Ihr Kühlschrank wird schneller schmutzig, als Sie denken: ausgelaufene Milch, Fleischsaft, der über den Tellerrand läuft, und Krümel hinter den Gemüsefächern. Bleibt der Schmutz liegen, entstehen Gerüche. Keime finden einen Nährboden. Die Grundreinigung (Gerät leeren, alle Flächen abwischen, wieder trocken einräumen) ist alle vier bis sechs Wochen sinnvoll. Eine große Reinigung mit Abtauen reicht ein- bis zweimal im Jahr.
Bakterien und Gerüche vermeiden
Bakterien vermehren sich, sobald der Kühlschrank wärmer als 8 Grad wird. Die Kühlzonen sollten zwischen 2 und 8 Grad liegen. Eine feuchte Rückwand begünstigt Bakterien zusätzlich. Wenn Sie ausgelaufene Flüssigkeiten sofort entfernen und die Rückwand trocken halten, nehmen Sie den Keimen die Grundlage.
Unangenehme Gerüche sind das deutlichste Zeichen für mangelnde Hygiene. Spätestens wenn es im Innenraum riecht, ist der Putzdurchgang überfällig. Auch klebrige Böden sollten Sie sofort reinigen, nicht erst beim nächsten großen Putzen. Je länger eine Verschmutzung liegt, desto mehr Arbeit macht sie später.
Wie oft und wann Sie reinigen
Die Grundreinigung alle vier bis sechs Wochen hält den Innenraum hygienisch sauber. Der beste Zeitpunkt ist vor dem Wocheneinkauf oder vor einem Urlaub, weil dann nur wenige Lebensmittel im Gerät sind. Sie müssen weniger umräumen. Die ausgebauten Fächer können an der Luft trocknen, bevor Sie sie zurückstellen.
Ein- bis zweimal im Jahr ist die große Reinigung fällig. Dazu stellen Sie das Gerät ab und tauen es ab, sofern es nicht automatisch abtaut. Dabei reinigen Sie auch die Rückwand gründlich und entfernen Ablagerungen, die sich bei der normalen Grundreinigung nicht lösen.
Schritt für Schritt zur Grundreinigung
Für die Grundreinigung brauchen Sie einen weichen Schwamm oder ein Tuch, warmes Wasser und etwas Spülmittel. Für hartnäckige Flecken und Gerüche eignet sich eine Lösung aus Wasser und Natron. Scheuermittel und raue Schwämme zerkratzen die Oberflächen und gehören nicht in den Kühlschrank.
So gehen Sie vor:
- Räumen Sie alle Lebensmittel heraus. Kühlpflichtige Lebensmittel lagern währenddessen in einer Kühlbox.
- Bauen Sie die Fächer, Böden und Türablagen aus. Glasböden und Kunststoffteile waschen Sie am Spülbecken mit warmem Wasser und Spülmittel.
- Wischen Sie den Innenraum mit einem feuchten Tuch aus. Beginnen Sie oben und arbeiten Sie sich nach unten vor, damit kein Schmutz auf bereits geputzte Flächen tropft.
- Trocknen Sie alle Flächen gründlich, besonders die Rückwand. Feuchtigkeit begünstigt Bakterien.
- Setzen Sie die Fächer wieder ein und räumen Sie die Lebensmittel zurück. Entsorgen Sie dabei Abgelaufenes.
Materialien richtig behandeln
Nicht jede Fläche verträgt dasselbe Reinigungsmittel. Glasböden und Kunststofffächer reinigen Sie am besten mit warmem Wasser und Spülmittel. Die Gummidichtung an der Tür wischen Sie ebenfalls nur mit Wasser und einem weichen Tuch ab. Danach trocknen Sie sie gut. Essig und aggressive Reiniger können das Gummi angreifen und spröde machen.
Die Rückwand wischen Sie feucht ab. Verwenden Sie dafür keine scharfen Gegenstände. Festgefrorene Eiskrusten lösen Sie durch Abtauen, nicht durch Kratzen. Die Außenseite aus Edelstahl reinigen Sie mit einem milden Pflegemittel und wischen in Richtung der Maserung. Bei besonderen Innenausstattungen haben die Hinweise des Herstellers Vorrang.
Temperatur und Lagerung nach der Reinigung
Nach dem Putzen stellen Sie die Temperatur wieder richtig ein. Kontrollieren Sie die Anzeige nach dem Wiedereinräumen, denn warme Lebensmittel und das geöffnete Gerät heben die Temperatur kurz an.
Räumen Sie die Lebensmittel nach ihrer Art in die passenden Kältezonen. Fleisch und Fisch gehören in die kälteste Zone, meist das unterste Fach über dem Gemüsefach. Milchprodukte stehen in den mittleren Fächern gut, Obst und Gemüse im dafür vorgesehenen Fach.