Der Fettdampf vom Kochen setzt sich auf den Schränken ab, daran haftet Staub, und an den Griffen sammeln sich Fingerabdrücke. Wer die Fronten falsch reinigt, verteilt den Schmutz und hinterlässt Schlieren und glänzende Flecken.
Reinigen Sie in dieser Reihenfolge: zuerst trocken den Staub entfernen, dann feucht wischen, am Ende trocken nachwischen. Welches Reinigungsmittel die Oberfläche verträgt, hängt vom Frontmaterial ab.
Warum Fett und Staub hartnäckig haften
Die Fronten in der Nähe von Herd und Dunstabzug bekommen am meisten ab, denn der Fettdampf aus Töpfen und Pfannen kondensiert an den kühleren Oberflächen und bleibt dort kleben. An diesem Film haftet Staub, der auf einer sauberen Fläche einfach wieder abfallen würde. Aus beidem entsteht mit der Zeit eine graubraune Schicht, die sich nicht mit einem trockenen Tuch entfernen lässt.
Fingerabdrücke kommen dazu, wenn man die Griffe und die Flächen unter den Griffen anfasst; die oberen Kanten der Türen und die Bereiche direkt neben dem Herd sind deshalb meist am stärksten verschmutzt. Wasser allein löst diese Schicht kaum, weil sich Fett nicht in Wasser auflöst. Ohne ein mildes Reinigungsmittel schiebt der Lappen den Schmutz nur über die Fläche.
Erst trocken stauben, dann feucht wischen
Entfernen Sie zuerst den Staub, dann wischen Sie feucht. Ein trockenes Mikrofasertuch nimmt Staub und lose Partikel von der Oberfläche. Wer feucht wischt, bevor der Staub weg ist, verreibt die Partikel zu einer dünnen Paste. Diese trocknet als grauer Schleier auf der Front und erzeugt genau die Schlieren, die später stören.
Arbeiten Sie von oben nach unten. So tropft keine schmutzige Flüssigkeit auf bereits gereinigte Stellen. Bei Oberschränken beginnen Sie mit der Oberseite der Türen, dann folgen die Fronten, zuletzt die Unterseiten und Leisten. Diese Reihenfolge gilt für alle Oberflächen, egal ob lackiert, mattiert oder aus Edelstahl.
Das richtige Reinigungsmittel für jede Front
Warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel ist fast immer die schonendste Lösung. Spülmittel löst Fett, ist mild und lässt sich rückstandsfrei abspülen. Für die meisten Küchenfronten reicht das. Die Oberfläche bestimmt, welches Mittel Sie nehmen:
Glänzend lackierte Fronten vertragen warmes Wasser mit Spülmittel, aufgetragen mit einem gut ausgewrungenen Tuch. Scheuermittel und aggressive Allzweckreiniger lassen Sie weg, weil sie den Lack zerkratzen und stumpf machen.
Matte Fronten zeigen schnell glänzende Stellen, wenn man sie mit viel Reinigungsmittel abreibt oder stark poliert. Verwenden Sie deshalb nur ein gut ausgewrungenes Tuch mit wenig Spülmittel und wischen Sie sanft. Möbelpolitur ist hier fehl am Platz. Sie hinterlässt auf matten Flächen Schatten.
Holz und Holznachbildungen wischen Sie nur feucht ab, niemals nass. Stehende Nässe greift Kanten und Fugen an, echtes Holz kann aufquellen. Nach dem Wischen reiben Sie die Fläche mit einem trockenen Tuch nach.
Melamin- und Folienfronten vertragen Spülmittel und milde Reiniger ohne Probleme. Scheuerschwämme und Stahlwolle benutzen Sie trotzdem nicht, denn die rauen Kratzer bleiben dauerhaft sichtbar.
Edelstahl wischen Sie immer entlang der Maserung, nicht in Kreisen. Kreisförmiges Wischen hinterlässt Schlieren, die auf Edelstahl besonders deutlich sichtbar sind. Bei festsitzendem Fett geben Sie einen Tropfen Spülmittel auf das feuchte Tuch und polieren die Fläche danach mit einem weichen, trockenen Tuch nach.
Geben Sie Reinigungsmittel generell auf den Lappen, damit es sich gleichmäßig verteilt und keine konzentrierten Rückstände auf der Front entstehen. Lassen Sie starke Verschmutzungen kurz einwirken, statt mit Druck zu schrubben.
Schritt für Schritt zu streifenfreien Fronten
So vermeiden Sie Schlieren in vier Schritten:
- Trocken abstauben. Ein weiches Mikrofasertuch nimmt Staub und lose Krümel von den Fronten auf, von oben nach unten. Vergessen Sie die oberen Kanten nicht.
- Feucht reinigen. Warmes Wasser mit einem Tropfen Spülmittel mischen und das Tuch gut auswringen. Wischen Sie eine Tür nach der anderen, denn zu viel Nässe erzeugt Streifen.
- Mit klarem Wasser nachwischen. Ein zweites, ebenfalls gut ausgewrungenes Tuch entfernt die Seifenreste. Genau diese Rückstände trocknen sonst als trüber Schleier, besonders auf dunklen und glänzenden Fronten.
- Trocken nachpolieren. Das letzte trockene Mikrofasertuch nimmt die Restfeuchte auf und gibt der Fläche ihren Glanz zurück.
Wischen Sie zügig und lassen Sie das Reinigungsmittel nicht antrocknen. Wenn nach dem Trocknen trotzdem Schlieren erscheinen, war das Tuch zu nass oder die Spülmittelkonzentration zu hoch. Wischen Sie die Front dann einmal mit klarem Wasser und einem fast trockenen Tuch nach.
Griffe, Kanten und Ecken gezielt reinigen
Griffe und die Fläche direkt darunter sind am stärksten verschmutzt, weil man sie beim Öffnen anfasst. Reinigen Sie die Griffe mit dem feuchten Tuch. Für Vertiefungen und Rillen hilft ein Wattestäbchen oder eine alte, weiche Zahnbürste.
Auch an den oberen Kanten der Türen und an den sichtbaren Profilen setzt sich Staub fest und verbindet sich mit Fett, auch wenn man es nicht sofort sieht. Wischen Sie diese Kanten im ersten Schritt gleich mit dem trockenen Tuch ab. Bei profilierten Fronten bleibt Staub in den Vertiefungen hängen; ein weicher Pinsel oder der Staubsauger mit Bürstenaufsatz holt ihn heraus.
Kurze Reinigung nach dem Kochen
Die beste Vorbeugung gegen hartnäckige Fettschichten ist eine kurze Gewohnheit nach dem Kochen. Lassen Sie die Dunstabzugshaube ein paar Minuten nachlaufen. So setzt sich weniger Fettdampf auf den Schränken ab. Wischen Sie danach die Fronten über dem Herd mit einem trockenen Mikrofasertuch ab. Das entfernt die frische Fettschicht, bevor sie Staub bindet und fest wird.
Kontrollieren Sie dabei auch den Bereich um die Griffe. Ein kurzer feuchter Wischer pro Woche hält dunkle Fronten gleichmäßig sauber; helle Fronten verzeihen eine längere Pause, weil dort Staub weniger auffällt. Wischen Sie nach diesem feuchten Durchgang die Flächen trocken nach, sonst entstehen Wasserflecken.