wolle und empfindliche Textilien beachten Sie die Angaben auf dem Etikett. Wollwaschmittel lässt sich laut Verbraucherzentrale auch für Feinwäsche verwenden; umgekehrt ist nicht jedes Feinwaschmittel für Wolle geeignet. Spezielle Waschmittel für schwarze Kleidung sind nicht grundsätzlich nötig.

Weichspüler macht Wäsche nicht sauberer und ist für einen normalen Waschgang nicht erforderlich. Auch Wäscheduft und zusätzliche Spezialmittel sind keine Pflicht. Lüften Sie Kleidung ohne Flecken, wenn sie noch tragbar ist, statt sie automatisch nach jedem Tragen zu waschen. Eine Vorwäsche ist bei heutiger Alltagswäsche oft entbehrlich, sofern die Kleidung nicht stark verschmutzt ist.

Reiniger nach Anwendung vergleichen

Bei konzentrierten Reinigern sagt der Packungspreis allein nicht, was eine Anwendung kostet. Prüfen Sie auf dem Etikett, wie viel Reiniger Sie pro Anwendung brauchen. Teilen Sie den Packungsinhalt durch diese Menge und den Packungspreis durch die daraus ermittelte Zahl der Anwendungen. So erfahren Sie, was eine Anwendung kostet. Vergleichen Sie nur Produkte, die für dieselbe Aufgabe und Oberfläche geeignet sind.

Eine kleine Grundausstattung deckt viele Arbeiten ab: Das Umweltbundesamt nennt Allzweckreiniger, Handspülmittel, Küchenreiniger oder Scheuermilch sowie einen sauren Sanitärreiniger. Für Flächen, die sich wischen oder scheuern lassen, können diese Mittel ausreichen. Mikrofasertücher lösen Schmutz mechanisch und helfen, mit weniger Reiniger auszukommen.

Ein Allzweckreiniger ist jedoch nicht für jede Oberfläche geeignet. Prüfen Sie die Produktangaben, besonders bei empfindlichen Materialien. Verdünnen Sie Reiniger nicht nach Gefühl, sondern nur so, wie es auf der Verpackung steht. So vermeiden Sie Fehlanwendungen und unnötigen Verbrauch.

Spezialmittel nur bei Bedarf kaufen

Für die normale Haushaltsreinigung sind Desinfektionsreiniger und chlorhaltige Sanitärreiniger meist entbehrlich. Das gilt auch für stark ätzende WC-Reiniger und chemische Abflussreiniger. Bei einem verstopften Abfluss können Sie zunächst eine Saugglocke oder eine Rohrspirale verwenden. Bewahren Sie Reinigungsmittel sicher auf und halten Sie die Sicherheitshinweise auf dem Etikett ein.

Prüfen Sie vor dem Nachkauf, ob ein vorhandenes Mittel den Zweck bereits erfüllt. Ein separates Produkt für jede Oberfläche oder jeden Raum vergrößert den Vorrat und die Ausgaben, ohne dass es für jede Aufgabe gebraucht wird.