Die Küche wird am häufigsten schmutzig, weil hier täglich gekocht, geschnitten und abgewaschen wird. Im Alltag fehlt oft die Zeit für eine gründliche Grundreinigung. Die wichtigsten Handgriffe erledigen Sie in 20 Minuten.

Räumen Sie zuerst auf und putzen Sie dann von oben nach unten. So vermeiden Sie doppelte Arbeit und bekommen eine saubere, hygienische Küche.

Die richtige Reihenfolge spart Zeit

Wenn Sie die Küche in 20 Minuten sauber bekommen wollen, folgen Sie einer festen Abfolge. Zuerst räumen Sie auf, dann putzen Sie von oben nach unten. So fällt Schmutz, der beim Wischen von Regalen oder Arbeitsflächen herunterfällt, auf Flächen, die Sie noch nicht gereinigt haben. Wenn Sie zuerst den Boden wischen und danach die Arbeitsplatte abwischen, verteilen Sie den Schmutz wieder auf dem Boden.

Erst aufräumen, dann putzen

Die ersten Minuten verbringen Sie mit Aufräumen. Geschirr kommt in die Spülmaschine oder ins Spülbecken, Lebensmittel zurück in den Schrank oder Kühlschrank, und lose Gegenstände wie Schneidebretter, Messer und Gewürze finden ihren Platz. Aufgeräumte Flächen wischen Sie schneller und gründlicher ab, weil kein Gegenstand im Weg steht. Wenn Sie diesen Schritt überspringen, putzen Sie um die Gegenstände herum und brauchen am Ende länger.

Spüle und Arbeitsflächen zuerst

Nach dem Aufräumen putzen Sie Spüle und Arbeitsflächen. Das Spülbecken ist einer der keimbelastetsten Orte in der Küche, weil hier rohe Lebensmittel abgewaschen und abgetropftes Geschirr abgestellt wird. Warmes Wasser und ein mildes Spülmittel entfernen Fett und Speisereste. Danach wischen Sie die Arbeitsflächen ab, am besten mit einem frischen Tuch, das Sie nicht schon für den Boden benutzt haben.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt, separate Küchenutensilien für rohe und gegarte Lebensmittel sowie für Speisen zu verwenden, die ohne weiteres Erhitzen verzehrt werden. Damit vermeiden Sie eine Kreuzkontamination, also die Übertragung von Keimen von rohem Fleisch oder Fisch auf verzehrfertige Lebensmittel. Sauberes Arbeiten und regelmäßiges Putzen senken dieses Risiko.

Herd und Kochfeld

Danach ist das Kochfeld an der Reihe. Fettspritzer und Speisereste entfernen Sie am leichtesten, solange sie frisch sind. Bei Ceran- und Induktionsfeldern genügt ein feuchtes Tuch mit etwas Spülmittel; hartnäckige Rückstände weichen kurz ein, bevor Sie sie abwischen. Auch die Fläche rund um den Herd, oft ein Fliesenspiegel oder eine Arbeitsplatte, wischen Sie schnell ab, weil sich dort beim Kochen Fett absetzt.

Der Boden zum Schluss

Den Boden reinigen Sie als letztes, weil beim Putzen der Arbeitsflächen und des Herds immer wieder Krümel und Tropfen herunterfallen. Ein schnelles Fegen oder Wischen mit einem feuchten Tuch oder Mopp entfernt den sichtbaren Schmutz. Für den Alltag reicht das. Eine gründliche Bodenreinigung mit Spezialmitteln können Sie an einem anderen Tag erledigen.

Was in 20 Minuten warten kann

Ehrlich gesagt schaffen Sie in 20 Minuten nicht alles. Der Innenraum des Backofens, der Kühlschrank, die Filter der Dunstabzugshaube und die Fugen zwischen den Fliesen brauchen eine gründlichere Behandlung und gehören in eine separate Putzrunde. Wenn Sie versuchen, alles auf einmal zu erledigen, brauchen Sie länger als 20 Minuten und verlieren den Überblick. Die 20-Minuten-Routine hält die Küche im Alltag sauber; die Grundreinigung bleibt eine eigene Aufgabe.