Beim Erhitzen spritzt Fett an die Innenseite der Tür, an Wände, Decke und Drehteller. Wer die Reste nicht sofort entfernt, bekommt eingebrannte Stellen, und die Mikrowelle riecht. Zum Reinigen brauchen Sie Spülmittel, Wasser, Essig, einen weichen Schwamm und ein Tuch. Entscheidend ist die Reihenfolge: Nehmen Sie zuerst die losen Teile heraus, wischen Sie den Innenraum von oben nach unten und behandeln Sie die Tür zuletzt. So bleibt die empfindliche Dichtung trocken und das Fett verteilt sich nicht neu.

Was Sie vorher bereitlegen

Sie brauchen:

  • mildes Spülmittel und warmes Wasser
  • einen weichen Spülschwamm und ein Mikrofasertuch
  • Essig oder Zitronensaft und etwas Natron
  • Holzspieß, Zahnstocher oder Wattestäbchen für Fugen und Schlitze

Greifen Sie nicht zu Scheuerschwämmen, Stahlwolle, Scheuermilch oder aggressiven Backofenreinigern. Kratzer von diesen Materialien bleiben sichtbar, und an den rauen Stellen setzen sich Fett und Speisereste fester ab. Die Innenwände vieler Geräte sind beschichtet; gerade diese Flächen vertragen nur weiche Reinigung.

Die richtige Reinigungsfolge

Gehen Sie in dieser Reihenfolge vor:

  1. Ziehen Sie den Stecker oder schalten Sie das Gerät aus und lassen Sie es abkühlen.
  2. Nehmen Sie Drehteller, Rollring und die Halterung heraus und legen Sie sie in warmes Spülwasser.
  3. Wischen Sie losen Schmutz mit Küchenpapier aus dem Innenraum.
  4. Reinigen Sie zuerst die Decke und die Rückwand, dann die Seiten und zuletzt den Boden.
  5. Behandeln Sie die Tür von innen, danach die Dichtung und zum Schluss die Außenseite.
  6. Spülen Sie Drehteller und Rollring ab, trocknen Sie alles und legen Sie die Teile zurück.

Die Reihenfolge hat einen praktischen Grund: Abgelöstes Fett läuft beim Wischen nach unten. Wer unten beginnt, wischt das Fett in die schon sauberen Flächen und arbeitet doppelt. Wer die Dichtung vor den Innenflächen putzt, bringt Reinigungsmittel an das Gummi und trocknet es unnötig stark aus.

Drehteller und Rollring reinigen

Der Drehteller liegt auf einem Rollring mit kleinen Rollen. Gerade in den Rillen dieses Rings sammeln sich Krümel und eingetrocknete Soßenreste, weil sie beim Drehen unter den Teller geraten. Weichen Sie die Glasplatte einige Minuten in warmem Wasser mit Spülmittel ein. Hartnäckige Ränder lösen sich, wenn Sie etwas Essig ins Wasser geben und die Platte kurz stehen lassen. Danach genügt ein Schwamm.

Den Rollring reinigen Sie ebenfalls in warmem Spülwasser. Die Rillen erreichen Sie mit einem Holzspieß oder einer weichen Spülbürste. Trocknen Sie alle Teile gründlich, bevor Sie sie zurücklegen. Feuchte Stellen unter der Platte hinterlassen Wasserflecken, und ein nasser Rollring quietscht oder ruckelt beim Drehen. Viele Glasplatten vertragen die Spülmaschine; die Kunststoffteile des Rollrings waschen Sie besser von Hand, weil sehr heißes Wasser das Material verziehen kann. Welche der Teile in die Spülmaschine dürfen, steht in der Bedienungsanleitung.

Tür, Dichtung und Lüftungsschlitze reinigen

Die Innenseite der Tür bekommt die meisten Spritzer ab. Wischen Sie das Glas mit Spülwasser und einem weichen Schwamm, und vergessen Sie die Kante zwischen Glas und Rahmen nicht. Dorthin passen der Zahnstocher oder eine gebrauchte weiche Zahnbürste.

Die Gummidichtung verläuft einmal um die Tür und hält die Wärme im Garraum. Sie verträgt keine Scheuermittel und keine scharfen Gegenstände. Wischen Sie sie mit einem leicht feuchten Tuch ab und prüfen Sie dabei, ob Risse entstanden sind. An der Unterseite setzen sich gern Reste fest, weil Flüssigkeit dorthin abläuft.

An der Außenseite sammeln Fettfinger auf Griff und Türfläche. Eine milde Seifenlösung entfernt sie. In den Lüftungsschlitzen an Gehäuse und Rückwand sitzen Staub und Fett; ein trockener Holzspieß holt die Ablagerungen heraus. Achten Sie darauf, dass kein Wasser in die Öffnungen läuft.

Decke und Wände mit Dampf lösen

An der Decke und an der Rückwand brennen Spritzer am schnellsten ein, weil man sie beim Abwischen leicht übersieht. Eine Wasserschale löst die Kruste. Füllen Sie eine mikrowellengeeignete Schüssel zur Hälfte mit Wasser, geben Sie ein paar Zitronenscheiben oder einen Schuss Essig und einen Holzspieß hinein. Der Spieß verhindert, dass das Wasser beim Herausnehmen plötzlich überkocht. Erhitzen Sie die Schüssel einige Minuten, bis sich Dampf bildet, und lassen Sie die Mikrowelle danach geschlossen stehen. Der Dampf weicht die Rückstände auf, sodass Sie sie mit dem Schwamm abnehmen, ohne zu schrubben.

Für stark verkrustete Stellen hilft eine Paste aus Natron und wenig Wasser. Tragen Sie sie dünn auf, lassen Sie sie einige Minuten einwirken und wischen Sie sie mit einem feuchten Tuch ab. Ein Dampfreiniger aus dem Haushalt gehört dagegen nicht in die Mikrowelle: Die heiße, feuchte Luft kann Feuchtigkeit in die Elektronik drücken.

Typische Fehler bei Spritzern und Gerüchen

Hartnäckige Flecken und Gerüche haben zwei Hauptursachen: Spritzer werden zu spät entfernt, und die falschen Hilfsmittel beschädigen die Oberflächen. Frische Fettreste nehmen Sie mit einem feuchten Tuch nach dem Abkühlen ab. Eingebrannte Reste brauchen Einweichzeit; wer sie mit einem Messer oder Scheuerschwamm abkratzt, zerstört die Beschichtung, an der sich danach noch mehr Fett festsetzt.

Wer nur die Türscheibe putzt, aber Decke, Dichtung und Lüftungsschlitze übersieht, entfernt die sichtbaren Spritzer, nicht die Ursache des Geruchs. Die Reste verbrennen beim nächsten Erhitzen auf den heißen Flächen und riechen erneut. Auch das Erhitzen ohne Abdeckung gehört zu den typischen Fehlern. Eine Mikrowellenhaube, ein Teller oder Frischhaltefolie mit Löchern verhindert, dass Fett überhaupt an die Wände spritzt.

Gerüche neutralisieren

Ist der Innenraum sauber, verschwindet meist auch der Geruch. Falls er bleibt, hilft eine offene Schale mit Natron oder Kaffeepulver, die Sie über Nacht in die leere Mikrowelle stellen. Beides nimmt Geruch auf, ohne Rückstände zu hinterlassen. Alternativ erhitzen Sie erneut eine Schüssel Wasser mit Zitronenscheiben und lassen die Tür danach einige Stunden offen, damit Restfeuchtigkeit entweicht. Duftsprays sind keine Lösung: Sie überdecken den Geruch kurzfristig und setzen neue Rückstände an den Wänden ab.