Ein Saugroboter saugt nur so gut, wie er gepflegt ist. Verklebte Bürsten, verstaubte Sensoren und ein voller Staubbehälter senken die Saugleistung und stören die Navigation. Die wichtigsten Pflegeschritte dauern wenige Minuten und brauchen kein Spezialwerkzeug. Wer Bürsten und Sensoren regelmäßig reinigt, verlängert die Lebensdauer des Geräts und spart Reparaturkosten.

Warum die Saugleistung nachlässt

Die meisten Saugroboter haben Seitenbürsten, eine Hauptbürste und ein Unterdruck-System. Alle diese Teile verschmutzen mit der Zeit. Haare wickeln sich um die Bürstenachsen, Staub setzt sich in den Filtern fest, Fusseln verkleben die Sensoren. Dadurch saugt der Roboter schlechter, verliert die Orientierung oder bleibt mitten im Raum stehen.

Ein voller Staubbehälter senkt die Saugkraft ebenfalls deutlich. Viele Modelle melden den vollen Behälter selbst. Die Sensoren, die das melden, verschmutzen aber mit der Zeit und melden dann zu spät oder gar nicht. Wer den Behälter nach jedem Saugvorgang leert, hält die Saugleistung dauerhaft hoch. Bei Modellen mit Selbstentleerungsstation entfällt dieser Schritt. Dafür muss die Station selbst regelmäßig gereinigt werden.

Der richtige Reinigungsrhythmus

Die Wartung umfasst zwei Arten von Aufgaben: solche nach jedem oder fast jedem Saugvorgang und solche, die wöchentlich oder monatlich anfallen.

Leeren Sie den Staubbehälter nach jeder Reinigung, sofern das Gerät keine Selbstentleerung hat. Das dauert weniger als eine Minute und verhindert, dass sich der Staub im Behälter festsetzt. Wischen Sie einmal pro Woche die Sensoren ab und prüfen Sie die Seitenbürsten auf Verwicklungen. Reinigen Sie einmal im Monat den Filter und die Hauptbürste. Alle sechs bis zwölf Monate sollten Sie Filter und Verschleißteile wie Bürsten ersetzen, auch wenn sie noch intakt aussehen.

Seitenbürsten und Hauptbürste reinigen

Haare und Fäden verfangen sich zuerst in den Seitenbürsten. Sie sitzen an der Unterseite des Roboters. Bei den meisten Modellen lassen sie sich ohne Werkzeug abziehen oder mit einem kleinen Schraubendreher lösen. Legen Sie die Bürsten in warmes Wasser mit etwas Spülmittel und entfernen Sie Haare und Fusseln mit den Fingern oder einer Pinzette. Bei hartnäckigen Verwicklungen hilft ein feiner Kamm oder eine alte Zahnbürste.

Die Hauptbürste sitzt in der Mitte des Roboters unter einer Abdeckung. Bei den meisten Modellen ist sie ebenfalls abnehmbar. Setzen Sie die Bürste in der richtigen Reihenfolge wieder ein, sonst läuft sie unrund oder blockiert. Bei vielen Geräten gibt es eine Markierung oder eine kleine Abbildung, die die Einbaurichtung zeigt. Wenn die Borsten der Hauptbürste stark abgenutzt sind oder einzelne Borsten fehlen, sollten Sie die Bürste ersetzen. Eine abgenutzte Bürste reinigt deutlich schlechter und kann den Teppich beschädigen.

Sensoren richtig reinigen

Die Sensoren des Saugroboters sitzen an verschiedenen Stellen: an der Unterseite für die Teppicherkennung und den Absturzschutz, an der Vorderseite für die Hinderniserkennung und bei vielen Modellen oben am Gerät für die Navigation per Laser oder Kamera. Verschmutzte Sensoren stören die Navigation: Der Roboter fährt gegen Möbel, erkennt Treppen nicht oder verirrt sich im Raum.

Zur Reinigung genügt ein weiches, trockenes Mikrofasertuch. Wischen Sie die Sensorfenster vorsichtig ab, ohne Druck auszuüben. Bei hartnäckigen Verschmutzungen können Sie das Tuch leicht anfeuchten. Es muss aber gut ausgewrungen sein, damit kein Wasser in die Elektronik läuft. Verwenden Sie keine Reinigungsmittel und keine scharfen Gegenstände. Beides kann die Sensoroberfläche zerkratzen.

Ein häufiger Fehler ist, die Sensoren erst zu reinigen, wenn der Roboter sichtbare Probleme macht. Dabei sammeln sich Staub und Fett schleichend an, und die Leistung nimmt über Wochen unbemerkt ab. Wer die Sensoren fest in den wöchentlichen Reinigungsrhythmus einplant, vermeidet diese schleichende Verschlechterung.

Räder und Filter reinigen

Die Räder des Saugroboters werden oft übersehen, sind aber genauso anfällig für Haare und Fusseln wie die Bürsten. Bauen Sie die Antriebsräder bei den meisten Modellen mit einem Schraubendreher aus. Entfernen Sie Haare von den Achsen und prüfen Sie, ob die Räder frei drehen. Das kleine Stützrad an der Vorderseite können Sie oft einfach herausziehen und unter fließendem Wasser abspülen.

Der Filter sitzt meist im Staubbehälter oder direkt daneben. Je nach Modell ist der Filter ein HEPA-Filter oder ein einfacher Schaumstofffilter. Ein verstopfter Filter senkt die Saugleistung erheblich, weil die Luft nicht mehr richtig zirkulieren kann. Klopfen Sie den Filter regelmäßig aus. Ein Schaumstofffilter lässt sich bei Bedarf unter lauwarmem Wasser ausspülen. Einen HEPA-Filter reinigen Sie trocken und ersetzen ihn nach Herstellerangabe. Erlaubt die Bedienungsanleitung das Abspülen ausdrücklich, können Sie auch einen HEPA-Filter nass reinigen. Lassen Sie einen ausgespülten Filter vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen. Ein feuchter Filter kann schimmeln und die Luftqualität verschlechtern.

Wann Sie Bürsten und Filter ersetzen müssen

Nicht jede Verschmutzung lässt sich durch Reinigen beheben. Bürsten nutzen sich durch den Kontakt mit Böden und Teppichen ab, und Filter verlieren mit der Zeit ihre Filterwirkung. Sie sollten die Hauptbürste ersetzen, wenn sie sichtbar abgenutzt ist und Borsten fehlen oder stark verbogen sind. Auch wenn der Roboter trotz gereinigtem Filter und leerem Staubbehälter spürbar schlechter saugt, ist der Filter wahrscheinlich am Ende seiner Lebensdauer.

Die Hersteller nennen in den Bedienungsanleitungen konkrete Intervalle für den Austausch von Verschleißteilen. Diese Angaben sind eine gute Orientierung, aber die tatsächliche Lebensdauer hängt stark von der Nutzung ab. Ein Haushalt mit Haustieren und Teppichen beansprucht die Teile deutlich stärker als eine Single-Wohnung mit Parkettboden. Prüfen Sie die Bürsten und Filter daher regelmäßig auf sichtbare Abnutzung, statt sich ausschließlich auf die Kalenderintervalle zu verlassen.