Im Winter steigen die Ausgaben für Heizung und Strom. Auch saisonale Anschaffungen kommen hinzu. Ziehen Sie Miete, Versicherungen und andere feste Kosten von Ihren Einnahmen ab. Planen Sie den Rest für Energie, Lebensmittel und absehbare Winterausgaben ein.
Ein Haushaltsbuch oder eine einfache Einnahmen-Ausgaben-Liste genügt. Vergleichen Sie regelmäßig Ihre Ausgaben mit Ihrem Budget und passen Sie einzelne Ausgaben bei Bedarf an.
Einnahmen und Ausgaben erfassen
Notieren Sie Ihre monatlichen Einnahmen und festen Ausgaben. Verteilen Sie den Rest auf Ausgaben, die sich ändern, zum Beispiel für Lebensmittel und Strom. Auch Freizeit gehört dazu. Legen Sie für Heizung und saisonale Ausgaben eigene Posten an, damit diese nicht unbemerkt andere Ausgaben verdrängen.
Schätzen Sie, welche unregelmäßigen Ausgaben im Winter anfallen, und legen Sie dafür über mehrere Monate Geld zurück. So lassen sich Geschenke, zusätzliche Fahrten oder eine erwartete Energienachzahlung leichter bezahlen. Ein Haushaltsbuch zeigt, wofür Sie Geld ausgeben, schafft aber kein zusätzliches Einkommen.
Heizkosten senken, ohne Räume auszukühlen
Drehen Sie die Heizung nachts und bei längerer Abwesenheit etwas herunter. Schon ein Grad weniger Raumtemperatur spart laut Verbraucherzentrale grob sechs Prozent Heizenergie. Als Orientierung gelten etwa 20 °C im Wohnzimmer und 18 °C im Schlafzimmer. In wenig genutzten Räumen sollten es mindestens 16 °C sein. Die passende Temperatur hängt auch vom Gebäude und der individuellen Situation ab.
Kühlen Sie Räume nicht stark aus. Zu niedrige Temperaturen und ungünstiges Lüften erhöhen das Risiko für Feuchtigkeit und Schimmel. Lüften Sie kurz mit weit geöffneten Fenstern statt dauerhaft auf Kipp und drehen Sie dabei das Thermostat herunter. Halten Sie Heizkörper frei von Möbeln und Vorhängen; schließen Sie Türen zwischen unterschiedlich warmen Räumen.
Stromverbrauch im Alltag prüfen
Beginnen Sie mit Einstellungen und Gewohnheiten, bevor Sie Geld für neue Geräte ausgeben. Stellen Sie den Kühlschrank auf etwa 7 °C und den Gefrierschrank auf −18 °C ein. Nutzen Sie Wasch- und Spülmaschinen voll beladen im Eco-Programm und schalten Sie Geräte ganz aus, wenn sie nicht gebraucht werden. Beim Kochen spart ein Deckel auf dem Topf Energie. Wenn Sie Wäsche an der Luft trocknen, vermeiden Sie den Verbrauch eines Wäschetrockners.
Elektrische Heizlüfter sind keine günstige Dauerlösung, weil sie viel Strom verbrauchen. Prüfen Sie außerdem, ob Beleuchtung unnötig eingeschaltet bleibt oder Geräte im Stand-by-Modus laufen. Wenn Ihre Stromrechnung deutlich höher ausfällt als erwartet, vergleichen Sie Ihren aktuellen Tarif und Verbrauch mit den Angaben auf der letzten Abrechnung. Durchschnittspreise für Deutschland sagen nicht zuverlässig voraus, was Sie nach Ihrem Vertrag zahlen.
Mahlzeiten und Einkäufe planen
Legen Sie vor dem Einkauf ein Lebensmittelbudget fest und prüfen Sie zuerst, was Sie bereits zu Hause haben. Ein Wochenplan und eine Einkaufsliste helfen, spontane Käufe zu vermeiden. Planen Sie Zutaten so ein, dass sie in mehreren Gerichten Verwendung finden, und kochen Sie Reste rechtzeitig auf.
Kohl, Möhren, Porree und Steckrüben sind saisonales Gemüse und können preiswert sein. Der Preis hängt von Region, Geschäft und Angebot ab. Linsen, Bohnen und Erbsen liefern preiswert pflanzliches Eiweiß. Reduzierte Lebensmittel, deren Haltbarkeitsdatum bald abläuft, lohnen sich, wenn Sie sie rechtzeitig verbrauchen können.
Winterausgaben und Nachzahlungen vorbereiten
Planen Sie Ausgaben für Winterkleidung, zusätzliche Fahrten und Geschenke als eigene Posten ein. Da die Kosten von Haushalt und Bedarf abhängen, notieren Sie die bei Ihnen tatsächlich anfallenden Ausgaben und nutzen Sie keine pauschalen Durchschnittsbeträge. Teilen Sie größere, absehbare Beträge auf mehrere Monate auf.
Prüfen Sie Ihre Heizkostenabrechnung. Achten Sie auf den Abrechnungszeitraum und die angerechneten Vorauszahlungen. Vergleichen Sie die Abrechnung mit dem Vorjahr und achten Sie auf auffällige Abweichungen. Notieren Sie regelmäßig Zählerstände, damit Sie Ihren Verbrauch besser einschätzen können. Prüfen Sie Ihren Verbrauch und Tarif, bevor Sie Ihre monatlichen Vorauszahlungen an den Anbieter, die sogenannten Abschläge, ändern.
Wenn Sie eine hohe Nachzahlung nicht auf einmal bezahlen können, wenden Sie sich frühzeitig an den Energieanbieter und vereinbaren Sie eine Ratenzahlung, die zu Ihrem Budget passt. Auch bei hohen Heizkosten kann eine staatliche Unterstützung infrage kommen. Ob Sie Unterstützung bekommen, hängt von Ihrer persönlichen Situation ab.