Die Küche gehört in den meisten Haushalten zu den am stärksten genutzten Räumen. Herd, Spüle, Kühlschrank, Geschirr und Lebensmittelvorräte teilen sich denselben Raum. Wenn alles quer liegt, wirkt die Küche voll, obwohl die Schränke groß sind.
Mehr Stauraum entsteht in vier Schritten: ausmisten, nach Benutzungszonen sortieren, Vorräte richtig einräumen und vorhandene Höhen nutzen. Dafür brauchen Sie weder teure Küchenhelfer noch einen Umbau.
Mit dem Ausmisten anfangen
Zuerst leeren Sie die Schränke. Nehmen Sie alles heraus und legen Sie es auf die Arbeitsfläche oder einen Tisch. Prüfen Sie bei jedem Teil, ob das Lebensmittel noch haltbar ist, ob Sie das Gerät oder Geschirrstück wirklich benutzen und ob Sie drei Dosenöffner brauchen, wenn einer reicht. Was in der Küche keine Aufgabe hat, wandert in den Müll, in die Spendenkiste oder in einen anderen Raum. Eine brauchbare Faustregel: Was Sie im vergangenen Jahr nicht benutzt haben und keine Saisonware ist, braucht im Küchenschrank keinen Platz. Nach dem Ausmisten reinigen Sie die leeren Fächer gründlich, bevor Sie die Sachen wieder einräumen.
Die Küche in Zonen einteilen
Eine Zone bündelt Arbeiten, die zusammengehören. Die Kochzone liegt am Herd: Töpfe, Pfannen, Pfannenwender, Öl, Salz und Pfeffer gehören dorthin. Die Backzone versammelt Schüsseln, Backbleche, Nudelholz, Mehl und Zucker. Die Frühstückszone vereint Kaffeemaschine, Tassen, Tee und Müsli an einem Platz. Der Sinn: Jedes Ding hat seinen festen Platz dort, wo Sie es benutzen. Die Kaffeetasse steht dann nicht am anderen Ende der Küche, und das Öl ist beim Braten griffbereit. Zonen erleichtern auch das Aufräumen, weil jedes Teil nach dem Gebrauch dorthin zurückkehrt, wo es herkommt.
Vorräte nach dem FIFO-Prinzip einräumen
FIFO steht für „First In, First Out“ und bedeutet: Das älteste Lebensmittel steht vorne, das neu gekaufte kommt nach hinten. Wenn Sie Konserven, Gläser oder Nudelpackungen neu einräumen, stellen Sie sie hinter die bereits vorhandenen. So verbrauchen Sie zuerst den älteren Bestand, und nichts verschwindet hinten im Schrank, bis es abläuft. Das Prinzip gilt für den Vorratsschrank ebenso wie für den Kühlschrank: Neue Milch hinter die alte, neue Joghurts hinter die bestehenden. Beschriften Sie selbst befüllte Behälter mit Inhalt und Einfülldatum, damit Sie später nicht raten müssen.
Mit vertikalen Flächen mehr Platz gewinnen
Viele Schränke sind in der Tiefe vollgestopft, in der Höhe aber nur halb genutzt. Nutzen Sie die Höhe: Einschubregale machen aus einem hohen Fach zwei Ebenen für Teller oder Dosen. Stapelbare Vorratsbehälter nutzen den Platz im Schrank nach oben hin aus. An der Wand schafft eine Leiste mit Haken Platz für Tassen, Pfannenwender oder Küchentücher. An der Innenseite von Schranktüren halten kleine Körbe oder Haken Deckel, Schneidebretter und Gewürzdosen fest. Bei der Wandmontage gilt: Verwenden Sie passende Dübel und Schrauben, beachten Sie die Herstellerhinweise und prüfen Sie vor dem Bohren, ob Leitungen in der Wand verlaufen. Schwere Töpfe gehören in einen Unterschrank, nicht an eine Hakenleiste.
Einheitliche Behälter statt Verpackungswirrwarr
Mehl, Zucker, Nudeln, Reis und Müsli in den Originalpackungen ergeben schnell ein unübersichtliches Durcheinander. Füllen Sie trockene Lebensmittel in einheitliche, luftdichte Behälter um. Der Vorteil: Die Behälter stapeln sich sauber, der Inhalt bleibt sichtbar, und Sie sehen auf einen Blick, was zur Neige geht. Gläser lassen sich leicht reinigen, Kunststoffbehälter sind leichter und gehen nicht so schnell kaputt. Achten Sie auf dicht schließende Deckel, sonst ziehen Feuchtigkeit oder Vorratsmotten in das Mehl. Wählen Sie Größen, die zu Ihrem Haushalt passen: Ein sehr großes Gefäß für Spaghetti ist in einem Zwei-Personen-Haushalt unpraktisch und nimmt unnötig Platz weg.
Ordnung im Alltag halten
Eine Ordnung hält nur, wenn sie nicht mehr Aufwand kostet als das Chaos. Deshalb räumen Sie jedes Teil nach dem Gebrauch in seine Zone zurück, und neue Einkäufe wandern direkt nach hinten. Einmal pro Woche oder einmal im Monat reicht ein kurzer Blick in Kühlschrank und Vorratsschrank: Werfen Sie Abgelaufenes weg und sortieren Sie Leergut aus. Wenn eine Zone nicht funktioniert, weil Sie etwas ständig woanders ablegen, passen Sie sie an Ihre Gewohnheiten an. Richten Sie die Zonen nach Ihrer Kochweise ein. Was Sie täglich greifen, liegt vorn und griffbereit. Was Sie selten brauchen, darf weiter oben oder hinten stehen. Dinge, die Sie seltener als einmal pro Woche benutzen, haben auf der Arbeitsfläche nichts verloren. Geräte, die seit Jahren ungenutzt stehen, dürfen in den Keller oder Abstellraum umziehen.