Leitungswasser enthält gelöste Mineralien. Trocknet ein Tropfen an der Armatur, bleibt Kalk als weißer oder grauer Belag zurück. Scheuermittel zerkratzen den Chrom, aggressive Säuren greifen die Beschichtung an. Die Armatur wird stumpf und verliert dauerhaft ihren Glanz. Verwenden Sie deshalb einen milden Entkalker und ein weiches Tuch, und trocknen Sie die Armatur danach ab.

Warum Armaturen stumpf werden

Kalkablagerungen setzen sich überall dort fest, wo Wasser antrocknet und verdunstet. Die Kalkreste sind zunächst nur ein Schönheitsfehler. Bleiben sie liegen, werden die Flecken dicker und die Oberfläche fühlt sich rau an. Auch die Funktion leidet. Verkalkte Mischdüsen verteilen das Wasser ungleichmäßig, und fest sitzende Ventile lassen sich schwerer drehen. Entfernen Sie Kalkflecken, sobald Sie sie sehen.

Die Armatur wird aber meist erst durch die Reinigung stumpf. Scheuermittel mit körnigen Partikeln zerkratzen die Chromschicht. Jeder Kratzer ist eine kleine Vertiefung, in der sich Wasser und Schmutz sammeln. Die Oberfläche wirkt mit der Zeit matt, obwohl der Kalk längst weg ist. Auch zu aggressive Säuren schaden. Sie lösen den Kalk, greifen aber gleichzeitig die Beschichtung an.

Scheuermittel und Essig schaden Armaturen

Scheuermittel gehören nicht an Armaturen. Die körnigen Partikel wirken wie Schleifpapier und entfernen mit dem Kalk auch einen Teil der Oberfläche. Das gilt für Pulverreiniger ebenso wie für Scheuercremes und raue Schwämme. Verwenden Sie stattdessen ein weiches Tuch oder einen Schwamm ohne Scheuerschicht.

Essig und Essigessenz sind ebenfalls heikel. Essig greift Chrom, Kupfer, Aluminium, lackierte Flächen und Marmor an. Auf diesen Materialien hinterlässt Essig bleibende Flecken oder eine matte Oberfläche. Wenn Sie Essig verwenden wollen, prüfen Sie zuerst, woraus die Armatur besteht. Verdünnen Sie Essigessenz mit Wasser und passen Sie die Menge an die Stärke des Kalks an. Die Lösung muss mehrere Stunden oder über Nacht einwirken, danach spülen Sie mit kaltem Wasser nach. In jedem Fall trocknen Sie die Armatur anschließend ab, sonst bilden sich sofort neue Kalkflecken.

Der pH-Wert hilft bei der Auswahl. Kalklöser arbeiten im sauren Bereich mit einem pH-Wert zwischen 1 und 5. Je niedriger der Wert, desto aggressiver das Mittel. Für den Hausgebrauch reicht ein mildes Produkt aus diesem Bereich. Die meisten handelsüblichen Entkalker für Armaturen sind so gemacht, dass sie die Oberfläche schonen.

Zitronensäure entfernt Kalk schonend

Zitronensäure ist die sichere Wahl für Armaturen. Sie löst Kalk, greift die Chromoberfläche aber nicht an. Mischen Sie etwas Zitronensäure mit Wasser. Tragen Sie die Lösung mit einem weichen Tuch auf und lassen Sie sie kurz einwirken. Danach spülen Sie die Armatur mit klarem Wasser ab und trocknen sie. Bei hartnäckigen Flecken wiederholen Sie den Vorgang, statt stärker zu schrubben.

Die Mischdüse, also der Sieb-Einsatz am Auslauf, lässt sich meist abschrauben. Legen Sie sie in die Zitronensäurelösung, bis sich der Kalk löst, und spülen Sie sie gründlich ab. So wird der Wasserstrahl wieder gleichmäßig, ohne dass Sie die Düse mit Gewalt reinigen müssen.

Auch ein mildes Spülmittel entfernt den Alltagsschmutz. Es entfernt Fett und Seifenreste, die sich mit dem Kalk verbinden. Für die regelmäßige Reinigung reicht das meist aus. Zitronensäure verwenden Sie dann nur noch bei sichtbaren Kalkablagerungen.

Lüften und Trocknen beugt Kalkflecken vor

Kalk entsteht immer dann, wenn Wasser auf der Armatur antrocknet. Deshalb ist das Abtrocknen nach der Reinigung genauso wichtig wie der Entkalker selbst. Ein weiches Tuch, mit dem Sie die Armatur nach jedem Putzen abwischen, verhindert, dass sich neue Flecken bilden.

Auch das Lüften des Badezimmers gehört dazu. Hohe Luftfeuchtigkeit setzt sich als Kondenswasser an kühlen Armaturen ab. Trocknet dieses Wasser, bleibt wieder Kalk zurück. Lüften Sie regelmäßig, indem Sie das Fenster weit öffnen (Stoßlüften). Das senkt die Luftfeuchtigkeit im Bad, und an der Armatur schlägt sich weniger Kondenswasser nieder. Zusammen mit dem Abtrocknen bleibt die Oberfläche länger glänzend.