Kalkflecken auf Wasserhähnen entstehen, wenn hartes Wasser verdunstet und Calciumcarbonat als weiße Kruste zurückbleibt.

Die richtige Reinigungsmethode hängt vom Material ab. Verchromtes Messing verträgt andere Mittel als eine beschichtete Oberfläche. Bestimmen Sie zuerst die Oberfläche. Beginnen Sie mit der mildesten Methode. Säurereiniger setzen Sie nur auf intakten Flächen ein, die der Hersteller dafür freigegeben hat.

Chrom, Edelstahl oder Beschichtung erkennen

Verchromte Armaturen bestehen meist aus Messing oder Zinkdruckguss, auf den eine dünne Chromschicht aufgebracht ist. Edelstahlarmaturen sind aus massivem Edelstahl gefertigt und häufig matt gebürstet. Die sogenannte Edelstahloptik ist dagegen eine Beschichtung, die Edelstahl nur nachahmt, etwa durch eine Lackschicht oder eine aufgedampfte Metallschicht (PVD). Auch schwarze, goldene oder bronzefarbene Armaturen sind fast immer beschichtet.

Ob die Armatur verchromt, aus Edelstahl oder beschichtet ist, steht in der Produktbeschreibung oder auf einem Typenschild am Zulaufschlauch. Wenn Sie unsicher sind, behandeln Sie die Fläche wie eine Beschichtung und beginnen Sie mit der mildesten Methode. Auch bei Rissen, Kratzern oder abblätternden Stellen behandeln Sie die Armatur wie eine beschichtete Fläche. Eine beschädigte Chromschicht schützt das darunterliegende Nickel oder Zink nicht mehr zuverlässig.

Zuerst sanft reinigen

Bei frischen, leichten Flecken reichen warmes Wasser und ein weiches Mikrofasertuch. Bei stärkeren Ablagerungen hilft ein Spülmittel-Wasser-Gemisch, das Fett und Schmutz löst, bevor Sie zu einem Säurereiniger greifen. Arbeiten Sie mit wenig Druck, damit keine feinen Kratzer entstehen. Diese milden Methoden sind für alle Armaturen sicher, unabhängig vom Material.

Säure nur auf intakten Flächen

Wenn milde Mittel nicht ausreichen, eignet sich ein Entkalker auf Basis von Amidosulfonsäure. Die Säure reagiert mit dem Calciumcarbonat zu wasserlöslichen Calciumsalzen, die Sie einfach abspülen. Solche Reiniger sind für intakte verchromte Armaturen, Keramik, Porzellan und Edelstahl geeignet. Auf beschädigten Flächen greift die Säure jedoch die darunterliegende Nickel- oder Zinkschicht an und vergrößert den Schaden. Deshalb wenden Sie Säurereiniger nur an, wenn die Oberfläche keine Risse, Kratzer oder abblätternde Stellen zeigt.

Einige Hersteller geben in der Pflegeanleitung ausdrücklich an, ob Säurereiniger für ihre Armatur erlaubt sind. Diese Freigabe hat Vorrang vor allgemeinen Empfehlungen. Fehlt ein Hinweis, behandeln Sie die Armatur als empfindlich und bleiben Sie bei milden Methoden.

Kurz einwirken, gründlich abspülen

Die Einwirkzeit sollte so kurz wie möglich sein. Tragen Sie den Entkalker auf, lassen Sie ihn wenige Minuten arbeiten und spülen Sie die Fläche danach gründlich mit klarem Wasser ab. Hartnäckige Flecken behandeln Sie besser erneut, statt den Reiniger länger einwirken zu lassen. Wenn der Reiniger antrocknet, hinterlässt er Schlieren und kann die Oberfläche angreifen. Nach dem Abspülen trocknen Sie die Armatur mit einem weichen Tuch ab, damit kein neuer Kalk entsteht.

Säure und Scheuermittel meiden

Säurehaltige Entkalker gehören nicht auf beschichtete Armaturen, es sei denn, der Hersteller gibt sie ausdrücklich frei. Die Säure kann die Lack- oder PVD-Schicht anlösen, mattieren oder verfärben. Auch auf Emaille, Marmor und Kunststein verursacht Säure Ätzungen, die sich nicht mehr entfernen lassen. Essig und Zitronensäure sind ebenfalls Säuren und für diese Flächen genauso ungeeignet.

Scheuerschwämme, Scheuerpulver und Stahlwolle sind für Armaturen ungeeignet. Sie zerkratzen Chrom, Edelstahl und Beschichtungen gleichermaßen. Auf beschichteten Flächen bleiben die Kratzer besonders sichtbar, weil die Farbschicht darunter hervortritt.

Säurereste abspülen und trocknen

Nach der Säurebehandlung ist gründliches Abspülen der wichtigste Schritt. Rückstände des Reinigers bleiben sonst auf der Fläche und können die Oberfläche mit der Zeit angreifen. Wischen Sie die Armatur nach dem Spülen mit einem feuchten Tuch ab und trocknen Sie sie anschließend mit einem weichen Tuch. Das entfernt die letzten Säurereste und verhindert neue Wasserflecken.

Kalkflecken vorbeugen

In Gegenden mit hartem Wasser entstehen Kalkflecken schneller. Wenn Sie die Armatur nach dem Duschen oder Händewaschen mit einem trockenen Tuch abwischen, verhindern Sie, dass das Wasser verdunstet und Kalk zurückbleibt. Eine regelmäßige Reinigung mit milden Mitteln hält die Oberfläche intakt, sodass seltener ein Säurereiniger nötig ist.