Jede Nacht gibt ein Mensch über Atmung und Schwitzen 200 bis 700 Milliliter Wasser an die Luft, die Matratze und die Bettwäsche ab. Bleibt die Feuchtigkeit im Bett, fühlen sich Hausstaubmilben wohl, an kühlen Wänden bildet sich Schimmel. Drei Handgriffe am Morgen verhindern das: Bettzeug zurückschlagen, das Schlafzimmer stoßlüften und die Matratze regelmäßig absaugen und bei Flecken reinigen. So bleibt die Matratze trocken und hält länger.
Stoßlüften heißt: die Fenster weit öffnen und den Raum einige Minuten kräftig durchlüften, statt sie dauerhaft gekippt zu lassen. So strömt trockene, sauerstoffreiche Luft ins Zimmer, und Feuchtigkeit und schlechte Gerüche ziehen nach draußen.
Warum die Matratze morgens Luft braucht
Während Sie schlafen, sammelt sich Feuchtigkeit im Bett. Der Körper gibt über Nacht 200 bis 700 Milliliter Wasser ab, ein Teil davon zieht in Matratze und Bettwäsche. Decken Sie das Bett sofort wieder zu, bleibt diese Feuchtigkeit in Matratze und Bettwäsche. Hausstaubmilben mögen genau dieses warme, feuchte Milieu und fressen Hautschuppen. Regelmäßiges Lüften entzieht der Matratze die Feuchtigkeit und hält die Zahl der Milben klein.
Die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer liegt zwischen 30 und 45 Prozent. Liegt sie dauerhaft darüber, bildet sich Kondenswasser an den Fensterscheiben, und an kühlen Oberflächen wächst Schimmel. Häufig betroffen sind Außenwände, Raumecken und Bereiche hinter oder unter dem Bett sowie hinter massiven Möbeln. Wer morgens lüftet, senkt die Luftfeuchtigkeit und trocknet die Matratze, bevor sie wieder bezogen wird.
So lüften Sie das Schlafzimmer richtig
Am wirkungsvollsten ist Stoßlüften: Öffnen Sie das Fenster weit. Lüften Sie das Schlafzimmer morgens nach dem Aufstehen und abends vor dem Schlafengehen. Im Winter genügt eine kurze, intensive Lüftung, damit sich die Wände nicht auskühlen. Danach heizen Sie wieder, denn warme Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als kalte. So bleibt der Raum trocken, und Sie verbrauchen wenig Energie.
Achten Sie auch auf die Tür: Halten Sie die Tür zu einem kühleren Schlafzimmer geschlossen. Sonst strömt wärmere und deshalb feuchtere Luft aus anderen Räumen hinein und kondensiert an den kühlen Wänden. Das ist eine häufige Ursache für Schimmel hinter Schränken und unter dem Bett. Besonders viel Wasserdampf entsteht in Küche und Bad, deshalb lüften Sie auch diese Räume gründlich.
Bettzeug zurückschlagen und lüften
Die einfachste Matratzenpflege braucht keine Extrazeit. Schlagen Sie nach dem Aufstehen die Bettdecke zurück, sodass die Matratze frei liegt, und öffnen Sie das Fenster. Während Sie frühstücken oder duschen, entweicht die Feuchtigkeit aus der Matratze. Beziehen Sie das Bett erst später, wenn der Raum gelüftet und die Matratze abgetrocknet ist.
Wer morgens wenig Zeit hat, macht das Bett auch nach dem Lüften. Entscheidend ist, dass die Matratze nicht den ganzen Tag unter der geschlossenen Bettdecke feucht liegt. Wenn Sie nachts stark schwitzen, hängen Sie die Bettdecke zusätzlich über eine Stuhllehne oder das Fußende, damit auch ihre Unterseite trocknet.
Staub, Haare und Flecken entfernen
Das tägliche Lüften ersetzt die Reinigung nicht. Auf der Matratze sammeln sich Hautschuppen, Haare und Hausstaubmilben. Saugen Sie die Matratze deshalb regelmäßig mit der Polsterdüse ab, am besten bei jedem Bettwäschewechsel. So entfernen Sie Staub und Krümel, die sich in den oberen Schichten festsetzen.
Behandeln Sie Flecken am besten sofort. Tupfen Sie die Stelle mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Spülmittel oder Feinwaschmittel ab, aber reiben Sie nicht. Reiben drückt den Fleck tiefer ins Material. Anschließend tupfen Sie die Stelle mit klarem Wasser nach und lassen sie gut trocknen, bevor Sie das Bett wieder beziehen. Bei hartnäckigen Gerüchen hilft eine dünne Schicht Natron: Lassen Sie sie einige Stunden einwirken und saugen Sie sie danach gründlich ab.
Der Matratzenbezug ist bei den meisten Modellen abnehmbar und waschbar. Waschen Sie ihn nach den Angaben des Pflegeetiketts bei möglichst hoher Temperatur, um Milben und ihre Ausscheidungen zu entfernen. Auch die Bettwäsche gehört zur Routine: Wechseln Sie sie regelmäßig, etwa alle ein bis zwei Wochen.