Kunststoffboxen in Küche und Vorratskammer riechen, wenn Essensreste oder Feuchtigkeit zurückbleiben. Wer sie gründlich reinigt, vollständig trocknet und mit offenem Deckel lagert, beseitigt Gerüche und verhindert, dass sie wiederkommen. Bei hartnäckigen Gerüchen hilft ein Bad mit Natron.
Warum Kunststoffboxen riechen
Plastik nimmt Gerüche von Lebensmitteln auf, besonders wenn Speisen über Nacht oder den ganzen Tag in der Box bleiben, etwa in einer Brotdose im Rucksack. Käse, Zwiebeln und Knoblauch hinterlassen dabei intensiv riechende Rückstände, die sich nur schwer aus dem Kunststoff lösen. Auch wer eine Box längere Zeit geschlossen lagert, ohne sie vorher zu reinigen, lässt den Geruch ins Material ziehen.
Feuchtigkeit ist der zweite Auslöser. Restfeuchte nach dem Spülen oder feuchte Lebensmittel lassen in der geschlossenen Box Gerüche und mit der Zeit Schimmel entstehen. Deshalb räumen Sie die Box erst wieder ein, wenn sie wirklich trocken ist.
Natronlösung gegen Gerüche
Gegen solche Gerüche hilft eine Natronlösung. Lösen Sie vier Esslöffel Natron in einem Liter warmem Wasser auf, füllen Sie die Lösung in die Box oder legen Sie die Box hinein, und lassen Sie sie etwa 30 Minuten einwirken. Wenn der Geruch hartnäckig ist, lassen Sie die Box länger stehen. Danach spülen Sie sie mit klarem Wasser aus.
Natron neutralisiert Geruchsstoffe im Kunststoff, deshalb reicht bei hartnäckigen Fällen eine längere Einwirkzeit. Danach spülen Sie die Box gründlich mit klarem Wasser aus, damit keine Natronreste zurückbleiben.
Gründlich trocknen
Der wichtigste Schritt nach dem Reinigen ist das Trocknen. Stellen Sie die Box mit abgenommenem Deckel auf eine Abtropffläche oder ein Geschirrhandtuch, und wischen Sie nach einiger Zeit Resttropfen aus Ecken und Kanten. Wasser, das in einer geschlossenen Box zurückbleibt, riecht nach einigen Tagen muffig und kann die nächsten Lebensmittel verderben.
Wer wenig Zeit hat, trocknet die Box mit einem sauberen Küchentuch ab und lässt sie danach noch eine Weile offen stehen. Trocknen Sie den Deckel separat, denn auch in seinem Rand und an den Dichtungen bleibt gern Wasser hängen. Erst wenn Box und Deckel sich trocken anfühlen, verschließen Sie sie wieder.
Boxen offen lagern
Lagern Sie leere Kunststoffboxen mit abgenommenem oder nur aufgelegtem Deckel. So zirkuliert Luft in der Box, Restfeuchte kann entweichen, und es entsteht erst gar kein muffiger Geruch. Das gilt für Küchenboxen genauso wie für Vorratsdosen, die zwischen zwei Einsätzen im Schrank stehen.
Wenn Sie mehrere Boxen stapeln, legen Sie den Deckel nicht fest auf die untere Box, sondern schieben Sie ihn lose dazwischen oder stellen Sie die Boxen ohne Deckel ineinander. Auch der Schrank selbst profitiert davon: Ein regelmäßig gelüfteter Vorratsschrank hält Boxen und Lebensmittel länger frisch.
Gerüche in der Vorratskammer vermeiden
In der Vorratskammer lagern Kunststoffboxen meist trockene Grundnahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl, Gebäck, Nüsse und Trockenfrüchte. Diese Lebensmittel nehmen Feuchtigkeit und fremde Gerüche auf, wenn die Box nicht sauber ist. Füllen Sie neue Ware daher immer in eine frisch gereinigte und trockene Box, und schütten Sie keine Reste vom Vortag auf den neuen Vorrat.
Gebäck und Brot sollten vor dem Einräumen vollständig ausgekühlt sein. Warme Backwaren geben Feuchtigkeit an die Box ab, kondensieren am Deckel und lassen Geruch und Schimmel entstehen. Verschließen Sie die Box auch hier nur, wenn alles trocken ist, und kontrollieren Sie den Inhalt regelmäßig. Wer einmal im Monat alle Vorratsboxen ausräumt, auswischt und offen trocknen lässt, verhindert die meisten Geruchsprobleme.
Wann Plastikboxen ungeeignet sind
Kunststoff ist nicht für alles die richtige Wahl. Bei manchen Lebensmitteln oder empfindlichen Materialien kann die Box Stoffe an den Inhalt abgeben, Gerüche aufnehmen oder Feuchtigkeit stauen, bis sich Schimmel bildet. Starke Gewürze, ölige Speisen und sehr feuchte Lebensmittel gehören deshalb besser in Glas- oder Keramikbehälter, wenn Sie sie längere Zeit aufbewahren möchten.
Auch für empfindliche Gegenstände wie Leder, bestimmte Kleidung oder Dokumente sind Kunststoffboxen nur bedingt geeignet. In geschlossenen Behältern kann sich Feuchtigkeit stauen, und Weichmacher oder andere Stoffe aus dem Kunststoff können auf das Lagergut übergehen. Wenn Sie unsicher sind, wählen Sie für empfindliche Inhalte einen Behälter aus Glas oder einen dafür vorgesehenen Aufbewahrungsbehälter.