Fettspritzer, eingetrocknete Soßenreste und Gerüche setzen sich an Türdichtung, Innenkanten und Drehteller schneller fest als an den glatten Innenwänden. Wer nur die Glasplatte abwischt, übersieht die Stellen, an denen Bakterien und Gerüche haften bleiben. Reinigen Sie Türdichtung und Drehteller regelmäßig separat, damit die Mikrowelle sauber bleibt und nichts anbrennt.

Türdichtung richtig reinigen

Die Gummidichtung rund um die Tür verhindert, dass Mikrowellenstrahlung austritt und Wärme entweicht. Gleichzeitig sammeln sich genau dort Speisereste, die beim Öffnen der Tür heruntertropfen. Ein feuchtes Mikrofasertuch mit etwas Spülmittel reicht für die normale Reinigung. Wringen Sie das Tuch gut aus, damit kein Wasser in den Türspalt läuft. Bei eingetrockneten Resten lassen Sie das Tuch kurz auf der Stelle liegen, bis der Schmutz aufweicht.

Für hartnäckige Ablagerungen hilft eine weiche Zahnbürste oder ein Kunststoffschaber. Vermeiden Sie Scheuermittel und Stahlwolle, denn sie machen die Gummioberseite rau. Beschädigte Dichtungen schließen nicht mehr dicht. Die Mikrowelle verliert dann Leistung oder es dringt Feuchtigkeit ein. Prüfen Sie die Dichtung gelegentlich auf Risse und Verformungen.

Drehteller und Rollring reinigen

Der Drehteller aus Glas gehört in die Spülmaschine, wenn der Hersteller es erlaubt. Die meisten Glasplatten sind spülmaschinenfest. Der Rollring aus Kunststoff darunter wird oft vergessen, sammelt aber Krümel und Fett. Wischen Sie ihn mit warmem Spülwasser ab und lassen Sie ihn trocknen, bevor Sie ihn zurücklegen.

Falls sich hartnäckige Flecken auf der Glasplatte festgesetzt haben, legen Sie sie in die Spüle und lassen Sie sie in heißem Wasser mit etwas Spülmittel einweichen. Eingebrannte Rückstände lösen sich, wenn Sie die Platte einige Minuten einweichen. Ein Backpulver-Wasser-Gemisch als Paste hilft bei starken Verfärbungen, ohne die Oberfläche zu zerkratzen.

Innenwände und Lüftungsschlitze

Die Rückwand und die Seitenflächen lassen sich mit einem Schwamm und warmem Spülwasser reinigen. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Öffnungen der Lüftungsschlitze läuft. Dort setzt sich Fett fest und kann mit der Zeit anbrennen. Das verstärkt Gerüche. Wischen Sie die Schlitze mit einem feuchten Wattestäbchen aus, wenn sichtbarer Schmutz anhaftet.

Für Fettfilm an den Innenwänden eignet sich eine Mischung aus Wasser und etwas Essigessenz. Essig löst Fett, ohne aggressive Chemie zu hinterlassen. Testen Sie die Mischung an einer unauffälligen Stelle, falls die Innenfläche empfindlich ist.

Gerüche aus der Mikrowelle entfernen

Wenn die Reinigung allein nicht reicht, hilft eine Dampfkur: Stellen Sie eine Schüssel mit Wasser und dem Saft einer halben Zitrone in die Mikrowelle und erhitzen Sie sie für zwei bis drei Minuten bei hoher Leistung. Der entstehende Dampf löst eingebrannte Reste von den Wänden und neutralisiert Gerüche. Danach wischen Sie die Innenflächen mit einem feuchten Tuch aus. Alternativ funktioniert eine Schüssel mit Wasser und zwei Esslöffeln Essig. Beide Mittel eignen sich auch, wenn ein Gericht angebrannt ist und der Geruch im Gerät hängt.

Wie oft reinigen

Nach jedem stärkeren Gebrauch reicht es, Innenwände und Drehteller mit einem feuchten Tuch abzuwischen. Einmal pro Woche sollten Sie Türdichtung, Glasplatte und Rollring gründlicher reinigen. Wer täglich die Mikrowelle nutzt, sollte besser zweimal pro Woche reinigen. Fettfilm auf der Türinnenseite entsteht durch aufspritzende Soßen und lässt sich am leichtesten entfernen, solange er noch frisch ist.