Kühlschrank, Geschirrspüler und Herd brauchen regelmäßige Pflege. Sonst verlieren sie an Leistung und halten kürzer. Wie viel Zeit und Geld die Pflege kostet, hängt vom Gerätetyp, der Nutzung und Ihren Gewohnheiten ab. Wer kleine Aufgaben regelmäßig erledigt, braucht keine eigenen Putztage. Hausmittel wie Essig und Backpulver halten die laufenden Kosten niedrig. Die größten Ausgaben entstehen, wenn die Pflege ausfällt: verschlissene Dichtungen, höherer Stromverbrauch und Reparaturen kosten mehr als jede Reinigung.
Planen Sie zwei Ebenen: kurze Routinen nach dem Kochen oder einmal pro Woche und eine gründliche Reinigung rund um den Jahreszeitenwechsel. Dieser Rhythmus hält den Aufwand überschaubar und das Budget niedrig.
So viel Zeit kostet die Pflege
Wer regelmäßig kleine Schritte macht, braucht keinen eigenen Putztag. Die alltägliche Pflege ist schnell erledigt: Wischen Sie verschüttete Flüssigkeiten im Kühlschrank sofort weg. Prüfen Sie gelegentlich die Türdichtungen. Reinigen Sie den Filter des Geschirrspülers, sobald er sichtbar verschmutzt ist. Entnehmen Sie den Filter nach Herstellerangaben. Spülen Sie ihn mit Wasser und milder Seife und lassen Sie ihn vollständig trocknen, bevor Sie ihn wieder einsetzen.
Die gründliche Reinigung dauert deutlich länger, weil Sie das Gerät erst vorbereiten müssen. Beim Kühlschrank heißt das: leeren und abstellen, Tür öffnen, Eis mit einer Schale warmem Wasser auftauen lassen und den Innenraum mit einem Reiniger aus Wasser und Essig oder Zitronensaft säubern. Nehmen Sie sich dafür einen Zeitblock vor, in dem Sie nicht unter Druck stehen. So verhindern Sie, dass sich Gerüche festsetzen, und das Gerät arbeitet danach wieder effizient.
Die große Reinigung zum Jahreszeitenwechsel
Regelmäßigkeit ist wichtiger als ein perfekter Zeitpunkt. Der Wechsel der Jahreszeiten eignet sich als fester Termin für die große Reinigung, weil er sich leichter merken lässt als ein einzelnes Datum. Nehmen Sie sich zum Beispiel vor, im Frühjahr den Kühlschrank gründlich zu reinigen und im Herbst die Rückseite der freistehenden Kühlgeräte zu entstauben.
Dazu ziehen Sie das Gerät vorsichtig von der Wand, saugen Gitter und Kompressor mit einem Bürstenaufsatz ab und schieben es zurück. Das verbessert die Energieeffizienz, weil die Wärme besser abgeführt wird, und kann die Lebensdauer verlängern. Diese Arbeit passt in die Zeit, die Sie ohnehin für die große Reinigung einplanen.
Milde Mittel kosten weniger
Für die alltägliche Reinigung brauchen Sie keine teuren Spezialreiniger. Backpulver, Essig, Zitronensaft und mildes Spülmittel reichen für die meisten Flächen und kosten deutlich weniger als eine Sammlung einzelner Putzmittel. Auch der Küchengerätehersteller ritterwerk rät zur Zurückhaltung: „Auf scharfe Reiniger und aggressive Putzmittel kann man meist verzichten“, sagt Geschäftsführer Michael Schüller. Schonende Reinigung helfe zugleich, Geld zu sparen.
Prüfen Sie trotzdem die Hinweise des Herstellers, bevor Sie Säure einsetzen, denn nicht jede Fläche verträgt Essig oder Zitronensaft gleich gut. Essigwasser eignet sich gut für den Innenraum des Kühlschranks. Türdichtungen reinigen Sie besser mit einem feuchten Tuch und Spülmittel, damit das Gummi nicht angegriffen wird. Zeigt eine Dichtung Risse oder Verfärbungen, erneuern Sie sie. Defekte Dichtungen kosten Energie, und der Kühlschrank muss stärker arbeiten.
Wo Pflege trotzdem Geld kostet
Die laufenden Kosten der Pflege sind gering. Trotzdem kommen ein paar Ausgaben dazu: Türdichtungen oder andere Verschleißteile müssen gelegentlich ersetzt werden. Wenn Sie große Wartung nicht selbst übernehmen möchten, zahlen Sie für den Fachservice. Diese Posten bleiben überschaubar, solange Sie die Geräte regelmäßig reinigen.
Teuer wird es, wenn Sie die Pflege ausfallen lassen. Eine verstaubte Rückseite erhöht den Stromverbrauch, verkalkte Geräte arbeiten schlechter, und bei älteren Geräten kann unzureichende Reinigung zu Fehlfunktionen oder in seltenen Fällen zur Brandgefahr führen. Diese Reparaturen und Risiken machen die regelmäßige Pflege zur günstigeren Alternative.
Ein einfacher Pflegeplan
Damit der Aufwand planbar bleibt, verteilen Sie die Aufgaben auf zwei Geschwindigkeiten. Die wöchentliche Routine umfasst das Abwischen der Arbeitsflächen und Gerätefronten sowie das Entfernen von Verschüttetem, sobald es passiert. Die große Reinigung heben Sie sich für den Jahreszeitenwechsel auf. Dann arbeiten Sie die wichtigsten Punkte ab:
- Filter, Sprüharme und Dichtungen des Geschirrspülers prüfen. Den Filter nach Herstellerangaben entnehmen, mit Wasser und milder Seife reinigen und vollständig trocknen lassen.
- Türdichtungen des Kühlschranks auf Risse und Verschmutzungen kontrollieren und mit feuchtem Tuch und Spülmittel reinigen.
- Innenraum des Kühlschranks gründlich säubern und abgelaufene Lebensmittel aussortieren.
- Rückseite freistehender Kühlgeräte mit dem Staubsauger-Bürstenaufsatz entstauben.
Passen Sie die Abstände an die Angaben des Herstellers an, denn Filter und Dichtungen verschleißen je nach Nutzung unterschiedlich. Für kleine Geräte wie Toaster, Wasserkocher und Kaffeemaschine gilt derselbe Grundsatz: Entfernen Sie Krümel und Kalk, bevor sie sich festsetzen. Dann bleibt auch dort der Aufwand klein.