Die Küchenarbeitsfläche ist zum Schneiden, Kneten, Würzen und Anrichten da. Wenn dort dauerhaft Kaffeemaschine, Brotkasten, Gewürzregal und ein Stapel Post stehen, bleibt für die eigentliche Arbeit wenig Platz. Freie Flächen entstehen, wenn Sie entscheiden, was auf der Arbeitsfläche stehen darf. Alles andere bekommt einen festen Platz in Schrank oder Schublade.
Die 11 Tipps bauen aufeinander auf: erst ausräumen und feste Plätze vergeben, dann Stauraum besser nutzen, zuletzt mit einfachen Gewohnheiten Ordnung halten.
Erst ausmisten, dann einräumen
Nur behalten, was Sie wirklich nutzen
Der erste Schritt ist das Ausmisten. Gehen Sie Schrank für Schrank durch und fragen Sie sich bei jedem Gegenstand: Habe ich ihn im letzten Jahr benutzt? Doppelte Pfannen, der zweite Toaster oder die dritte Auflaufform, die seit Jahren ungenutzt steht, blockieren Platz für Dinge, die Sie täglich brauchen.
Ein fester Platz für jeden Gegenstand
Jedes Küchenutensil braucht einen festen Platz. Stellen Sie jeden Gegenstand nach dem Gebrauch an denselben Ort zurück, dann finden Sie ihn beim nächsten Mal sofort wieder. Der Platz gehört dorthin, wo Sie den Gegenstand benutzen. Der Pfannenwender liegt in der Schublade neben dem Herd, das Sieb in den Schrank über der Spüle.
Arbeitsflächen freihalten
Nur die täglichen Geräte bleiben stehen
Auf der Arbeitsfläche stehen nur Geräte, die Sie täglich nutzen. Kaffeemaschine und Wasserkocher dürfen bleiben, wenn sie jeden Morgen im Einsatz sind. Alles andere, vom Mixer bis zur Küchenmaschine, kommt in einen Schrank und wird bei Bedarf herausgeholt.
Häufig Genutztes griffbereit, Seltenes wegräumen
Was Sie täglich brauchen, liegt in der obersten Schublade oder auf einem offenen Regal in Griffweite. Selten genutzte Utensilien wie Fonduegabeln, Kuchenformen oder der Fleischwolf kommen in die hinteren oder oberen Fächer. So bleibt die Fläche frei, ohne dass Sie beim Kochen nach Dingen suchen müssen.
Stauraum besser nutzen
Töpfe stapeln und Deckel getrennt aufbewahren
Töpfe und Pfannen nehmen viel Platz ein. Stapeln Sie gleich große Töpfe ineinander und bewahren Sie die Deckel getrennt auf, zum Beispiel in einem Deckelhalter an der Schranktür. Stapeln Sie Pfannen mit Antihaftbeschichtung nur mit einem Filz oder Tuch zwischen den Böden, sonst zerkratzt die Beschichtung.
Schubladeneinsätze für Kleinteile
Besteck, Kochlöffel, Schneebesen und Messbecher liegen in einer ungeordneten Schublade durcheinander. Mit Schubladeneinsätzen bekommt jedes Teil sein Fach. Das hält die Schublade ordentlich und verhindert, dass Sie ständig neu sortieren müssen.
Höhe und Schranktüren nutzen
Nutzen Sie die Höhe in den Schränken. Ein Zwischenboden oder ein Unterschrank-Organizer schafft mehr Platz. Auch die Innenseite von Schranktüren bietet Raum für Gewürze oder Deckel. In hohe Schränke gehören Dinge, die Sie selten brauchen.
Vorräte und Geschirr sortieren
Vorräte nach dem FIFO-Prinzip einräumen
FIFO steht für "first in, first out". Räumen Sie neue Vorräte immer hinter die alten, damit die älteren Packungen zuerst verbraucht werden. So müssen Sie keine abgelaufenen Lebensmittel wegwerfen, und der Vorratsschrank bleibt übersichtlich.
Nur das Geschirr behalten, das Sie brauchen
Geschirr sammelt sich schneller an als gedacht. Prüfen Sie, wie viele Teller, Tassen und Gläser Ihr Haushalt braucht. Ein Set für den Alltag plus ein Set für Gäste reicht meist aus. Überzählige Stücke können Sie verschenken oder spenden.
Zonen einrichten
Arbeitsbereiche nach Tätigkeiten ordnen
Eine Küche funktioniert besser, wenn Sie Zonen einrichten: die Kochzone rund um den Herd, die Vorbereitungszone am Schneidebrett, eine Vorratszone und eine Geschirrzone. Lagern Sie die Utensilien jeder Zone in der Nähe des jeweiligen Arbeitsbereichs. So bleiben die Wege kurz und die Arbeitsfläche frei, weil Sie nichts quer durch die Küche tragen müssen.