Zu viel Wasser hinterlässt auf Laminat nach der Reinigung matte Streifen oder aufgequollene Fugen. Laminat besteht aus einer Holzfaserplatte mit einer dünnen, transparenten Melaminharzschicht. Diese Schicht verträgt Feuchtigkeit, das Holz darunter nicht. Nebelfeucht wischen heißt: Der Mopp enthält so wenig Wasser, dass keine Tropfen sichtbar bleiben und der Boden schnell trocknet. Mit der richtigen Technik und dem passenden Reinigungsmittel bleibt die Oberfläche sauber, ohne Schlieren und ohne Quellschäden.

Warum Laminat bei Wasser aufquillt

Die Melaminharzschicht auf der Oberseite ist wasserabweisend, aber nicht wasserdicht. An den Fugen zwischen den Dielen und an beschädigten Stellen wie Kratzern oder abgestoßenen Kanten dringt Feuchtigkeit in die Holzfaserplatte ein. Das Holz quillt auf, die Diele verformt sich und die Oberfläche wird wellig. Das lässt sich nicht mehr rückgängig machen. Stehende Nässe verstärkt das Problem, weil das Wasser dann Zeit hat, durch die Fugen zu ziehen. Je weniger Wasser auf dem Laminat bleibt, desto sicherer ist die Reinigung.

Laminat vor dem Wischen saugen oder fegen

Bevor Sie wischen, entfernen Sie den losen Schmutz. Sand, Staub und kleine Steinchen wirken beim Wischen wie Schleifpapier und zerkratzen die Melaminharzschicht. Saugen Sie den Boden ab oder kehren Sie ihn mit einem weichen Besen. Der Staubsauger braucht eine Bodendüse, die keine Kratzer hinterlässt. Dieser Schritt dauert nur wenige Minuten und verhindert, dass Sie den Schmutz beim Wischen über den Boden verteilen und feine Kratzer erzeugen.

Laminatreiniger sparsam dosieren

Spezielle Laminatreiniger sind auf die empfindliche Oberfläche abgestimmt. Sie lösen Fett und Alltagsschmutz, ohne die Melaminharzschicht anzugreifen. Dosieren Sie das Mittel sparsam, auch wenn auf der Flasche eine andere Menge steht. Zu viel Reinigungsmittel hinterlässt einen dünnen Film, der nach dem Trocknen als Schlieren oder matte Streifen sichtbar wird. Aggressive Reinigungsmittel mit starken Lösungsmitteln, Scheuermittel und scharfe Schwämme beschädigen die Oberfläche dauerhaft. Wenn Sie unsicher sind, schauen Sie auf die Verpackung oder fragen Sie im Fachhandel.

Mopp auswringen und in Bahnen wischen

Wringen Sie den Mopp gut aus. Ein Mikrofasermopp nimmt viel Wasser auf, gibt es aber auch wieder ab, wenn er zu nass ist. Drücken Sie ihn so stark aus, dass beim Zusammendrücken nur noch wenige Tropfen herauslaufen. Der Mopp soll sich feucht anfühlen, aber keine Feuchtigkeit auf dem Boden hinterlassen. Wischen Sie in Bahnen von einer Seite des Raumes zur anderen. Lassen Sie keine Pfützen stehen, sondern wischen Sie überschüssiges Wasser sofort mit einem trockenen Tuch auf. Der Boden sollte nach dem Wischen innerhalb weniger Minuten an der Luft trocknen. Wenn er länger feucht bleibt, war der Mopp zu nass.

Schlieren und matte Stellen vermeiden

Schlieren entstehen durch zu viel Reinigungsmittel, zu viel Wasser oder eine ungeeignete Wischtechnik. Ein zu nasser Mopp verteilt das Wasser ungleichmäßig, und die feuchten Stellen trocknen langsamer. Das hinterlässt sichtbare Ränder. Matte Stellen entstehen, wenn Reinigungsmittelreste antrocknen oder wenn aggressive Mittel die Melaminharzschicht angreifen. Wischen Sie deshalb immer mit wenig Reinigungsmittel und wenig Wasser. Wenn nach dem Trocknen noch Schlieren sichtbar sind, wischen Sie den Boden ein zweites Mal mit klarem, gut ausgewrungenem Wasser nach. Das entfernt die Reinigungsmittelreste, ohne neue Rückstände zu hinterlassen.

Dampfreiniger bei Laminat vorsichtig einsetzen

Ein Dampfreiniger arbeitet mit heißem Wasserdampf und kommt ohne chemische Reinigungsmittel aus. Für glatte, unempfindliche Böden ist das praktisch. Bei Laminat ist die Sache komplizierter. Der heiße Dampf dringt an den Fugen und an beschädigten Stellen in die Holzfaserplatte ein und kann Quellschäden verursachen. Ob ein Dampfreiniger für Ihren Boden geeignet ist, hängt von der Art des Laminats, der Qualität der Versiegelung und davon ab, wie sorgfältig Sie mit dem Gerät umgehen. Wenn Sie einen Dampfreiniger verwenden möchten, testen Sie ihn zuerst an einer unauffälligen Stelle und halten Sie das Gerät in Bewegung, damit sich keine Feuchtigkeit ansammelt. Bei älteren oder bereits beschädigten Böden verzichten Sie besser darauf und bleiben bei der nebelfeuchten Reinigung mit dem Mopp.