Wer nachts schwitzt, gibt Feuchtigkeit an die Bettwäsche ab. Aus Feuchtigkeit, Hautschuppen und Körperwärme entsteht ein Umfeld, in dem Hausstaubmilben gedeihen und sich Gerüche bilden.
Damit sich Feuchtigkeit und Gerüche nicht im Schlafzimmer festsetzen, waschen Sie die Bettwäsche regelmäßig und lüften Sie das Schlafzimmer. Bewahren Sie die Wäsche trocken und luftig auf. Wechseln Sie die Bettwäsche alle zwei bis drei Wochen, bei starkem Schwitzen wöchentlich.
Warum regelmäßiges Waschen Milben und Gerüche verhindert
Beim Schlafen gibt der Körper durch Schwitzen und Atmen bis zu einem halben Liter Wasser pro Nacht ab. Diese Feuchtigkeit und die Wärme bieten Hausstaubmilben ideale Lebensbedingungen. Die Milben ernähren sich von Hautschuppen, die sich in der Bettwäsche sammeln. Sie hinterlassen Exkremente, die bei vielen Menschen Allergien auslösen. Im Bett kommen außerdem Staub und Hautschuppen zusammen. Deshalb ist regelmäßiges Waschen wichtig. Wer die Bettwäsche selten wäscht, lässt diese Ansammlung wachsen. Irgendwann merkt man das am Geruch und an gereizter Haut.
Alle zwei bis drei Wochen bei 30 bis 40 Grad waschen
Wechseln Sie die Bettwäsche alle zwei bis drei Wochen, spätestens nach drei Wochen. Wer stark schwitzt, sollte wöchentlich waschen. Moderne Waschmittel reinigen auch bei niedrigen Temperaturen zuverlässig. 30 bis 40 Grad reichen für Bettwäsche aus. Selbst hartnäckige Flecken wie Blut lassen sich bei diesen Temperaturen entfernen.
Bei Spannbettlaken gibt es eine Einschränkung: Sie enthalten meist Elasthan. Temperaturen über 40 Grad schädigen die Elastikfaser. Bettlaken ohne Elasthan vertragen 40 Grad problemlos. Spannbettlaken sollten Sie nicht heißer waschen. Im Zweifel hilft das Pflegeetikett.
Schlafzimmer lüften und Bettwäsche trocknen
Die Feuchtigkeit, die der Körper nachts abgibt, muss aus dem Schlafzimmer heraus. Regelmäßiges Lüften lässt sie abziehen und verhindert, dass sich Gerüche in der Luft und im Bettzeug festsetzen. Öffnen Sie morgens nach dem Aufstehen das Fenster, bevor Sie das Bett machen, damit die Feuchtigkeit der Nacht entweichen kann. Das ist die einfachste Maßnahme gegen muffige Luft im Schlafzimmer.
Bevor Sie Bettwäsche wegräumen, muss sie vollständig getrocknet sein. Ob an der Leine oder im Trockner, feuchte Stoffe schimmeln in geschlossenen Schränken schnell und fangen an zu riechen. Prüfen Sie gerade bei dicken Bezügen und Kissenbezügen, ob wirklich alle Lagen trocken sind, bevor Sie die Wäsche zusammenlegen.
Bettwäsche richtig lagern
Gewaschene und getrocknete Bettwäsche lagern Sie am besten gefaltet in einem atmungsaktiven Baumwoll- oder Segeltuchsack. Geeignet sind kühle, trockene und dunkle Orte wie Wäscheschrank, Kleiderschrank oder eine Schublade unter dem Bett.
Versiegelte Plastiktüten sind ungeeignet, weil sie Feuchtigkeit einschließen und so Schimmel entstehen kann. Auch Dachboden, Keller und Garage schaden dem Stoff, weil extreme Temperaturen und Feuchtigkeit ihn angreifen. Schwere Gegenstände sollten Sie nicht auf der gelagerten Bettwäsche stapeln. Das drückt Falten und beschädigt das Gewebe.
Ein Lavendelsäckchen oder ein Stück Zedernholz hält die Wäsche frisch. Nach monatelanger Lagerung kann Bettwäsche trotzdem muffig riechen und sich verfärben. Dann hilft ein erneuter Waschgang vor dem Aufziehen.